DIY für Kinder – Einen Traumfänger basteln

Guten Morgen, Ihr Lieben. Wann kamen Eure Kinder in das Alter, wo sie über schlechte Träume klagten? Genau kann ich es gar nicht mehr sagen, aber es war glaube ich im letzten Jahr, als der Miniheld morgens verwirrt von Dingen nach dem Aufwachen erzählte, von denen er glaubte sie wirklich erlebt zu haben. Da wurde mir bewusst, dass das Kind träumt. Zwar noch nicht für sich selber wahrnehmbar, aber es träumte und erzählte von seinen Träumen. Inzwischen kam es nun auch schond es Öfteren vor, dass der Miniheld nachts zu uns kam, erschüttert oder traurig, verängstigt oder verunsichert und dann lieber bei uns schlafen wollte… in macnhen Zeiten mehr, in anderen weniger. Eine Zeit lang konnten wir das mit dem Sorgenfresser ganz gut überbrücken, aber manchmal reicht so ein kuscheliges Tier mit Reisverschlussmund einfach nicht aus und eines Tages kam der Miniheld nach Hause aus der Kita und eröffnete mir: Mama, wir müssen einen Traumfänger basteln, der meine schlechten Träume einfängt!

Ich bin immer Feuer und Flamme, wenn es darum geht etwas zu basteln und wer auch immer ihm das mit dem Traumfänger erzählt haben mag, es ist egal, mein Kind denkt es braucht so etwas um besser schlafen zu können, also basteln wir auch einen und es braucht gar nicht viel dafür:

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Pappteller, Wolle, bunte Stifte, ein Locher, etwas Perlen (es gehen auch Bügelperlen) und ein paar Federn sowie eventuell eine Stopfnadel, damit sich die Wolle später besser durch die Löcher fädeln lässt und es kann losgehen. Und zwar mit dem Pappteller aus dem wir erstmal in der Mitte einen Kreis ausschneiden. Euer Kind braucht da sicher etwas Hilfe, denn das ist ja doch etwas schwieriger…

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Im Anschluss nehmen wir den Locher und machen rundherum Löcher in den nun entstandenen Pappring. Der Miniheld wollte es unbedingt selber machen und das klappte auch wirklich gut. Bevor wir dann ans Fädeln gehen, wollen wir den Kreis vielleicht noch etwas farblich gestalten.

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Dafür kann man alles mögliche nehmen. Man kann ihn bekleben oder einfach bemalen. Wir haben uns für Glitzer-Klebestifte entschieden, die gleichzeitig einen 3D Effekt verursachen, aber in diesem Fall muss man dann auch etwas Wartezeit einplanen, da diese erstmal trocken muss.

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Nun schneiden wir uns einen gaaaaaaaaaaaanz langen Wollfaden ab, befestigen ihn an einem der Löcher mit einem Knoten, damit er fixierst ist und fädeln das andere Ende auf die Stopfnadel. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man auch hier einen Knoten machen sollte, damit die Wolle nicht wieder von der Nadel rutscht, da Kinder doch sehr gerne mal zu doll an der Nadel ziehen und man will ja nicht ständig die Wolle neu auffädeln. Vielleicht sollte sich das Kind auch vorher schon überlegen, welche Perlen es gerne mit auffädeln möchte, damit es nicht nachher mittendrin immer suchen muss.

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Und während man nun immer kreuz und quer die Wolle von einem Loch zum anderen fädelt, kann man zwischendurch immer mal eine Perle mit auffädeln. Wir nennen sie Traumköder, weil sie die schlechten Träume anlocken sollen, damit sie sich dann im Wollnetz verfangen. Das wird nun jedenfalls so lange gemacht, bis ein schönes Netz entstanden ist.

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Am Ende die Wolle wieder an einem der Löcher fixieren und drei Federn auswählen. Diese befestigen wir nun an der unteren Seite unseres Traumfängers mit Hilfe von drei weiteren Wollfäden, die wir vorher zugeschnitten haben, an drei der Löcher.

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Auf der oberen Seite wird mit einem weiteren Wollfaden eine Schlaufe angebracht, die später als Aufhänger dient und fertig ist der persönliche Traumfänger. Und hier nun wieder die einzelnen Schritte vom Minihelden umgesetzt…

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Das Schöne ist ja, dass der Traumfänger von jeder Seite anders aussieht, vorne und hinten wirken vollkommen verschieden. Ich habe mir parallel auch gleich noch einen gebastelt, der nun bei uns in der Küche hängt. Der vom Minihelden hingegen hängt an seiner Vorhangstange direkt neben seinem Bett.

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Und wisst Ihr was? Es scheint ihm wirklich zu helfen. Jeden Morgen nach dem Aufwachen schaut er nach, ob sich Träume in ihm verfangen haben und er meint auch manchmal eine Veränderung im Traumfänger zu erkennen und weiß dann, dass er eine gute Nacht hatte, weil die schlechten Träume dort hängen geblieben sind…ich freue mich, dass es ihm so viel Spaß bereitet hat und gleichzeitig auch noch hilft. Wer also gerne seinen eigenen Traumfänger basteln möchte ist herzlich eingeladen unsere kleine Bastelstunde hier nachzumachen und wer weiß, vielleicht zeigt Ihr uns ja Eure Ergebnisse dann mal?

Was sind Eure Tricks und Hilfsmittel, wenn Eure Kinder schlecht schlafen und von bösen Träumen berichten? Eine Umarmung hilft natürlich immer…

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Und ab damit zum Kiddikram.

Kategorie DIY, Heldenkinder

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

6 Kommentare

  1. Ein Traumfänger ist eine wunderbare Idee. Ich sollte mir auch mal einen basteln. Das ist durchaus ernst gemeint, denn wir Erwachsene sind auch durch schlechte Träume am nächsten Tag etwas durch den Wind, oder?

  2. Ich hatte auch viele Jahre einen Traumfänger und bin auch überzeugt, dass er mir geholfen hat. Wenn ich wieder schlecht geträumt habe, hat mein Mann ihn immer über dem Klo ausgeschüttelt und die schlechten Träume runter gespült 🙂
    Dann war er wieder leer…

  3. Was für eine süße Idee mit dem Pappteller. Ich habe ja auch eine Menge Mini-Traumfänger für unsere Indianer-Yakari-Party zum 2. Geburtstag der kleinen Lady gebastelt und da hat man ganz schön zu tun. Ob meine Minis wohl wirken? So klein wie sie sind konnte ich gar keine Köder einarbeiten (süße Umschreibung).

    • Nun ja, der Miniheld hatte ja einen gewonnen und er meinte, der würde leider nicht ausreichen, deshalb mussten wir ja einen größeren basteln ^^

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