[Mmi] Papa hatte Elternzeit

Es ist Mittwoch. Die Mitte der (Arbeits-)Woche und der Held sehnt sich zurück. Zurück zur letzten Woche. Zum letzten Monat. Denn dieses Mal hat er sich etwas ganz besonderes gegönnt, was er beim MInihelden leider damals nicht gemacht hat. Er hat sich Elternzeit genommen.

Elternzeit

Wenn der Papa und die Mama zu Hause sind

Es ist schon eine tolle Sache, dass es tatsächlich möglich ist, dass beide Elternteile sich Elternzeit nehmen können, um für die Kinder da zu sein. Gerade beim zweiten Kind finde ich das unglaublich wichtig, damit das erste Kind genauso viel Aufmerksamkeit bekommen kann, wie das Baby. Das ist ja doch nicht so einfach, wie man das immer gerne hätte, nicht wahr? Im Worst Case benötigt das Baby so viel Fürsorge, dass der Große auf der Strecke bleibt.

Wir haben allerdings unglaublich viel Glück mit unseren Kindern. Das muss man jetzt einfach mal sagen. Sie waren und sind an sich ziemlich unkomplizierte Kinder. Klar haben sie auch ihre anhänglichen Phasen und machen ihre Schübe durch, in denen sie mehr als nur reizbar manchmal sind. Aber im Großen und Ganzen sind sie wirklich sehr umgänglich und durchschnittlich gut drauf. Hinzu kommt, dass die beiden Brüder sich lieben und vergöttern und sehr viel zusammen lachen. Der Große verbringt gerne Zeit mit dem Kleinen und zeigt auch mehr als selten Anzeichen von Eifersucht. Ich wage sogar zu behaupten, dass er eigentlich gar nicht neidisch auf irgendetwas ist, sondern eher stolz.

Elternzeit

Dennoch ist es etwas vollkommen anderes, wenn beide Elternteile zur Verfügung stehen. Mama kann sich um das Baby kümmern und Papa hat Zeit zum Fußball spielen oder kann was unternehmen, Mama auch mal entlasten und und und… das ist so unglaublich wertvoll und ich bin froh, dass wir das gemacht haben.

Elternzeit ist gleich Urlaub?

Natürlich nicht. Das klingt erstmal großartig. Zwei Monate zu Hause sein. Wie herrlich. Das muss doch wie Urlaub sein. Das ist diese Vorstellung, die manche Menschen dann haben. Lasst Euch da nur nicht täuschen. Man hat die Elternzeit nicht ohne Grund. Es ist die Zeit, die man bekommt, um für sein Kind da zu sein. Es besser kennen zu lernen und zu umsorgen. Und natürlich auch um sich gegenseitig zu entlasten. Der Tag hat einen vollkommen anderen Ablauf bei uns bekommen und ich habe auch das Gefühl irgendwie mehr geschafft zu haben.

elternzeit

Mal davon abgesehen habe glaube ich, dass diese zusätzliche Zeit, die wir bekommen haben, uns als Familie nochmal vollkommen neu geformt hat. Und auch der Held hat nochmal einen vollkommen anderen Blick in die Tagesabläufe zu Hause erhalten. Wie läuft es morgens, wie mit der Kita…Kontakte in dieser Hinsicht konnten vertieft und geknüpft werden. Vor allem der Einblick in die Kita war, glaube ich, nochmal eine gute Sache. Auch darüber erfährt man ja viel über sein Kind.

Dank Elternzeit Meilensteine miterleben.

Beim Minihelden hatte ich damals das große Glück alle Meilensteine mitzuerleben. Manchmal gelang es mir sogar sie für den Helden auf Video oder Foto fest zu halten. Aber es ist doch etwas vollkommen anderes, wenn man die Sachen erlebt. In dem Moment sieht, wo sie geschehen und auch über einen Zeitraum hinweg mitverfolgen kann, wie diese Fortschritte entstehen.

Elternzeit

Jetzt beim Kleinen hatte der Held sich nun also 2 Monate genommen. Aber nicht am Stück, sondern getrennt. Einmal um den Geburtstag des Großen herum, wo wir auch gleich unseren Urlaub mit einplanten. Und einmal jetzt Ende des Sommers. Die Abstände waren goldrichtig gewählt, denn im Frühling hatte das Heldenkind genau den Elternzeit Monat gewählt, um von der endgültigen Drehung zum Krabbeln zu kommen und diesen Monat, um vom Krabbeln zum Laufen zu gelangen. Der Held hatte also die Chance zwei nicht unwesentliche Meilensteine beobachten zu dürfen und es war enorm. Auch ein Teil davon zu sein. Und ich freue mich sehr für ihn.

Zwei Monate Elternzeit sind viel zu wenig

Achja…ich bin schon etwas wehmütig. Seit Montag ist die Elternzeit des Helden nun entgültig vorbei und der Alltag hat uns mit all seinen straffen Abläufen wieder. 2 Monate sind einfach zu wenig. So vieles kann hier mit den Kindern noch passieren, so vieles kann man erleben und erfahren. 2 Monate…so wenig Zeit für ein ganzes Kinderleben. Ich wünschte ja schon, dass der Held öfter die Möglichkeit hatte, so etwas zu machen, aber das ist leider nicht machbar. Das kennt man ja…alles Schöne hat auch irgendwann mal ein Ende, nicht wahr?

Aber man lernt solche Zeiträume und Besonderheiten nochmal vollkommen neu schätzen und ich bin dankbar dafür, dass wir diese Chance nutzen konnten. Das ist ja auch nicht unbedingt jedem so möglich, nicht wahr?

Wie habt Ihr das gehandhabt? Habt Ihr Elternzeit genommen. Zusammen? Oder nur einer? Wie steht Ihr er Elternzeit gegenüber?

sari-unter

Kategorie Alltagschaos

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

6 Kommentare

  1. Schön dass ihr die Elternzeit genießen konntet. Hatten wir beim zweiten Kind auch. Bei Kind drei und vier war das finanziell nicht möglich einer großen Familie reicht das Elterngeld aus einem Gehalt nicht um zwei Monate über die Runden zu kommen.

    • Sarah Kroschel

      Uff ja, das kann ich mir echt denken, dass das nicht einfach machbar wahr. Wirklich schade, dass einem da die Möglichkeiten nicht erleichtert werden.

  2. Leider gab es das bei Kind 1 noch nicht und danach war es finanziell einfach nicht leistbar. Diese kleinen Entwicklungsschritte miterleben zu dürfen, ist etwas ganz besonders. Ich bin noch heute sehr dankbar dafür, dass wir es irgendwie finanziell hinbekommen haben, dass die Kinder erst mit zwei in die Kita gegangen sind und dann auch nur halbtags.

  3. Ach wie toll. Ich war heuer ja auch vier Monate in Väterkarenz. So heißt das in Österreich. War eine unglaublich tolle Zeit mit allen Aspekten des Lebens (Hochs und Tiefs 😉 ).
    Wer solche Möglichkeiten nicht nutzt, versäumt einfach das Leben. Schon beim kleinen Fräulein war ich zwei Monate in Karenz und auch damals war es einfach nur toll. Wenn ich denke, dass unsere Elterngeneration diese Möglichkeit einfach nicht hatte, lebe ich definitiv in der richtigen Zeit.
    Die Zeit ist sooo schnell vorbeigesaust, eigentlich das ganze Jahr, wenn ich denke, dass ich von März bis Juli in Karenz war und sich die Büroroutine jetzt erst wieder langsam eingestellt hat aber Achtung: Es ist schon September! Phuuu……

    • Sarah Kroschel

      Ich finde auch es sollte den Eltern nicht sos chwer gemacht werden die Entwicklung ihrer Kinder verfolgen zu können. Das ist so wichtig und dennoch ist es immer noch nicht jedem möglich. Schade.

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