1 Jahr und 1 Monat Heldenkind…was hat sich getan?

Heldenkind

Heute ist der 12. Januar. Soll ich Euch mal ein Geheimnis verraten, das eigentlich keines ist? Heute vor einem Jahr haben wir den Schlüssel zu unserem zu Hause bekommen. Das heißt, dass wir nun seit genau einem Jahr in diesem neuen Heim ein und ausgehen. Wer hätte das gedacht? Und dieses Jahr ist so unglaublich schnell vergangen, man darf eigentlich gar nicht darüber nachdenken.

Doch der Umzug damals hatte auch einen Grund…

Wie schon beim Minihelden damals, kam natürlich auch bei der Geburt des Heldenkindes der Wunsch nach mehr Platz auf. Es war wohl alles irgendwie eine Fügung des Schicksals, dass sich erst so plötzlich das Heldenkind ankündigte und dann auch noch gerade zur rechten Zeit ein neues Heim in Sicht kam. Gut, der Zeitpunkt für beides war insgesamt etwas chaotisch gewählt, vor allem, weil Geburt und Umzug so direkt auf einander folgten, aber dennoch gehören diese Ereignisse zu den Besten, die wir in den letzten zwei Jahren neben unserem Minihelden erleben durften.

Heldenkind

Könnt Ihr das glauben? Seit einem Jahr und einem Monat ist das Heldenkind nun schon bei uns. Ich mag eigentlich gar nicht darüber nachdenken, wie schnell das alles schon wieder geht. Kam nicht gestern erst der Miniheld zu uns und nun planen wir schon seine Einschulung dieses Jahr. Da kommt doch direkt der Wunsch in einem mal wieder hoch einfach den Zeige an der Uhr fest zu tackern und damit zu verhindern, dass die Zeit weiterhin so gnadenlos rast. Nein, nein, nein *kopfschüttel*. Aber es hilft ja nichts. Wir sehen es ja jetzt wieder an unserem Baby, das auch schon wieder keines mehr ist. Das Festtackern von Uhrzeigern bringt rein gar nichts. Die Kinder wachsen und entwickeln sich einfach gnadenlos immer weiter und weiter und weiter.

Alles was bleibt ist ein Blick auf das, was da passiert.

Letzte Woche geschah es endlich. Nachdem den gesamten Dezember über das Heldenkind fleissig das Wörtchen Papa übte (und praktischer Weise so in der Nacht auch nur nach ihm rief), formte sich letzte Woche das erste mal ein zaghaftes „Mmmmama“. Ich vermute mehr noch durch Zufall, als alles andere. Ich hätte vielleicht nicht so freudig darauf reagieren sollen, denn nun wird es ganz gezielt eingesetzt…ach Quatsch, was erzähle ich da: Ich freue mich unbändig. Mein Kind sagt Mama zu mir. Das pure Glück breitet sich in den letzten Tagen in mir aus und ruft in dem Minihelden etwas Wehmut aus. Sein kleiner Bruder sagt nun Mama und Papa, aber sein Name lässt noch auf sich warten. Was geben wir dem großen Bruder auch so einen komplizierten, nicht wahr?

Heldenkind

Aber ich sehe den Ehrgeiz in den Augen unseres kleinen Jungen und ich wette, es dauert nicht mehr lange, bis ihm auch das gelingt.

Wir verabschieden uns von der Krabbelgruppe.

Schweren Herzens habe ich beschlossen, dass ich das Thema Krabbelgruppe beim Heldenkind wohl abhaken kann. Wir waren in den letzten Monaten so oft krank, dass ich insgesamt vielleicht 3 Mal mit ihm dort war. Wir haben ganz einfach den Anschluss verloren. Und bevor ich mich jetzt krampfhaft bemühe dort wieder aufzuschlagen, haben wir beschlossen, dass wir uns statt dessen nun eine Turngruppe suchen. Ein Kind, das bereits in Sekunden Treppen erklimmt, lange Strecken rennt und mit dem Bruder Fußball spielt, Bälle fängt und wirft, das braucht keine Krabbelgruppe. Dieses Kind braucht Raum um sich zu entfalten und eine große Turnhalle mit Kletter – und Laufmöglichkeiten.

Heldenkind

Das geht mir alles irgendwie zu schnell. Der Miniheld war damals etwas älter als 1 1/2 Jahre, als ich mit ihm Dank Schokoschaf’scher Empfehlung das erste Mal zum Kinderturnen ging. Es tat ihm richtig gut und so stand ja eigentlich schon immer für mich fest, dass wir das auch für das Heldenkind wieder anstreben würden. Ich hätte nur nicht gedacht, dass das schon so bald der Fall sein würde. Somit findet sich dieser Punkt bereits auf unserer Januar – To – Do – Liste wieder.

Wie sind meine Kinder nur so sportlich geworden.

Ganz ehrlich, es ist mir manchmal ein Rätsel. Keine Ahnung, woran es liegt, denn bis auf ein bisschen Pilates und Cardio sehen die Kinder nichts anderes sportliches an mir und der Papa geht vor allem immer wieder mal joggen und dennoch strotzen diese Kinder vor Energie…ich wüsste gerne, wo sie das herhaben.

Obwohl, wenn ich mal realistisch auf die letzten Monate schaue: Das Heldenkind hat einen großen Bruder, den es ohne Einschänkung anhimmelt. Und diesen sieht es nun seit es denken kann Fußball spielen und rumtoben. Der Kleine lacht über jeden Witz, den der Große macht und ist hell auf begeistert, sobald der große Bruder sich Zeit nimmt, um mit ihm zu spielen. Es ist Herz erwärmend, wenn man die beiden zusammen sieht. Wie sie kuscheln, wie sie Bücher anschauen und wie sie zusammen Quatsch machen. Ich habe ja immer noch ein bisschen Angst vor der Zeit, wenn sie so richtig zusammen los legen. Und ich befürchte fast, die wird schneller kommen, als ich erwartet habe *lach*. Aber es ist so schön zu sehen, wie gut sie sich verstehen.

Aber am Liebsten schmuse ich mit ihnen.

Luftküsschen zuwerfen und sich gegenseitig in die Arme rennen, sich ganz fest drücken und dabei ganz laut „Ooooooh“ sagen, das ist es, was die Kinder gerne tun und wo ich gerne mittendrin statt nur dabei bin. Ich habe schon von anderen Eltern gehört, dass ihre Kinder eher nicht so verschmust sind und freue mich, dass ich regelmäßig von meinen beiden Jungs Kuscheleinheiten und kleine Küsschen erhalte. Das sind aktuell meine allerliebsten Momente.

Heldenkind

Auch genieße ich es, wenn wir nun abends gemeinsam am Tisch sitzen unser Brot essen und uns vom Tag erzählen. Das Heldenkind versucht immer öfter alles selbständig zu essen und inzwischen sieht der Tisch auch nur noch wie eine halbe Essenschlacht danach aus (unterm Tisch schauen wir mal am Besten gar nicht erst nach).

So viel hat sich in den letzten Monaten getan und ich bin total gespannt darauf, was noch alles passieren wird. Was fehlt denn jetzt noch? Wie lange wird es wohl dauern, bis ich mit dem Heldenkind gemeinsam Bilder malen und richtige Gespräche führen kann? Vermutlich nicht mehr lange, oder?

Ich geh dann schon mal den Tacker holen, um das mit den Uhrzeigern nochmal auszuprobieren.

sari-unter

2 Kommentare

  1. Schon wieder ein Jahr her seit dem Umzug und einen Monat seit dem ersten Geburtstag! Meine Güte. Aber ja, auch hier geht alles so rasend schnell. Eine Weile wartet man auf den nächsten sichtbaren Entwicklungsschritt und dann häufen sie sich plötzlich und man kommt kaum noch hinterher.

    Bei uns sind mitunter schon Krabbler beim Eltern-Kind-Turnen, weshalb ich auch überlege wann ich mit der kleinen Maid starte.

    • Sarah Kroschel

      Unsere sagte immer, egal wie alt, sobald es laufen kann, ist es willkommen. Aber aufgrund der Entfernung werde ich mir dieses Mal wohl einen anderen suchen müssen.

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