Das Heldenkind erlebt seine Phasen so viel intensiver…

Phasen

Ich bin müde. Mal wieder. Wie ihr wisst, habe ich am Wochenende nicht viel schlafen können. Das Heldenkind war um 3.30 Uhr wach und damit der Rest ausschlafen kann, muss einer von uns in den sauren Apfel beißen und mit dem Kleinen den Tag beginnen. In diesem Fall traf es mich. Erfreulicher Weise durfte ich den Schlafmangel am nächsten Tag ein wenig ausgleichen und morgens ausschlafen, während der Mann sich um die Jungs kümmerte. Vielleicht kennt ihr ja diese Phrase „Alles nur eine Phase“, die Eltern gerne wie ein Mantra vor sich herbeten in bestimmten Situationen mit den Kindern. Beim Heldenkind kann man tatsächlich von Phasen sprechen. Phasen, die immer wieder kehren…

Auf eine Phase folgt die nächste und jede ist intensiv.

Natürlich hatte auch der Miniheld damals so seine Phasen und auch ich hatte das Mantra im Schlaf drauf. Aber ich hätte nie gedacht, dass das alles damals eher eine Art Zuckerschlecken war. Naja, doch, das Umfeld hatte uns immer gespiegelt, dass es Jammern auf hohem Niveau wäre, da der Miniheld insgesamt doch immer eher unkompliziert und fast schon das perfekte Anfängerbaby war. 

Phasen

Wie auch immer. Das Heldenkind ist bei allem, was es tut, intensiv – fast schon extrem. Lachen, Spielen, Schmollen, Trotzen, Essen, Schlafen… alles wird extrem erlebt und an manchen Tagen haben wir alle ganz schön miteinander zu tun. Zwei Phasen sind es beim Heldenkind, bei denen wir gerne auf das Mantra zurück greifen… „Es ist nur eine Phase, es ist nur eine Phase, es ist… „, nämlich wenn es um das Thema Trotzen und das Thema Schlafen geht. Anders als beim Großen mussten wir eigentlich nichts dazu beitragen, dass das Heldenkind lernt richtig zu schlafen. Von einen Tag auf den anderen schlief es plötzlich durch.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich damals Stunden lang am Abend am Bett vom Minihelden saß, sang und ihm den Kopf streichelte bis er endlich eingeschlafen war. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie überrascht ich war, als das Heldenkind plötzlich das erste Mal von 8 Uhr abends bis 6 Uhr morgens schlief. Ich hielt es für einen Zufall, aber es wiederholte sich seitdem immer häufiger und man gewöhnt sich ja dann auch so verdammt schnell daran nachts wieder durchschlafen zu können *lach*. 

Das alles wird  hin und wieder von diesen intensiven Phasen durchbrochen…

So schön es ist, dass das alles irgendwie von alleine geklappt hat, so anstrengend sind diese Phasen manchmal. Alle paar Wochen, manchmal alle paar Tage erlebt das Heldenkind wieder so eine Veränderung in ihm drin, dass verschiedene Dinge auf einmal nicht klappen. Sei es der Frust, den er eine Zeit lang wunderbar unter Kontrolle hatte und dann auf einmal nicht mehr oder eben das Schlafen. Da wird das Kind auf einmal mitten in der Nacht wach und schläft die nächsten drei Stunden nicht. Oder braucht abends wieder ewig, um einzuschlafen. Und dann sind da noch diese Phasen, wo es nur bei uns schlafen kann. 

Phasen

An dieser Stelle sehe ich dann die Unterschiede ganz intensiv bei unseren Kindern. Der Miniheld hat das alles irgendwie anders weggesteckt. Manchmal hat man bei ihm erst wahrgenommen, dass wieder so ein Schub satt findet, wenn er gerade vorbei war und alles plötzlich anders wurde. Beim Heldenkind hingegen kann man sich innerlich immer schon darauf einstellen, dass bald die nächste Phase beginnt und sie kommen alle in einem bestimmten Rhythmus wieder, nur immer ein bisschen anders als davor. Man erkennt die Symptome, stellt sich darauf ein und versucht die Phase gemeinsam zu meistern, bis sie vorbei ist. Dem Heldenkind da durch zu helfen, denn man weiß ganz genau, danach ist alles wieder ein bisschen einfacher für alle – besonders für das Heldenkind – und der gewohnte Alltag kann weiter gehen.

sari-unter

2 Kommentare

  1. ja, kinder sind furchtbar verschieden und ich denke oft hat es nichts mit der anderen erziehung zu tun sls schlicht am kind selber. unser krümelkind ist auch so ein phasenkind. im schub geht nüscht mehr, weder essen (da ist unsere 2 jährige plötzlich wieder reines milchkind), schlafen noch fertigkeiten. als ob da alles im kopf chaos ist. da ist es unzufrieden, trotzt wegen nichtigkeiten und brauch nachts oft furchtbar viel näh. und dann geht’s plötzlich wieder. ich vermute es kinder kriegen diese schübe eben auch unterschiedlich mit, so wie kinder anders zahnen, manche haben wachstumsschmerzen, wieder andere kopfweh. gross werden ist halt gerade am anfang furchtbar anstrengend für den körper. da find ich’s echt super, das mittlerweile nicht nrhr verlangt wird, das kleinkinder sich erwachsen verhalten müssen und das mit sich ausmachen müssen…

    • Sarah Kroschel

      Ja, dass sie die Schübe unterschiedlich erleben, haben wir ja auch bereits festgestellt. Schon komisch. Und das, wo ich denken würde, dass ich nun deutlich entspannter bin. Ist auch nicht immer das Beste *lach*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.