Ein Interview mit einem großen Bruder

Interview

„Mama“, eines Tages trat der Miniheld mit einer Bitte auf mich zu, „sag mal, darf ich vielleicht auch mal auf deiner Internetseite etwas schreiben? Zum Beispiel was ich heute gegessen habe oder was mir besonders viel Spaß macht?“.

Zwei Reaktionen rief diese Frage in mir hervor: 01. Oh man, da sieht man mal, was mein Kind von mir für einen Eindruck hat (Mama dokumentiert alles, sogar was ich esse) und 02. Eigentlich finde ich die Idee ganz schön meinem Kind einen Raum einzurichten, in dem es seine Gedanken ein wenig fliegen lassen kann. Bevor wir diese Kategorie allerdings richtig angehen wollen, dachte ich mir, wäre doch erst einmal etwas Leichtes für den Anfang ganz nett.

„Was hältst du davon, wenn wir erstmal ein Interview mit Dir führen“; schlug ich ihm vor, „ein Interview, bei dem du uns erzählst, wie es für Dich ist ein großer Bruder zu sein?“. Die Idee gefiel und somit möchte ich Euch heute den ersten gemeinsamen Blogbeitrag vom Minihelden und mir präsentieren.

Ein Interview mit einem großen Bruder

Ich: Mensch, ich bin vielleicht aufgeregt. Nun machen wir das tatsächlich mit dem Interview. Geht es Dir auch so? Bist du nervös?

Miniheld: Ähhm…ja.

Ich: Damit die Leser dich ein bisschen besser kennen lernen, erzähl doch kurz etwas von dir. Was du besonders gerne magst, was du gerne machst, wie alt du bist, was du am Liebsten isst zum Beispiel.

Miniheld: Ich bin 6 Jahre alt und spiele gerne Fußball. Ich kuschel gerne mit meinem kleinen Bruder und esse am Liebsten Grießbrei und Milchreis mit Kirschen.

Ich: Du sagst den Leuten ja immer gerne, dass Papa und Mama dir einen kleinen Bruder geschenkt haben, weil du so unbedingt einen wolltest. Hast du dir wirklich immer einen Bruder gewünscht?

Miniheld: Ja.

Ich: Wäre eine Schwester denn auch ok gewesen?

Miniheld: Nein, weil Mädchen sind so empfindlich. Die kippen beim Fußball spielen sogar um, nur weil sie den Ball mit der Fußspitze berühren. Wobei ich es toll finde, dass sie trotzdem mit mir zusammen Fußball spielen.

Ich: Weißt du denn noch, warum du damals unbedingt ein Geschwisterchen haben wolltest?

Miniheld: Dann habe ich immer jemanden zum Spielen.

Ich: Und wie findest du es inzwischen einen kleinen Bruder zu haben?

Miniheld: Toll!

Ich: Erzähl doch mal – Was gefällt Dir daran am besten?

Miniheld: Am besten gefällt mir, dass ich mit ihm Fußball spielen kann. Einmal haben wir beide Fußball gespielt und dann sind wir gleichzeitig umgekippt und haben beide gelacht. Das war mein schönster Moment im Leben.

Ich: Und wenn du jetzt mal ganz ehrlich sein darfst? Was stört dich am meisten? Was nervt dich manchmal total?

Miniheld: Es nervt manchmal, dass er mich so gerne ärgert.

Ich: Wie ist es für dich, dass das Heldenkind knapp 4 1/2 Jahre jünger ist als du. Ist das ein Problem für dich? Viele Erwachsene sagen ja, dass es für Kinder besser ist, wenn sie nicht so weit auseinander sind mit dem Alter. Siehst du das auch so?

Miniheld: Nö, ich sehe das anders. Mit Kleinen macht es viel mehr Spaß, finde ich.

Interview

Ich: Könntest du dir vorstellen, dass ihr zwei euch auch mal eine Zeit lang ein Zimmer teilen könntet und was würdet ihr dann darin machen. Was denkst du?

Miniheld: Also ich würde es schön finden, mit ihm ein Zimmer zu teilen. Wir würden kuscheln, spielen und Höhlen unter meinem Hochbett bauen.

Ich: Später möchtest du ja gerne mal Profi – Fussballer werden. Hast du noch einen anderen Berufswunsch und hast du eine Idee, welcher Beruf deinem Bruder später mal Spaß machen könnte?

Miniheld: Ich möchte nur Fußballer werden und ich glaube mein Bruder auch.

Ich: Manchmal höre ich nur euer Lachen, ohne dass ihr im Raum seid und frage mich, was ihr wohl jetzt wieder anstellt. Will ich das dann wirklich wissen, oder ist das eher ein Geheimnis unter Brüdern?

Miniheld: Das ist natürlich ein Bruder – Geheimnis!

Ich: Bereust du es, dass du nun ein großer Bruder bist?

Miniheld: Nein, überhaupt nicht.

Ich: Und? Möchtest du noch ein Geschwisterchen oder denkst du, das reicht uns jetzt?

Miniheld: Eine Freundin von mir hat mehr. Das ist toll. Da bin ich manchmal ein bisschen neidisch Aber trotzdem finde ich, dass es reicht, dass wir zwei Kinder sind. Wir müssten ja dann noch mehr Windeln kaufen.

Ich: Und nun die letzte Frage – Bist du glücklich?

Miniheld: Jaaaa, ich bin glücklich, weil wir zusammen spielen und kuscheln können. Und lachen. Er ist so witzig.

***

Und mit diesen wundervollen Worten beende ich unser kleines Interview hier, das mir so viele wertvolle Erkenntnisse und das eine oder andere Schmunzeln gebracht hat. Ich bin froh, dass ich ein Kind wie den Minihelden habe und denke, dass wir nun in Zukunft sicher öfter mal gemeinsam hier auf dem Blog etwas machen werden. Ein paar Einblicke in den Alltag eines 6 jährigen, zukünftigen Fußball Profi zum Beispiel.

Habt einen herrlichen Samstag,

sari-unter

Kategorie Heldenkinder

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

14 Kommentare

  1. Mit Fußball und Kuscheln scheint die Welt in Ordnung zu sein. Es sind eben die kleinen Dinge im Leben. 😉
    Ich wünsche dem Miniheld noch viele weitere schöne und lustige Stunden mit seinen kleinen Bruder. 🙂

    • Sarah Kroschel

      DAnke. Ja, die Wertschätzung füreinander zeigen sie sich regelmäßig und der Anblick lässt mein Herz regelmäßig dahinschmelzen ^^

  2. Hach, was für eine schöne Idee.
    Wie cool, dass er darauf Lust hat. 🙂
    Bin gespannt, was ihr gemeinsam umsetzt.
    Sag dem Minihelden mal, dass er ein ganz toller großer Bruder ist! 🙂
    Ich hoffe, dass unser Sohn später auch so denkt, wenn er irgendwann mal großer Bruder wird. 😉

  3. Eine schöne Idee und es ist sicher toll zu lesen, dass der eigene Sohn so glücklich ist, oder?! 😊

    • Sarah Kroschel

      Auf jeden Fall. Zumal ich ja wirklich mitbekomme, dass die zwei sich manchmal das Leben auch wirklich schwer machen. Die Liebe zueinander ist dann doch größer als jeder Konflikt. Das beruhigt ungemein. Der Kleine vergöttert den Großen aber auch regelrecht.

  4. Meiii, is des scheeeeee <3
    Ich habe schon viele Interviews mit Fußballern gelesen, aber das ist definitiv das niedlichste. *zwinker*

  5. Was für eine wunderbare Idee. Und herrliche Antworten des Minihelden. So aus dem Bauch raus. Man merkt wie sehr er seinen Bruder liebt. Ob ich die kleine Lady auch mal interviewen sollte? 😁

    • Sarah Kroschel

      Definitiv hat er seinen Bruder lieb, auch wenn es manchmal wirklich nicht einfach ist.

    • Sarah Kroschel

      Wenn der Wunsch besteht. Und ich lebe es ihm ja nun mal vor. Dann sollte ich es ihm auch nicht verwehren, nicht wahr? ^^

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