[Mmi] Stille Momente an lauten Abenden…

Momente

Mittwochs mag ich… oft in diesem Jahr hier auf dem Blog versucht. Oft Gedanken gemacht und mit euch geteilt. Doch was mag ich eigentlich wirklich? Manchmal ist es einfach einen Mmi Beitrag mit Inhalt zu füllen, weil wir etwas Schönes erlebt oder entdeckt haben, was wir gerne mit euch teilen wollten. Dann können Bücher sein, Rezepte, Ausflugsziele… so viele DInge sind es wert, dass man sie der Welt da draußen zeigt. Wer weiß, vielleicht mögt ihr es am Ende auch.

Am heutigen Mittwoch möchte ich mir aber gerne darüber Gedanken machen, was ich in der Weihnachtszeit besonders mag. Vielleicht habt ihr ja Lust mitzumachen…

Mittwochs mag ich die stillen Momente zur Weihnachtszeit.

Das ist es tatsächlich, was mir jedes Jahr dieses wohlige Gefühl von Glück beschert. Früher, als wir noch ohne Kinder waren und an Heilig Abend all die Menschen bei uns zu Besuch hatten, dann war es der Morgen danach, an dem ich durch das Wohnzimmer schlenderte und hier und dort noch Reste vom Vorabend fand. Hier ein Teller, dort ein Glas, vielleicht etwas Lametta oder Geschenkpapier. Am Ende fand ich mir vor unserem Weihnachtsbaum ein und genoss den Anblick meiner Geschenke. Alles um mich herum war ruhig und oft war ich ganz alleine für mich. Der Mann lag in der Regel noch im Bett und schlummerte in der gemütlichen Wärme der Decke vor sich hin.

Mit Kindern hat sich das alles ein bisschen verlagert.

Der Trubel ist größer. Auch im Vorfeld. Man hat mehr Action, mehr Dinge, die man schaffen und erleben möchte. Obwohl man als Erwachsener sicher auch bestrebt ist sich diese Traditionen allgemein zu erhalten, egal ob mit oder ohne Kind. Der Abend ist bunter, wilder, lauter und vor allem auch verspielter. 

Geschenkpapier fliegt, Freuderufe werden lauter. Familien wachsen auch im Laufe der Zeit. Partner kommen hinzu, später dann neue Kinder. Diese Phasen, in denen Familien so groß sind, dass Räume einfach nur voll wirken. Und dann kommt wieder diese Phase, wo der Raum sich Stück für Stück leert… Alles gehört dazu. Der Fluss der Zeit.

Es sind für uns als Eltern nun andere stille Momente, die uns glücklich machen.

Wir selber packen eigentlich kaum noch Geschenke aus. Mehr und mehr gehen wir dazu über, dass es uns am wichtigsten ist, dass die Kinder ein schönes Fest haben. Das ist Geschenk genug für uns. Das Strahlen, die Freude, das Glück in den Augen unserer Kinder. Anstatt uns etwas zu schenken, schenken wir lieber den Kindern. Stellen in der Vorweihnachtszeit gemeinsam mit diesen Geschenke für die Omas und Opas her und hoffen, dass sie sich ein bisschen über die mit Liebe gemachten Sachen freuen.

Wir sitzen an Weihnachten da mit Stolz im Herzen. Bestaunen die Entwicklungen unserer Kinder und genießen es einfach, dass wir diese besondere Zeit mit ihnen feiern können. Und wir sehen auch den Stolz in ihren Augen, wenn sie etwas erzählen oder präsentieren können. 

In diesem Jahr war mein Lieblingsmoment ein Moment voller Musik!

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hat der Miniheld vor zwei Wochen, am Geburtstag meiner Schwester, das Klavier – bzw. Keyboard spielen für sich entdeckt. Seitdem übt er ständig und fleißig die verschiedensten Lieder und hatte mit meiner Schwester und ihrem Partner für Weihnachten ein ganzes Programm erarbeitet. Dieses präsentierte er uns und der Familie an Weihnachten.

Momente

Mit Weihnachtsmütze auf dem Kopf und Santa – Clause T-Shirt saß er mit Stolz geschwellter Brust auf dem Klavierhocker der Tante, wo wir Weihnachten feierten. Meine Schwester an seiner Seite, vielleicht als Unterstützung, vielleicht auch nur als sicherer Anker. Wer weiß, aber der Anblick war so wunderschön, so einzigartig und ich wollte nicht, dass er endet. Um sie herum leuchteten die ganzen Lichterketten und Kerzen, die überall standen und hingen und die wackeligen Töne von „Lieber guter Weihnachtsmann“ und anderen Liedern erklangen. Erst am Vortag hatte er von meiner Schwester die richtige Handhaltung gelernt und wir alle waren ziemlich beeindruckt davon, wie schnell er verstanden hatte, welcher Finger auf welche Taste gehört. Hatte er nicht erst eine Woche vorher zum ersten Mal an einem Klavier gespielt? 

Und dann der Morgen danach…

Mein Kind sitzt im Wohnzimmer am Boden. In seinem Schlafsack gekuschelt blättert es in dem Klavierbuch (Affiliate), das er von uns zu Weihnachten bekam. Wir wollen fördern. Gerne! Daneben sein kleiner Bruder, der versucht mit in den Schlafsack zu kriechen. Auf seinem Schoß die Hubbelino Kugelbahn, der er so liebt. In der anderen Hand ein Plüschtier. Auf dem Kopf eine Mario Mütze.

Wieder so ein stiller Moment des Glücks. Der Morgen danach. Früher saß ich vor dem Weihnachtsbaum. Meist erst einmal alleine. Versunken in all die schönen Dinge, die liebe Menschen mir mitgebracht hatten.

Heute sitze ich am Esstisch. Nicht mehr alleine im Zimmer. Mein Blick ist nicht auf die Geschenke gerichtet, die ich bekam. Ich beobachte meine Kinder. Die eigentlich größten Geschenke, die man mir machen konnte, und erfreue mich an ihrer Zweisamkeit und daran, mit wie viel Konzentration und Hingabe sie sich mit den Dingen beschäftigen, die der Weihnachtsmann ihnen gebracht hat.

Stille Momente des Glücks. Jedes Jahr wieder. Nicht nur an Weihnachten…

sari-unter

 

 

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