Wer fragt schon einen Kater? von Annette Herzog #Rezension

Kater

Spätestens seit der Einschulung des Großen wurde 2017 ein bisschen auch zu einem Lesejahr bei uns. Mehr oder weniger. Ich selber komme ja quasi gar nicht mehr zum Lesen und deshalb blutet mir an manchen Tagen ja immer ein klein wenig das Herz. Das kann ich aber durch den Minihelden nun zumindest ein wenig wieder aufholen, in dem ich einfach mit ihm gemeinsam Kinderbücher lese und entdecke.

Ich fand es so schön, dass wir endlich mal wieder mehr Zeit im Buchladen verbracht haben.

So richtig wie früher. Den Buchladen betreten, Buchrücken bewundern, besonders schöne Exemplare in die Hand nehmen und kurz darin blättern, ein wenig durch die Reihen stöbern und sich hier und da mal nieder lassen und in ein Buch rein lesen. Wir haben auf diese Art schon viele schöne Bücher im letzten Jahr entdecken können und viel Zeit in den Buchläden verbracht. 

Nicht zuletzt, weil wir ja auf der intensiven Suche nach schönen und potentiellen Vorlesebüchern für den Lesewettbewerb waren. Ich habe diese Zeit in all dem Trubel hier sehr genossen. Im Dezember stellte ich euch ja dann die Bücher vor, die für uns in die engere Auswahl kamen und darunter war eines, das mir ganz besonders gefiel und das ich euch heute noch einmal näher vorstellen möchte.

Wer fragt schon einen Kater? von Annette Herzog

Zu ihrem achten Geburtstag bekommt Anna einen Kater. Aristoteles ist sein Name und seitdem ist er ein fester Bestandteil der Familie Fitzewski. Nach einem Jahr in der Familie verändert sich plötzlich etwas: Anna möchte einen Hund. Aber wer fragt in dieser Angelegenheit schon einen Kater, was er dazu denkt.

Kater

So ein Katerleben ist nicht einfach und eigentlich weiß Aristoteles ganz genau, was er möchte. Am besten einen festen Wohnsitz in Annas Zimmer. Natürlich sollte auch im die gesamte Aufmerksamkeit gewidmet sein. Also beschließt Aristoteles wegzulaufen und von nun an als Straßenkater auf der Straße zu leben. Ob und wie ihm das gelingt und was es mit dem Hund auf sich hat, das könnt ihr am besten selber nachlesen.

Wie tickt eigentlich so ein Kater?

Das außergewöhnliche an diesem Buch ist die Perspektive aus der es erzählt wird. Wir erleben nämlich alles aus der Sicht von Kater Aristoteles. Mit seinem wachen Geist bekommt er wirklich alles mit und vermittelt uns somit einen guten Eindruck auf jedes Mitglied der Familie. Da so ein Kater aber nicht immer so denkt wie ein Mensch und eigentlich gerne die volle Aufmerksamkeit seines Umfelds auf sich gerichtet sehen möchte, bekommt das ganze einen lustigen und spritzigen Charakter. Sein Hang zum Dramatischen tut seinen Rest und sorgt so für eine Menge Lesespaß nicht nur für die Kleinen. In mancher Hinsicht ist so ein Kater dann den Menschen vielleicht doch ähnlicher, als man denkt.

Kater

Die liebevollen Illustrationen von Pe Grigo leisten auf einigen Seiten ihren Beitrag dazu.

Das Buch „Wer fragt schon einen Kater“ von Annette Herzog aus dem Magellan Verlag umfasst 128 Seiten, von denen einige mit Illustrationen versehen sind. In mehreren Kapiteln können wir die Geschichte von Aristoteles verfolgen.

Obwohl die Altersempfehlung bei 7 Jahren liegt, ist die Geschichte durchaus zum Vorlesen schon für jüngere Kinder interessant, aber auch Erwachsene und vor allem Katzen – Liebhaber sollten ihre Freude damit haben. Von uns eine klare Leseempfehlung!

sari-unter

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