[Mmi] Handlettering für Groß und Klein #Rezension

Handlettering

Da ist sie endlich, diese Luft im Alltag, die wir alle so herbei gesehnt haben. Mehr oder weniger. Natürlich haben wir noch ganz schön viel zu tun, bis man sagen kann, dass die To-Do-Listen tatsächlich abgearbeitet sind, aber dennoch… Mehr und mehr finden wir auch wieder ein bisschen zur Ruhe und das fühlt sich großartig an. Immer häufiger wage ich es auch mal einfach alles an Arbeit stehen und liegen zu lassen und etwas zu machen, worauf ich in diesem Moment einfach Lust habe und Projekte in Angriff zu nehmen, die liegen bleiben mussten. Ein Beispiel? Mein Bullet Journal.

Die Kreatitivät blieb in den letzten Wochen argh auf der Strecke, dabei wollte ich so viel ausprobieren!

Der Start mit dem Bullet Journal fühlte sich gut an, auch wenn ich von Anfang an wusste, dass man immer etwas Zeit abzweigen und investieren muss. Auch merkte ich, dass das Gestalten der Seiten mich vor neue Herausforderungen stellen wollte und ich hatte richtig Lust darauf. Nicht nur, dass es mir helfen sollte mehr System und Struktur in meinen Alltag und Haushalt zu bringen, ich wollte es ja gleichzeitig auch nutzen, um meine Zeichnerischen Fähigkeiten und gestalterischen Möglichkeiten zu verbessern Ich entdeckte zum Beispiel, dass Handlettering eine ganz wundervolle Sache war, um den Dingen ihren eigenen, ganz individuellen Charakter zu verleihen. Lange Zeit wollte ich mich eigentlich nur auf Sketchnotes konzentrieren und nicht auf den Handlettering – Zug aufspringen, der sich mehr und mehr überall verbreitete, aber jetzt sah ich endlich einen Sinn darin, mich doch näher damit zu beschäftigen.

Handlettering für groß und klein: Zwei Buchempfehlungen aus dem Verlag arsEdition

Als ich mit dem Verlag arsEdition ins Gespräch kam, da entdeckte ich zwei Bücher, die mich sofort anlächelten. Handlettering ist nämlich so viel mehr als nur „schön schreiben“, sondern ein richtiges Gestaltungsmittel und das wollte ich unbedingt lernen. 

Als Kind wollte ich gerne mal eine Feder haben. Nicht so eine, wie die Vögel verlieren und die wir dann auf der Wiese finden, sondern so eine zum Schreiben. Mit einem Tintenglas usw. Ich hatte schon so oft gesehen, wie wundervoll damit geschrieben werden konnte, dass ich das auch gerne lerne wollte. Die Feder in ein Glas tauchen und dann die Worte in unterschiedlich dicken, geschwungenen Linien schreiben und das Ganze dann aussehen lassen, als ob es schon viele Jahre alt wäre. Seltsam, wie die Dinge im Laufe eines Lebens einen wieder einholen. Nun bin ich also an diesem Punkt wieder angekommen, an dem ich gerne Schrift „malen“ möchte und freue mich, dass es inzwischen so viel tolle Lektüre für uns Kreativlinge davon gibt. Ein Beispiel findet man im Verlag arsEdition.

Handlettering – Mit allen Grundlagen, vielen Dekoideen und spannenden DIY Projekten

Mit den wundervollen Illustrationen von Petra Wöhrmann kommt dieses Buch daher und führt einen Stück für Stück in die wichtigen Grundlagen von Handlettering ein. Wir erfahren, was für Werkzeug wir brauchen (und das ist gar nicht so viel, wie ich immer dachte) und wie wir Schritt für Schritt lernen neue Schriften zu zaubern. Grundbegriffe wie zum Beispiel Punze, Bogen, Serife und Majuskeln finden hier ihre Erklärung und helfen dabei die Schrift besser zu verstehen und zu verinnerlichen. Das Buch soll einem dabei helfen ein Gefühl für das Handlettering zu bekommen und hat unter anderem das Ziel, dass wir lernen am Ende ganz ohne Hilfslinien, die am Anfang ein unabdingbares Muss sind, auszukommen.

Handlettering

Neben eleganter Serifenschrift, dynamischer Schreibschrift und verschiedenen Schmuckschriften, lernen wir zudem verschiedenen Dekoelemente, Banner und Rahmen und viele Möglichkeiten kennen, mit denen man die Schriften noch individueller gestalten kann. Dabei spielen Perspektive, Schattierung und mehr eine große Rolle.

Am Ende kommt die Praxis. In vielen schönen DIY Projekten können wir versuchen das eben gelernte umzusetzen und gleichzeitig kleine Werke für die Ewigkeit zu schaffen. Ein Beispiel? Wie wäre es mit einem kreativen Briefumschlag, den ihr selber gestaltet habt?

Handlettering

Handlettering für Kids – Kreative Schriften zum Selbstgestalten

Könnt ihr euch noch an eure Kindheit erinnern, als ihr Plakate und bunte Bilder für eure Eltern und die Familie gestaltet habt und dabei lustige Schriften entwerfen wolltet, die euren Bildern das gewisse Etwas verleihen sollten? Ich habe immer eine sogenannte Ballonschrift verwendet. Zumindest habe ich sie so genannt, weil ich die Buchstaben so dick und rund gemalt habe, wie Luftballons in meiner Vorstellung als Buchstaben aussahen. Ich kam mir dabei vor, wie ein Graffiti Künstler. Ich glaube, jeder von uns hatte diese Phase, in der wir uns ein bisschen wie so ein Straßenkünstler fühlten, oder?

Im Verlag arsEdition gibt es ein Buch, das mich stark an diese Zeit erinnert. Aus dem Bereich arskreativ kommt nämlich das Buch „Handlettering für Kids – Kreative Schriften zum Selbstgestalten“ und eigentlich hätte ich direkt Lust eher selber darin zu schreiben, als es meinen Kindern in die Hand zu drücken *lach* . Wer sagt denn, dass etwas, das für Kinder ist, nicht auch für uns Große spannend sein kann.

Handlettering

Das Buch ist wie eine Art Schreibübungsheft aufgebaut. Jede Seite präsentiert eine andere lustige und kreative Schmuckschrift, die man versuchen kann auf Übungslinien nachzuarbeiten. Zum Beispiel lassen sich aus gezeichneten Buntstiften auch ganz tolle Buchstaben zaubern oder man verleiht der Schrift lustige Gesichter und zaubert so Buchstabenmonster, die zusammen eine große Wortparty feiern.

Die Ballonschrift, die ich weiter oben erwähnte, findet man auch in diesem Buch, nur dass sie hier Blubberblasen – Buchstaben genannt werden. Und so schließt sich der Kreis…

Ob groß oder klein, jeder kann es lernen und viel Freude dabei haben!

Für mich sind die beiden Bücher eine tolle Kombination aus Lernen und Spaß. Während das eine Buch eine wundervolle Einführung in den Bereich Handlettering bietet, ist das Buch für Kinder ein großer Spaß um praktisch etwas aktiv zu werden und sich ein bisschen auszuprobieren. Ich muss mal in mich gehen und schauen, ob ich es nicht glatt für mich behalte, anstatt es dem Kind zu geben *lach*. Auch wenn es mich schon ständig am Jackenzipfel zupft, weil ich endlich sein Buch wieder rausrücken soll.

Ich für meinen Teil hoffe jetzt wieder etwas mehr Zeit und Ruhe für mein Bullet Journal zu finden und durch die schöne Inspiration, die ich in den Büchern finde, auch einen neuen Motivationsschub „erleide“.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Handlettering machen können? Was ist euer liebstes Material dabei und wie geht ihr in der Regel vor, wenn ihr einen neuen Schriftzug kreieren wollt?

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