Projekt 52
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Projekt 52 im Dezember: Superheld (+ Fazit 2025)

Ja, da kommt jetzt doch noch tatsächlich etwas nachgereicht beim Projekt 52 für das alte Jahr, denn morgen möchte ich ganz frisch mit der neuen Runde beginnen. Ich weiß, mir fehlt noch immer ein Thema aus dem Sommer, aber ich bin damit voll im Reinen und lasse das jetzt einfach mal so stehen. Was ich aber nicht lassen konnte, ist heute nochmal ein paar Gedanken mit euch über einen Superhelden zu teilen…

Projekt 52 im Dezember: Superheld

Mein ganz persönlicher Superheld ist natürlich mein Mann. Er macht so viele Verrücktheiten mit mir mit, hat mir aus tiefen Löchern geholfen und ist immer da. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind und uns in vielen Bereichen unterscheiden, so sind wir im Laufe der letzten fast 27 Jahre zu einer Einheit zusammen gewachsen. Auch meine Kinder zähle ich dazu, mit all den Hürden und Herausforderungen, die sie immer wieder zu meistern haben. Ja… Trotzdem zeigt mein letztes Foto 2025 einen Bären. Wieso?

Superheld

Dieser Bär ist eine Erinnerung. Etwas, das ich mitnahm, nachdem mein Vater weg war. Er hat eine Zeit lang Teddys gesammelt. Vor allem seltene oder von Steiff. Meine Oma nahm das zum Anlass ihm bei jeder Gelegenheit einen Bären zu schenken. Sie meinte es damit etwas zu gut, aber was solls. So stand im Schlafzimmer meiner Eltern ein großer Korbstuhl, der übervoll mit Teddybären war. Und dieser hier, der ist nun eine Erinnerung an meinen persönlichen Helden.

Projekt 52

Jemand, der meine Verrücktheiten ertrug, wenn ich mal wieder unter übermäßig überflüssigen Liebeskummer zu leiden hatte und damit allen die Stimmung im Urlaub versaute. Der mich immer in den Arm nahm und von meinen Tränen sein Shirt durchweichen ließ. Jemand, der mitten in der Nacht von der Arbeit zu mir gefahren kam, um mir Schmerztabletten zu bringen, als ich es nicht mehr aushielt. Jemand, der mich aus einer Schule heraus holte, in der ich gemobbt wurde und schließlich auch sagte, es wäre ok, wenn ich ein Abitur nicht schaffe und mir dann half etwas Neues für mich zu finden. Sicherlich glorifiziere ich ihn auch, denn ich kann mich auch an viel Frust und Tränen erinnern und an ein Gefühl von Ungerechtigkeit, aber das gehört eben genauso dazu. Auch als Eltern merken wir jetzt, wie schwer es manchmal ist immer die Waage in allem zu halten.

Projekt 52

Und warum habe ich aus einem Stuhl voller Bären ausgerechnet diesen Teddy gegriffen? Er war einer der Lieblinge. Alt und zerkuschelt, harte Gelenke… ich weiß gar nicht, ich glaube er konnte auch mal brummen. Und er trägt einen Schal. Diesen Schal habe ich für den Bären gestrickt und glaubt mir. Ich kann nicht stricken. Wochen lang habe ich bei meiner Oma gesessen und es immer wieder versucht (ich glaube ein paar Reihen hat sie heimlich hinzugefügt). Er war ein Geschenk für meinen Vater und deshalb holte ich diese Erinnerung zu mir zurück. Und nun sitzt er an meinem Bett und wacht über mich, wie ein kleiner Superheld eben…

Und damit beenden wir offiziell das Projekt 52 für das Jahr 2025

So schnell ist ein Jahr herum und es ist spannend, in welche Richtung sich für mich das Projekt 52 entwickelt hat. Vollkommen ungeplant wurden die Fotos immer wieder zu SW-Fotos und mehr und mehr setzte sich auch der Fokus auf Color-Key durch.

Fazit

Im Fazit kann ich auf insgesamt 51 bearbeitete Themen von 52 zurück blicken und damit kann ich wirklich mehr als zufrieden sein. Ich glaube es gab schon früher kaum ein Jahr, wo ich alle Themen geschafft hatte. Oft wurde mal etwas nachgereicht, manchmal schaffte ich es aber auch gar nicht. In diesem Jahr bin ich eigentlich ganz gut durchgekommen.

Projekt 52

Aber man sieht so manchem Thema an, dass es eine schnelle Notlösung war. Andere hingegen haben mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich hatte viel zu der Umsetzung zu erzählen. Ich wage fast zu behaupten, dass das Projekt 2025 viel zu meiner Selbstreflektion beigetragen hat, die ich in meinen Rückblicken angesprochen habe.

Fazit

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen für das Projekt mich wieder mehr mit meiner DSLR zu beschäftigen. Ich hatte sie rausgeholt, aufgeladen, ausgetestet und hatte mir wirklich, wirklich, wirklich ganz fest vorgenommen sie wieder intensiv zu benutzen. Ich habe damit früher so gerne fotografiert. Am Ende des Tages musste ich aber für das Projekt 52 doch immer wieder auf das Handy zurückgreifen, weil ich manchmal gar nicht dazu kam bewusst loszugehen und mich auszuprobieren.

Projekt 52

Umso mehr Spaß hat es mir aber gemacht mich mit der Color-Key Methode auszuprobieren, wo es passte. Ich fing irgendwann an nach Motiven Ausschau zu halten, wo ich dachte, dass das ganz gut passen könnte. Ich mag Schwarz-Weiss Aufnahmen an sich ja schon sehr gerne in der Fotografie, weil sie Motive einfach ganz anders wirken lassen. Aber mit den kleinen Farbakzenten kann man nochmal ganz neue Effekte erreichen.

Fazit

Bleibt am Ende als Fazit wohl zu sagen, dass dieser erste Versuch das Projekt wieder neu zu beleben ganz gut geklappt hat. Aus meiner Sicht auf jeden Fall und dazu habt auch ihr mit euren schönen Ideen und dem vielen Feedback beigetragen. Ich habe dadurch in dem Jahr viel über mich gelernt und ich glaube euch auch nochmal neue Seiten an mir gezeigt. Ob ich 2026 weiterhin mit Schwarz-Weiss und Color-Key arbeite, das wird sich zeigen. Es wird sicherlich schwer sein davon los zu kommen. Wir werden sehen.

Es hat in jedem Fall viel Spaß gemacht und ich freue mich darauf morgen mit dem neuen Thema das neue Projektjahr zu starten.

Wie sieht euer Fazit für 2025 aus?

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

7 Comments on “Projekt 52 im Dezember: Superheld (+ Fazit 2025)

  1. Welch schöne Aufbereitung für das Finale 2025. Da sind mir beim Lesen direkt ein paar Tränen gekommen. Hast du wirklich sehr emotional niedergeschrieben. Hach. Auch das Motiv ist sehr passend und ich kann mir vorstellen, was für ein besonderes Geschenk dieser Schal war. <3

    Mein Fazit zum Jahr 2025 mit "Projekt 52": Es hat Spaß gemacht und mich, ebenso wie dich, noch einmal reflektieren und Dinge auf dem Blog anders festhalten lassen. Ich wollte es zunächst auch künstlerischer mit großer Kamera angehen, doch im Alltag habe ich auch oft nur mal schnell zum Smartphone gegriffen, weil mir gerade eine Idee für die Aufgabe gekommen ist.

    1. Ich glaube gezielt künstlerisch wäre es eher machbar, wenn man das für jeden Monat einfach mit einem Thema macht. Da hat man anders Zeit und Ruhe für… obwohl man sicherlich auch da schnell sich von Routinen ablenken lässt.
      Schön auf jeden Fall, dass es dir dennoch was gegeben hat.

  2. Was für wunderbare Worte über deinen Superhelden <3 Und schon unglaublich, was das Projekt so aus uns Teilnehmer:innen gezeigt hat über uns selbst.
    Mein Fazit ist auch, dass es Spaß gemacht. Sowohl die einfachen als auch die schwereren Themen. Ebenso wie du und andere Teilnehmer:innen habe ich auch einiges über mich gelernt. Das habe ich nicht erwartet und ist ein wunderschöner Nebeneffekt dieses Projektes.

    1. Ich habe das tatsächlich auch nicht erwartet. Als es das Projekt früher schon mal gab, da hatte ich im Nachgang nicht so das Gefühl mich so massiv reflektiert zu haben. Vielleicht kam es auch deshalb gerade genau richtig.

      1. Jede:r entscheidet ja selbst, wie sehr er/sie in die Tiefe geht bei dem Projekt. Eine meiner Erkenntnisse war schon auch, dass ich bei einigen Themen sehr zögerlich war und dann lieber eine “leichtere” Umsetzung genommen habe im Sinne was ich dazu erzählen würde. Entsprechend schön, dass das Projekt bei dir zu einem Zeitpunkt im Leben kam, wo es einfach passte.

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