Es schimpft sich Putzplan…oder so ähnlich! (Mit Vorlage zum Download)

Putzplan

Werbung (unbezahlt) – Der folgende Artikel enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen oder Nutzen derselbigen erhalten.

Ich optimiere. Und optimiere nochmal. Und dann optimiere ich nochmal… Ich versuche seit Anfang des Jahres ein System zu finden und das ist ehrlich gesagt gar nicht so einfach. Nachdem sich das letzte Jahr für uns überwiegend fast wie das gelebte Chaos anfühlte, ist es schwer nun eine Regelung zu finden, die so ohne Weiteres funktioniert. Ich glaube aber, dass das im Allgemeinen sehr schwer ist, weil sich unser Alltag sowieso in einem ständigen Wandel befindet. 

Ziemlich genau vor einem Jahr ging es plötzlich los.

Mir wird ganz mulmig, wenn ich an das vergangene Jahr zurück denke. Es war der 04. oder 05. Oktober 2017. Der Sturm wütete über das Land und ich hörte nur ein lautes Krachen auf dem Dach auf einmal. Keine fünf Minuten später klingelte es schon an unserer Tür und der Nachbar stand davor, um mir zu sagen, dass eben sein Dach auf unser Dach gekracht war. Den Rest des Tages verbrachten wir entweder am Telefon oder vor dem Haus, um das Drama im Auge zu behalten. Der Mann hatte gerade so noch einen Zug bekommen, mit dem er nach Hause kam, bevor der Zugverkehr vorerst eingestellt wurde. Der Tag war ein Tag voller schwarzem Humor und leitete eine Phase in unserem Leben ein, die uns in dem Moment noch nicht mal im Ansatz mit all seinem Ausmaß bewusst war.

Drei Tage später hatten wir Wasser im Haus. Wir entdeckten es zuerst im Kinderzimmer. Ein Beutel in der Tapete. Stach man mit einer Nadel da rein, lief das Wasser in kleinen Rinnsalen raus. Und von diesem Zeitpunkt an wurden Handwerker unsere besten Freunde… nicht… Also sie gaben ihr Bestes, aber dennoch hielt das Drama bis Mai 2018 an. Chaos, Dreck, Heizmaschinen. Raus gerissene Böden, runter gerissene Tapeten, Löcher in Boden und Wänden, eine geschimmelte Küche und ein Leben in Kartons, Hitze, schlechter Luft und Dunkelheit. Ein ewig währender Lärm über mehrere Monate hinweg in unserem eigenen zu Hause. Nicht selten wollte ich einfach flüchten. Einfach weg. All das hinter uns lassen. Wie oft gewitzelt wurde, dass es wohl einfacher wäre einfach auszuziehen und sich etwas Neues zu suchen. Wie einfach das gewesen wäre. Vielleicht. Man weiß es nicht.

Es gibt immer noch kleine Nachwehen, aber die Normalität ist wieder hergestellt.

Eigentlich ist ja jetzt alles auch viel schöner als vorher. Veränderungen, die wir in einer Art 10 Jahresplan anvisiert hatten, mussten wir so innerhalb weniger Monate umsetzen. Das Wohnzimmer bekam einen neuen Fußboden, weil die Arbeiter wegen der Feuchtigkeit den alten Boden beschädigen mussten. Die Küche ist vollkommen neu und der Flur neu gefliest. Manche Wände neu tapeziert und die geplante Durchreiche haben wir auch schon umsetzen können. Bei der Gelegenheit haben wir uns auch gleich dem Vorgarten angenommen, weil dieser auch argh unter all dem Abfall gelitten hatte, der vorne immer einfach abgeladen wurde und das Schuppendach konnte gemacht werden. Wir haben wirklich deutlich mehr in 2018 umgesetzt, als für dieses Jahr geplant war.

Aber dem Chaos Herr geworden bin ich immer noch nicht so richtig. Kaum zu glauben, dass wir dieses Jahr so viel entsorgt haben und so viel aussortieren konnten. Dennoch sind Schuppen, Kammer und Dachboden noch so voll mit Kram. Es ist schrecklich. Na jedenfalls versuche ich nun seit Ende Mai, Anfang Juni ein System für mich zu finden, das mir dabei hilft geregelt den Haushalt hier hinzubekommen.

 

Es gibt ja so viele Methoden, was das betrifft…

So manches habe ich schon versucht. Es gibt interessante Konzepte und viele Bücher zu dem Thema. Einige davon stellte ich euch Anfang des Jahres schon einmal vor. Ein paar Erfahrungen konnte ich auch schon sammeln und so wie beim Abnehmen damals, habe ich mir aus all den vielen Methoden wieder die Faktoren rausgesucht, die gut für mich passen. Denn pauschal nach einer zu handeln, das funktioniert für mich irgendwie nicht. Wollt ihr mal ein paar meiner Erkenntnisse wissen? 

  • Wöchentliche Ziele: Wenn ich am Wochenende da sitze und meinen Planer für die kommende Woche vorbereite, dann habe ich einen Zettel, auf dem ich mir aufschreibe, was ich innerhalb der Woche auf jeden Fall schaffen möchte. Zum Beispiel die Fenster im Wohnzimmer und die Treppen. Dann vielleicht noch eine Papierkramkiste aus dem Schlafzimmer und die Betten beziehen. Diese Ziele ändern sich jede Woche.
  • Tägliche Routinen: Das habe ich von FlyLady gelernt. Es gibt tägliche Routinen, die man schaffen sollte, um eine Art Grundordnung zu schaffen. Lüften, Wäsche, Geschirrspüler, Oberflächen in Bad usw. zum Beispiel. Es gibt vorgefertigte Listen dafür, aber man kann sich auch eine individuelle erstellen.
  • Wöchentliche Routinen: Dinge, die ich auf jeden Fall einmal pro Woche erledigt haben sollte.
  • Listen zum Abhaken: Etwas, was mir bisher in jeder Lebenslage ganz gut geholfen hat, das sind Listen, die ich abhaken kann. Daher habe ich welche in meinem Planer drin, erstelle mir bei Bedarf aber auch immer wieder welche. Es fühlt sich einfach gut an, wenn man wieder einen Punkt auf der Liste abhaken kann und man sieht, was man alles schon geschafft hat.
  • 27 Teile Boogie/ Das Putz – Zeit – Spiel: Beides ebenfalls Konzepte von FlyLady. Beim Putz – Zeit – Spiel benötigt es ein Bingofeld mit vorgegeben Zeiten. Der 27 Teile Boogie ist ebenfalls eine Art Spiel, bei dem man 27 Teile im Haushalt findet, die man nicht mehr braucht und ausmisten kann. Das schiebe ich immer wieder gerne mal ein, wenn ich das Gefühl habe, dass sich bei uns schon wieder viel zu viel angesammelt hat. Das Flylady System findet ihr hier übrigens ganz gut zusammen gefasst.
  • Challenges: Ich starte immer wieder gerne mal eine Challenge. Man findet so einiges dazu im Internet, wie zum Beispiel die Declutter Challenge von This is Jane Wayne. Solche kleinen Challenges helfen immer wieder dabei sich mal Dingen anzunehmen, die man schnell mal aus den Augen verliert.

Das ist es so im Groben erst einmal. Damit fahre ich die meiste Zeit ganz gut, vor allem, wenn ich mehr für mich bin. Wenn wir alle vier zu Hause sind, dann ist das nochmal ein ganz anderes Thema, weil da ganz anders Ordnung (und vor allem Unordnung) fabriziert wird. So fühlen sie die Listen sicherlich immer wie eine Neverending Story an, aber immerhin wird es einfacher, wenn man eine Art Grundordnung geschaffen hat. Seitdem das Chaos der Baustelle (mehr oder weniger) ein Ende bei uns gefunden hat, fällt mir das alles auch wieder einfacher.

Putzplan

Natürlich sind fünf Minuten nachdem ich die Fenster geputzt habe auch wieder Fingerabdrücke darauf, aber so ist das halt, nicht wahr? Daher würde ich gerne meine Wände mit schönen Spruchbildern pflastern, wie zum Beispiel der allseits beliebte „Eben war hier noch aufgeräumt, du hast es nur verpasst“.

Ein kleines Freebie zum Schluss: Der Putzplan zum Ausdrucken

Ich habe mich mal hingesetzt und meine Ziele für euch niedergeschrieben in einer kleinen Grafik. So würde bei mir zum Beispiel eine Wochenplanung mit individuellen Wochenzielen aussehen:

>> DOWNLOAD WOCHENPLAN / PUTZPLAN <<

Hier noch einmal in Blanko, damit ihr eure eigenen Ziele und Routinen formulieren könnt. Vielleicht hilft euch das ja weiter.

>> DOWNLOAD BLANKO WOCHENPLAN / PUTZPLAN <<

Ich arbeite auch an einer eigenen kleinen November – Challenge, um mich auf die Weihnachtszeit vorzubereiten, aber das braucht noch etwas. Was müsste denn bei euch unbedingt erledigt werden, bevor die Weihnachtszeit startet? Vielleicht habt ihr noch ein paar wichtige Punkte für mich, die es zu berücksichtigen gilt.

Ich wünsche euch eine produktive Restwoche!

6 Kommentare

  1. Ich hatte seit über einem Jahr FlyLady integriert. Dann bin ich zum Mann gezogen und schwupps, sitz ich wieder im Chaos. Diesmal im doppelten, weils eben 2 Menschen sind und ich quasi alles alleine mache was putzen angeht. Da ist das fast wie mit Kindern. Gerade das Bad geputzt und dann fällt jemandem ein, dass er sich rasieren muss :D
    Ich muss hier dringend auch ein System reinbekommen, damit meine Tage nicht nur aus arbeiten, putzen und ins Bett gehen bestehen.

    • Sarah Kroschel

      Ich halte mich auch nicht zu 100 % daran, habe mir aber die für mich besten Sachen mal wieder rausgezogen. Aber ich merke auch, wenn alle Männer zu Hause sind ist es egal, welches System ich nutze… sie machen es zunichte *lach*

  2. Pingback: Zahnarzt und Laterne laufen... #12von12 im November - Heldenhaushalt

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