Rezension*
Habt ihr es auch schon mitbekommen? Meine Timeline wird seit einigen Tagen von der Info regelrecht geflutet und ich bin ja total geflasht deswegen! Prinzessin Mononoke kommt wohl ab dem 12.02.2026 in einer restaurierten Version nochmal auf die große Leinwand und ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich mir dieses Erlebnis gebe, wenn ich die Zeit dafür finde.
Eine kurze Vorgeschichte vielleicht dazu…
Als ich anfing Mangas zu lesen, da war ich um die 15 oder 16. Ich weiß es nicht mehr genau. All die niedlichen und spannenden Sachen aus Japan und Co waren zu der Zeit kaum greifbar für uns und echte kleine Highlights. So wie eben auch die Tatsache, dass man plötzlich augewählte Manga-Reihen in den Regalen im Buchladen finden konnte. Meine erste Reihe war damals übrigens “Wish” vom Zeichnerteam CLAMP gefolgt von “Magic Knight Rayearth” und “Oh! My Goddess”. Ich habs geliebt und bin total eingetaucht in diese Welten. Damals zeichnete ich auch sehr viel. War es allerdings schon schwer an ausgefallene Mangas heranzukommen, war es natürlich doppelt herausfordernd Animes zu schauen. Obwohl uns damals gar nicht bewusst war, dass wir ja im Grunde schon mit Mila Superstar, Tsubasa und Co groß geworden sind. Aber es gab eben auch richtige Anime Filme und damals bei Weitem noch nicht so umfangreich, wie es heute der Fall ist. Heute gehört das alles ja schon ganz normal in jedes Regal fast.
2001 kam der erste Studio Ghibli Film in die deutschen Kinos!
Zumindest soweit mich meine Erinnerungen nicht täuschen. Ich las durch Zufall in unserem …naja… Dorfzeitungsblatt davon. Eine kleine Anzeige. “Prinzessin Mononoke im Kino”. Von atemberaubenden Bildern war die Rede und magischem Anime-Feeling. WOW! Den wollte ich damals unbedingt sehen. Aber irgendwie erfuhr ich von all dem viel zu spät und verpasste den Zeitpunkt. Ich sah den Film also niemals im Kino. Erst Jahre später im Fernsehen und ich glaube da waren sogar Szenen geschnitten. Inzwischen steht er als DVD in meiner Sammlung in der Kiste neben vielen anderen Animes, wovon die meisten tatsächlich aus dem Hause Ghibli stammen. Mein erster richtiger Ghibli Film war übrigens “Chihiros Reise” und ich war total begeistert von all dem. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte mich die Faszination rund um die schönen Geschichten, die uns Ghibli präsentierte, gepackt und ich zog mir einen Film nach dem anderen rein. Zu meinen absoluten Favoriten gehört übrigens (neben dem Originalbuch) “Das wandelnde Schloss”, etwas traumatisiert hingegen hat mich “Die letzten Glühwürmchen” und manche Filme habe ich erst später so richtig verstanden… Wer Filme aus dem Studio Ghibli schaut, muss immer auch genau hinschauen und nachdenken. Das merke ich bei jedem Schauen wieder.
Studio Ghibli: Der inoffizielle Guide
So wie immer, wenn mich ein Thema interessiert, neige ich dazu mich mit Lektüre dazu einzudecken. So freute ich mich damals über jedes Buch zum Thema, das ich in der Bücherei fand. Wie Ihr euch sicherlich denken könnt, bot diese damals aber nicht so viel Stoff zum Studio. Umso mehr machte mein Herz einen kleinen Freudensprung, als ich im Frühjahreskatalog “Studio Ghibli: Der inoffizielle Guide” von Nelson bzw. dem Carlsen Verlag entdeckte. Es gibt zwar inzwischen so einiges Rund um das Thema, aber genau so etwas erfreut einen natürlich ganz besonders, wenn man ein wenig stöbern und dazu lernen möchte.

Hintergrundwissen und kleine Extras
Hinter diesem Guide verstecken sich Michael und Jake, die zusammen einen Podcast mit dem Namen “Ghibliotheque” führen (Achtung: Auf Englisch) und tief in die Welt der Filme und Hintergrundgeschichten eintauchen. Und vieles von dem Wissen, was sie sich angeeignet haben, teilen sie in diesem inoffiziellen Guide mit uns.
Dieser Umfasst Informationen zu den meisten Filmen, Figuren und mehr. Welche Bedeutung hat das Essen in den Filmen, warum spielen Fahrzeuge so eine große Rolle und wieso sind Monster nicht immer gleich Monster? Neben ausführlichen Vorstellungen der vielen verschiedenen Figuren und Schauplätze gibt es auch noch ein bisschen Mitmach-Action, um selbst etwas mehr Bindung zu den Geschichten aufzubauen. Dazu zählen Rezepte, kleine Spiele oder auch Bastelanleitungen und sogar ein Quiz.

Aus meiner Sicht eine schöne Sammlung an Informationen für die, die genauso große Fans der Filme aus den Ghibli Studios sind, wie ich und gerne noch mehr darüber lernen möchten. Aus meiner Sicht gehören die Filme mit zu den besten seiner Zeit und viele Figuren aus ihnen gehören zu meinen persönlichen Favoriten (neben Baymax und Ohnezahn, die aber von ganz woanders her kommen).
Haltet ihr nicht auch gerne mal nach Baumgeistern oder Rußmännchen Ausschau?
Das Buch ist, wie erwähnt bei Nelson erschienen und ist seit dem 29.01.2026 im Handel erhältlich. Es ist von vielen bunten Illustrationen mit durchzogen, für die sich unter anderem Lucy Chang verantwortlich zeigt. Es umfasst insgesamt 128 Seiten und richtet sich an ein Lesealter ab 8 Jahren.
*Anmerkung: Das Buch wurde uns als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


