12 in 2012 – Warum ich solche Angst habe!

Immer häufiger fragt Ihr mich, was denn nun aus der Shop-Sache geworden ist. Bleibe ich am Ball? Wird das noch was? So viele von Euch haben mir schon Tipps gegeben. Mir lange Mails und interessante Artikel, Unterlagen geschickt und ihre Hilfe angeboten. Es gibt so unglaublich viele Shops auf Dawanda und bei manchen frage ich mich manchmal wirklich, ob die Sachen auch tatsächlich gekauft werden *drop* Aber vielmehr denke ich immer wieder – Die werden sich doch auch nicht so verrückt gemacht haben. Warum tue ich mich dabei so verdammt schwer?

Als ich nun neulich mit dem Helden mal wieder darüber sprach, da wurde mehr und mehr klar: Ich habe Angst vor den Fehlern, die gemacht werden können. Beziehungsweise, nicht die Fehler, es sind vielmehr die Dinge, die man eventuell übersehen oder vergessen könnte. Schaut Euch doch nur die ständigen Abmahnwellen an. Da wird jemand verklagt, weil er eine Hundefoto irgendwo mal abgedruckt hatte, weil diese aussah wie die von einer Firma mit Wolfstatze (falls Ihr wisst, wen ich meine). Neuerdings bekommt man scheinbar Ärger, weil jemand bei Dir kommentiert hat und dabei ein Bildchen als Gravatar verwendet, das irgendwo geschützt ist. Die Lächerlichkeiten, auf denen gerne herumgeritten werden erscheinen schier unendlich. Und das macht mir, glaube ich, Angst. Und dabei will ich doch nur ein paar genähte und gehäkelte Sachen verkaufen, die ich ab und an herstelle, weil ich selber gerade keinen Bedarf habe, aber dennoch mich gerne kreativ beschäftigen möchte.

Da sind dann Fragen wie Kleingewerbe oder Nebengewerbe, wie groß aufziehen. Eigener oder Dawanda-Shop. Hier gibt es Gebühren, da nicht. Wie geht man mit den Steuern um… und und und. Und trotzdem frage ich mich jedes Mal: Machen sich die Dawanda-Verkäufer auch so verrückt. Und ich habe das Gefühl, dass da ein Stück weit an Aufklärung fehlt. Immer heißt es so schön “Richte Dir Deinen eigenen Shop in nicht mal 5 Minuten ein”. Der Wahnsinn, oder? Das klingt so unglaublich einfach und unkompliziert und man möchte das sofort machen. Und dann kommen die Einstellungsgebühren und wenn Du etwas verkaufst noch die Anteile, die Du zahlen musst. Das muss ja alles schon mal einkalkuliert werden. Dann kommt man doch irgendwann auf dich zu und fragt dich, ob du nicht doch lieber mal ne Steuernummer einrichten möchtest, die Steuererklärung wird komplizierter. Du brauchst einen “Schuhkarton” für Rechnungen und sowieso, wenn man ein Gewerbe anmeldet, muss man dann nicht auch Rechnungen schreiben…

Und zu allem Überfluss wird derzeit ja überall pausiert und teilweise sogar geschlossen, weil es mal wieder gesetzliche Änderungen und Anpassungen gibt, die die “Gemeinde” in Verzweiflung stürzen. Wer behält denn da noch den Überblick?

Und das nur für ein paar Täschchen und Tierchen? Versteht Ihr mich jetzt?

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17 Kommentare

  1. says:

    Ich kann Dich sehr gut verstehen und habe genau aus diesem Grund noch keinen Shop eröffnet. Es wurde auch an mich immer wieder die Frage gestellt, warum ich meine Sachen nicht verkaufen möchte (DaWanda).

    Für mich habe ich entschieden, keinen Shop zu eröffnen und nur so nebenbei mal eine Figur zu häkeln, für Freunde und Verwandte. Den Aufwand mit Steuererklärung usw. nehme ich nicht auf mich und Rechnungen schreiben nicht zu vergessen.

  2. Verstehe ich, sogar sehr sehr gut :/ Hier ist es genauso. Wirklich auf den Punkt genau. Und langsam glaub ich echt das bei Dawanda und Co mehr Schwarzarbeit herrscht als sonst wo :/ Ich kenne so viele Mamas die vom Hobby nähen groß ins Geschäft sind, von einen Tag auf den anderen ein Shop hatten, glaube nicht das die sich da überhaupt Gedanken gemacht haben.

    Ein Traum bleibt es weiterhin, aber aktuell sind mir die Risiken zu groß, grad wegen der Abmahnwelle, den Richtlinien, den Zertifikaten usw.

  3. Ich kann mich den anderen nur anschließen.
    Es ist frustrierend.
    Eine gute Freundin und ich, wir wollten auch schon seit eh und je es mal mit Dawanda versuchen.
    Einfach, weil wir uns -wie du auch schriebst- gerne kreativ beschäftigen und das über den Eigenbedarf hinaus. Und irgendwann mal hat man auch den letzten Verwandten und Freund beschenkt und dann…? Hobby aufgeben? Wohnung zumüllen lassen?
    Aber das mit Dawanda ist echt schwierig : /
    Einen Tipp, den ich geben könnte: Hobbymärkte/ähnliches. Bei uns in der Nähe gibt es nur einen, der recht schlecht besucht ist (da total abseits und in der Pampa, quasi und kaum Werbung), aber gedacht ist er, dass man selbstgemachte Sachen verkauft.
    Ich habe da schon zweimal mitgemacht und durchaus paar Sachen verkaufen können (wobei, wenn ich jetzt darüber nachdenke -ich weiß nicht, ob man da nicht auch irgendwas mit den Steuern/etc beachten sollte. Wobei explizit “Hobby”-Produktion angeboten werden sollte, nicht “Groß”produktion)

    Ansonsten wollte ich nur los werden, dass ich deinen Blog ganz toll/interessant finde *cherry* (ich mag deinen Schreibstil)
    :D khöhö.

  4. VOLLSTES VERSTÄNDNIS!! :)
    Das ist bei mir auch der Grund/sind die Gründe so was nicht zu machen! Du siehst, du bist nicht allein mit deinen Ängsten!
    Liebe Grüße aus Augsburg,
    Sylvia

  5. says:

    Über die Möglichkeit mir einfach mal einen Stand auf Kinderbasar und Trödel zu mieten, habe ich auch schon mal nachgedacht. Einfach um mal zu schauen, ob überhaupt Interesse an den Sachen wäre, aber mich verunsichert die rechtliche Lage einfach total. Aber so wirklich will ich mich auch nicht beim Finanzamt erkundigen, weil ich mir denke, dass die einem in jedem Fall irgendetwas aufdrängen wollen…die wollen doch alle am Ende nur Geld sehen!

  6. says:

    hallo sari, habe gerade nur ne spontane idee wie ich mich sichern würde- ob das ausreicht?
    und zwar lass dich je einmal beim finanzamt, gewerbeamt und möglicherweise ihk beraten. lass dir ein gesprächsprotokoll erstellen bzw. machs selbst und lass es abzeichnen. die beratungen sind kostenfrei und kommen von den entsprechenden behörden – die später ärger machen könnten. im notfall den ich aber mal nicht hoffe kann man sich auf das gespräch berufen und auf die mögliche nicht erwähnte information.

    nette grüße
    katja

    achso manchmal muss man über seinen schatten springen – wird schon schief gehen ;-)

  7. says:

    Ich verstehe dich auch nur zu gut.
    Ich habe ebenfalls überlegt einen Shop bei Dawanda einzurichten und als ich dann begann mir all die Regeln und Bedingungen durchzulesen, war ich ziemlich abgeschreckt, vieles habe ich in dem Wust an Vorschriften auch gar nicht verstanden wie es gemeint ist. Muss ich zum Beispiel für jedes eingestellte Teil Gebühren bezahlen oder nur für jedes auch verkaufte Teil usw. Egal, beides ist doof. Und dann die Copyrightrechte, falls etwas so ähnlich aussehen könnte…

    *hmpf* Herrje, ich verstehe dich absolut!
    Bin auch auf der Suche nach irgendeiner kinderleichten Erklärung (Webseiten, Ämter etc.) für sowas.

    liebste Grüße, *kitty*
    Jana vom Gänseblümchen

  8. Einfach ist es nicht und unserer Gesetzesdschungel sowie der Dschungel des Steuerrechts helfen da bestimmt nicht bei. Eine Beratung bei IHK, Finanzamt und Co. würde ich auf jeden Fall VORHER in Anspruch nehmen, damit du dich rechtlich absicherst.
    Doch die Abmahnwellen des Internets sind auch mir ein Graus und haben mich lange überlegen lassen, ob ich überhaupt einen Blog einrichtet. Einen Shop sicherlich nicht. Hobbymärkte, Weihnachtsmärkte, Kreativmärkte sind doch eine tolle Gelegenheit, ob du dich dabei beim Finanzamt anmelden muss, weiß ich nicht. Doch wenn ich bedenke, dass gerade hier in der ländlichen Region immer wieder auch Vereine solche Märkte organisieren, kann ich es mir ehrlich nicht vorstellen oder das es eine Grauzone ist.
    Die vom Finanzamt wollen übrigens kein Geld machen, sondern haben die Aufgabe zu beraten. Vielleicht kennst du auch einen Steuerberater, der dir Tipps geben kann.
    Es kommt bestimmt auch immer au die Größenordnung des Verkaufes an.
    Manchmal sind Gedanken hinderlich und doch können sie dich vor großen Enttäuschungen und finanziellen Desastern bewahren.
    Doch ein Sprung ins Wasser bleibt es dennoch, egal wie du dich entscheidest.

    Viel Glück und etwas Mut.

  9. says:

    Liebe Sari,
    ganz ehrlich. Wenn Du wirklich diese Zweifel hast, solltest Du das nicht machen.
    Sammle lieber ein paar schöne Stücke und versuche sie auf Flohmärkten oder ähnlichen Veranstaltungen zu verkaufen. Oder versuch einen kleinen Laden aufzutun, der Dir die Sachen in Kommission verkauft. Eventuell auch im Second-hand-Laden. Oder biete Sie hier in einer eigenen Rubrik zum Verkauf an. Oder bei ebay Kleinanzeigen, etc.
    Taste Dich erst mal an diese Sache heran.

    Wenn Du dann irgendwann denkst, dass Du das doch dauerhaft machen willst, kannst Du immer noch über einen Shop nachdenken. :-)

  10. says:

    @Katja: Na Absichern so oder so!

    @Jana: Bin ich ja froh, komme ich mir nicht ganz so…hmm…schwer von Begriff vor :)

    @Eva aus Sockenbergen: Ja, das wäre mal interessant!

    @Lumini: Das ist wohl wahr. Zweifel machen das ja nun auch nicht gerade besser, nicht wahr? Aber wenn ich hier ab und an ein Einzelstück anbiete, ist das legitim?

  11. Das mit dem Abmahnen kann dir immer passieren, auch hier auf deinem Blog. Das hat mit einem Gewerbe nichts zu tun. Und auch wenn du glaubst, dass du keine urheberrechtlich geschützen Bilder verwendest, gibt es immer noch die Sache mit den Gravataren. Deshalb habe ich diese Funktion auf meinem Blog deaktiviert.

    Und was das Gewerbe betrifft. Wenn du nur Sachen für Freunde und Verwandte als Geschenk machst, brauchst du dir keine Sorgen machen, aber sobald eine Gewinnerzielungsabsicht dahinter steckt, musst du es anmelden. Dazu gehören auch der Flohmarkt, Dawanda, dein Blog oder Shop. Wenn du den Papierkram scheust, dann belass es besser bei einem Hobby und du hast auch keinen Stress damit. Es ist aber nicht so viel Arbeit, wie man sich denkt. Man muss sich da nur einmal durchwursteln oder ggf. einen Steuerberater fragen. Ich werde wohl demnächst ein Gewerbe anmelden.

  12. Ka says:

    Soweit ich weiß, kann man als Kleinunternehmer (bis 50.000 Euro Umsatz im Jahr) auf die Angabe der Umsatzsteuer verzichten (Gewerbeanmeldung natürlich trotzdem), das vereinfacht die Sache glaube ich, wenn man kein Riesengeschäft damit machen will, also für Hier-und-da-Verkäufe und auch Flohmärkte usw.

  13. says:

    Natürlich kann ich deine Sorgen sehr gut verstehen. Besonders weil ich a.) auch einen Shop hatte und wieder geschlossen habe (wegen den Gründen oben) und b.) es tagtäglich in den Laden meiner Eltern miterlebe…Rechnungen, Quartalsbilanzen und und und…
    Und wenn ich dann auch noch jetzt sehe & lerne was wir in BWL zu diesen Thema machen…oioioi…

    Wie auch immer du dich entscheiden mögest, ich drücke dir die Daumen und verspreche Dir dich zu unterstützen wie es mir möglich ist!

  14. says:

    Das ist letztlich auch nicht schwieriger als Häkeln lernen, am Anfang hat man keinen Plan und alles sieht superkompliziert aus und je mehr man darüber lernt, umso einfacher wird es.
    Die VHS bietet immer Kurse zu solchen Themen (meistens unter dem Stichwort “Existenzgründung”), da kann man sich günstig informieren.

    Steuer kann man auch von einem Steuerberater machen lassen, dafür sind die nämlich da. Dann bekommt man halt ein bisschen weniger Geld, weil man ja auch den Steuerberater bezahlt, ist dafür aber auf der sicheren Seite. Und wenn man das Ganze eh nur zum Spass macht…

    Diese bekloppten Abmahnwellen in Deutschland sind allerdings wirklich lästig (was bin ich froh, dass mir jetzt kein übereifriger Anwalt mehr wegen fehlendem Impressum etc. auf die Nerven fallen kann!), da würde ich einfach in eine Rechtsschutzversicherung investieren, die kann man eh immer mal brauchen. Da Du ja keine Designs mutwillig klaust, bist Du da eigentlich relativ sicher.

    Mit sowas wie einem DaWanda Shop kann man doch ganz klein anfangen und erstmal üben. Mach eine Aufstellung über die Kosten, wenn etwas nicht ganz klar ist, schreib denen eine Email und frag nach. Es gibt doch auch sicher andere Leute die Du kennst die bei DaWanda Sachen verkaufen, unterhalte dich doch mit denen mal! :)

    Wenn Du weisst, welchen Anteil die Kosten für DaWanda betragen, kannst Du aus deinen Materialkosten plus Dawanda plus was immer Du daran verdienen möchtest Preise kalkulieren. Anfangs ist das noch kompliziert, nachher wird es einfacher.

    Und wenn es alles doof ist und gar nicht klappt kannst Du ja jederzeit wieder aufhören. Aber gar nicht probieren weil Du zuviel Angst hast dass etwas schief gehen könnte ist auch doof! Wer nicht wagt… ;)

  15. says:

    @Windmeer: Ja, das mit Gravtar ist echt Mist…langsam wird es wirklich lächerlich!

    @Ka: Ja, die Tendenz geht wenn überhaupt in Richtig Kleingewerbe!

    @Ella: Dank Dir ;)

    @Andrea: Aba ich bin doch so ein Schisser *lach* Ja, das mit Dawanda macht natürlich Sinn, aber gleich einen Steuerberater beschäftigen für ein paar Genähte und Gehäkelte Sachen….?

  16. alexandra says:

    Die meisten Abmahnungen werden aufgrund von Urheberrechtsverletzungen erstellt und da greift KEINE Rechtsschutzversicherung.
    Und ob mutwillig oder nicht, das spielt keine Rolle. Es gibt genügend Beispiele, Tierpfote, Apfel, etc. wo keine böse Absicht und Unwissenheit dahinter steckte.
    Dawanda ist zu einem Beispiel für die typisch deutsche Bürokratie geworden. Und warum das so ist, dazu habe ich meine eigene ganz persönliche Meinung…

  17. @Lumini: Ganz so einfach ist das nicht.

    Ein Laden kauft einem nur dann Sachen ab, wenn man eine Rechnung schreiben kann. Und das kann sie nur, wenn sie ein Gewerbe hat…
    Ohne Gewerbe kann man sicher, wenn man einen Ladenbesitzer gut kennt, mal nachfragen. Aber viel wird da nicht bei rum kommen, denn der Ladenbesitzer gibt dann ja quasi einen Teil von seinem Gewinn weg. Den Gewinn muss er in den Büchern angeben, aber über die Provision hat er dann keinen Nachweis. Das Geld ist dann weg.

    Und zum Thema Märkte: Da wäre ich vorsichtig.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass da auch gern mal Kontrollen unterwegs sind (grade in Großstädten) und überprüfen, ob die Standbetreiber denn auch wirklich verkaufen dürfen.

    Sari, wenn es “nur” wegen dem Schreibkram ist, dann ist ein Steuerberater das beste.
    Er kostet halt, das musst du dann auch unbedingt mit einkalkulieren, zusätzlich zu den AGB ect.

    Wenn es dir nur um den Spaß an der Sache geht und dir wirklich so unsicher bist, wie es aus deinem Post rüber kommt, dann solltest du vielleicht wirklich noch warten oder es bleiben lassen.
    Du kannst ja dennoch Sachen herstellen und dann zu Geburtstagen ect. verschenken.

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