Das “Ministerstwo Magii” in Stettin
Enthält unbezahlte Werbung*
Während sich die wenigen Tage am Meer vor allem dem Schwerpunkt des Durchatmens widmeten und eher ruhig und überschaubar ausfielen (wie gesagt: Eine Mischung aus Spaziergängen und gutem Essen), gab es dennoch am letzten Tag ein kleines Highlight für uns (oder sagen wir ehrlich gesagt mal mich), das wir uns schon vor drei Jahren in Misdory vorgenommen hatten. Da ich aber damals am Ende total krank wurde, mussten wir den Zwischenstopp auslassen und fuhren direkt nach Hause. Dieses Mal planten wir aber den Rückweg direkt so, dass wir einen Zwischenstopp in der polnischen Stadt Stettin einbezogen, um dort das “Ministerstwo Magii” zu besuchen. Ein Harry Potter Themen basiertes Restaurant mit vielen kleinen Extras und ganz viel Magie.
Das “Ministerstwo Magii” in Stettin
Ich glaube auf das Restaurant kam ich damals, weil ich irgendwo ganz dunkel mal davon gehört hatte, dass es so etwas geben solle und dann in Misdroy einfach mal danach googelte. Da Stettin an der Odermündung und nicht am Meer liegt, was wir ja nun ursprünglich als Ziel hatten, war die Stadt eben nicht unser Hauptziel bei dieser Auszeit. Sie lässt sich aber ganz wunderbar als Zwischenstopp auf dem Weg nach Berlin einbauen. Von Swinemünde fuhren wir etwas über einer Stunde, parkten das Auto dann im Parkhaus einer Shopping-Mall (ist zu empfehlen, da nicht so teuer) und gingen die ca. 15 Minuten Weg dann zu Fuß.

Auf den ersten Blick sieht alles von Außen recht unspektakulär aus. Nur ein lila Hut (der verdächtig an den sprechenden Hut) erinnert und ein paar Banner durch die Fensterscheibe lassen einen erahnen, dass man am richtigen Ort ist.

Betritt man die überdachte Terrasse, kann man zudem viel Grün und sogar Alraunen entdecken, die die Fensterscheiben zieren. Doch das Wetter war diesig und nass, so dass wir um Punkt 12 Uhr das Restaurant betraten, um drinnen zu sitzen. Und das war auch gut so, denn drinnen gibt es so viel zu entdecken.

Ein kleiner Tipp am Rande: Auf ihrer Webseite steht, dass das Restaurant um 13 Uhr öffnet, tatsächlich haut das nicht ganz hin. Laut Google öffneten sie bereits um 12 Uhr und diese Zeit stimmt auch. Auf der Webseite steht zudem, dass man einen Tisch reservieren kann (oder sollte), wir kamen aber ohne Probleme ohne Reservierung rein und waren die erste halbe Stunde tatsächlich auch erst einmal alleine in dem Laden.

So viel zu entdecken… die Liebe steckt im Detail
Das war auch gut so, denn so fühlte sich niemand davon gestört, dass ich durch das Restaurant wanderte um all die Kleinigkeiten zu entdecken, die überall an die geliebte Magische Welt erinnerten.

Das Personal scheint dieses Verhalten allerdings gewöhnt zu sein *lach*, denn auch spätere Gäste liefen umher und machten Fotos. Das scheint allerdings auch gewollt zu sein, denn es gibt die eine oder andere Ecke, die wie ein Foto-Point regelrecht dazu einlädt.

Es gibt mehr oder weniger vier Bereiche, die schön gestaltet waren. Unser Tisch befand sich scheinbar im verbotenen Wald, denn die Decke war mit Blättern und Ästen behangen und ein großer Baum stand in der Ecke, der einen Vogel beherbergte. Ein Raum erinnerte ein wenig an die Winkelgasse.

Ein Bereich war mit Steckbriefen und den bekannten Regeln von Umbringe geschmückt, mit einem wunderschönen Glasfenster und einem Drachen, der über unseren Köpfen in den Wolken schwebte.

Ganz hinten entdeckten wir dann auch nochmal einen Raum, der wohl in Richtung Quidditch und Dementoren ging. Die Wolkendecke leuchtete blau und lila, Harry flog mit seinem Besen hinter einem Fenster entlang und schwarz gewandete Gestalten hingen an den Seiten.

Und mittendrin kleine Besonderheiten wie ein Durchgang, der an den Spiegel Nerhegeb erinnerte und mehr.

Ein kleines Highlight: Die Toiletten!
Ich kann es euch nur empfehlen! Es gibt zwei individuell gestaltete Toiletten, die beide ebenfalls an einen besonderen Ort erinnern und sogar noch ein kleines Highlight bereit halten. Sie sind sauber und geräumig und wenn man nicht aufpasst, kann man mit dem Entdecken der Details glatt etwas zu viel Zeit dort verbringen.

Spoilerwarnung: Was für ein Geheimnis gibt es auf dem Klo! Nur aufklappen, wenn ihr es wirklich schon vorher wissen wollt.
Wenn ihr den Toilettenbereich betretet, dann könnt ihr eine Stimme vernehmen, die sich scheinbar auf einer der beiden WCs eingenistet hat. Sie spricht zwar auf Polnisch, aber ihr ahnt sicherlich schon, wer da sein Unwesen treiben könnte…

Eine magische Speisekarte oder eher ein Zauberbuch?
Natürlich ist man ja eigentlich aus einem anderen Grund im “Ministerstwo Magii” : Zum Essen. Dementsprechend haben wir viel Zeit mit dem Durchstöbern der Speisekarten verbracht. Ja, Mehrzahl. Man bekommt zu Beginn quasi drei Karten. Eine mit Burgern und speziellen Getränken, eine reine Getränkekarte und dann nochmal eine ausführliche Karte mit vielen verschiedenen Bereichen.

Gut ist, dass es vor allem normale Speisen sind, so dass man definitiv auch das Kind satt bekommt. Burger, Pommes, Nuggets und Pizza gehören genauso dazu, wie etwas ausgefallenere Speise, die allesamt natürlich ganz außergewöhnliche Namen und Beschreibungen bekommen haben.

Leider habe ich erst im Nachgang verstanden, dass der Heuler (der Brief) von Molly an Ron als Speise eher als deftige Hauptspeise galt, weil ich diesen eigentlich als gemeinsamen Nachtisch für uns vorgesehen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir schon ein “The Witch in the Hat” bestellt (Nudeln in Steinpilzsoße). Die Kinder aßen natürlich goldenes Filet aus dem Dragon Tower, etwas Zauber der Knusprigkeit und der große Sohn versuchte einen Dragon Craftsaw Lumbercutter (also einen Drachenburger).

Allesamt wirklich lecker, die Sachen. Wirklich… in Polen kann man verdammt gut und lecker essen. Ein weiteres Highlight waren aber auch die Getränke. Man konnte sich magische Cocktails mit speziellen Effekten bestellen, aber auch normale Getränke. Da wir ja noch eine lange Fahrt vor uns hatten, bekamen wir auf Nachfrage spezielle Säfte mit Bubbles drin, die rauchten, wie Zaubertränke.

Als sie uns dann unsere Getränke brachte, stellte die Bedienung auf einmal einen schwarzen Kessel auf unseren Tisch und erklärte uns einen Zauberspruch, den wir dann gemeinsam aufsagen sollten und Zack: Auf einmal sprudelte gigantischer Rauch aus dem Kessel und bedeckte den gesamten Tisch. Das fanden die Kinder und wir natürlich super spannend und faszinierend und der Effekt war einfach toll.

Leider waren der sprechende Hut und eine andere magische Leckerei zum Nachtisch an diesem Tag nicht verfügbar, aber der Kinder Country Kuchen schmeckte den Jungs dennoch unglaublich gut.
Insgesamt ein schöner magischer Abschluss für uns
Das “Ministerstwo Magii” in Stettin ist wirklich einen Besuch wert. Meiner Meinung nach und ich glaube im Nachgang hat es auch den Kinder eigentlich ganz gut gefallen. Preislich lag es auch absolut im Rahmen und war jetzt nicht unbedingt teurer als andere Restaurants, die wir in Polen bisher besucht hatten.

Die Atmosphäre im “Ministerstwo Magii” ist wirklich schön. Im Hintergrund läuft die ganze Zeit Musik, die uns wirklich ein wenig in die magische Welt abtauchen lässt und die Bedienung war extrem bemüht, dass wir uns auch wirklich wohl fühlten. Man sollte sich wohl für die Karte ein wenig mehr Zeit nehmen, wenn man experimentierfreudig ist, denn sie bietet im Grunde viele verschiedene kulinarische Leckereien.

Neben dem Deftigen, was wir an dem Tag gewählt hatten, gibt es nämlich aus süßes Mittagessen in Form von Mollys Pancakes, aber auch Salate, Pasta, Suppen und mehr.Ab und an kann es wohl auch passieren, dass es kleine magische Überraschungen oder auch Rätsel gibt und man versteckte Besonderheiten in der Karte bestellen kann.

Zum Abschluss gab es dann für beide Kinder noch ein kleines Andenken in Form eines Buttons mit einem Drachen darauf. Sollten wir irgendwann noch einmal nach Stettin kommen steht schon jetzt für mich fest, dass es dann direkt gerne noch einmal in das “Ministerstwo Magii” gehen darf, um noch mehr von der Karte zu testen.
*Anmerkung: Der Besuch des Restaurants ist keine Kooperation und wurde aus eigener Tasche bezahlt.


