Fluss der Wunder von Ann Patchett

“Als der Biologe Anders Eckman auf der Suche nach Dr. Swenson im brasilianischen Regenwald verschwindet, soll Swensons ehemalige Studentin Marina Singh dem Fall nachgehen und die eigenwillige Forscherin aufspüren, die sich seit Jahren weigert, Berichte an ihr Institut zu liefern. Marina folgt Eckmans Spuren und wagt sich auf eine gefährliche Reise ins dunkle Herz des Amazonas, um zu klären, was es mit Swensons geheimnisvollen Studien über die Fruchtbarkeit der Ureinwohner auf sich hat. Doch je näher sie ihrem Ziel auf dem Rio Negro entgegenreist, desto klarer wird ihr, dass sie sich nicht nur den Gefahren des Urwalds, sondern auch ihren eigenen Ängsten stellen muss … Fluss der Wunder ist ein intelligenter Abenteuerroman mit einer faszinierenden Heldin, ein packendes Stück Literatur über Wissenschaft und Moral, den Schrecken der Natur und das Grauen im Herzen eines jeden, der Grenzen überschreitet, an denen kein Mensch jemals rühren sollte.”

Das Buch fängt langsam an. Wobei ich sagen muss, dass gerade die Art und Weise, wie es geschrieben ist, also die Wortwahl und der Schreibstil mich an das Buch gebunden haben. Nicht selten entscheiden ja gerade die ersten Sätze oder Seiten, ob man dem Buch treu bleibt oder nicht. Als ich schon recht weit war, war ich doch etwas verwundert darüber noch nicht im Amazonas angekommen zu sein. Wir lernen ersteinmal einiges über die Protagonistin, ein wenig über ihre Vergangenheit, die aber eine Rolle spielt und ihr Verhältnis zu der Wissenschaftlerin erklärt, die sie suchen soll und über ihre Beziehungen zu den verschiedenen Menschen in ihrem Umfeld. Das alles scheint erstmal seine Rolle zu spielen und hilft uns die Zusammenhänge ein wenig besser zu verstehen, hätte aber vielleicht auch etwas kürzer ausfallen können. Insgesamt ist die Geschichte aber aus meiner Sicht interessant geschrieben und gibt gute Einblicke in das Leben am Amazonas und erinnert zeitweise ein wenig an eine wissenschaftlichen Thriller. Mir fiel es recht leicht mich in die einzelnen Charaktere hinein zu fühlen, wenn auch nicht in jeden, aber nicht jeder war für das Vorwärtskommen in dieser Geschichte wirklich wichtig.

Zeitweise hatte ich den Eindruck, dass man an manchen Stellen etwas zu ausführlich wurde, wodurch die wirklich interessanten Dinge ein wenig auf der Strecke blieben, was man unter anderem daran sieht, dass die eigentliche “Achterbahnfahrt” erst gegen Mitte des Buches losgeht. Ich denke, da hätte man inhaltlich durchaus ein wenig mehr drauß machen können.

Insgesamt fand ich die Geschichte aber durchaus interessant und es war mal etwas vollkommen anderes zu dem, was ich sonst so immer lese und würde es durchaus auch weiterempfehlen.

***

Ein paar wichtige Infos am Rande:
Das Buch wurde mir von “Blogg Dein Buch” zur Verfügung gestellt und ist direkt hier bestellbar. Es stammt aus dem Bloomsberry Berlin Verlag und umfasst 380 Seiten. Etwas Wissenschaftlich behaftet und teilweise etwas zäh, aber durchaus mal für Zwischendurch zum Lesen geeignet.

2 Kommentare zu „Fluss der Wunder von Ann Patchett“

  1. Mich spricht der Klappentext so gar nicht an…ich denke nicht, dass es ein Buch für mich wäre.

    Gerade mit dem Armband bin ich überhaupt nicht zufrieden…sollte ja ganz anders werden,wollte es aber nicht *angry*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.