Als mein Kind aufhörte Fleisch zu Essen…

Fische sind niedlich, ich möchte mit ihnen kuscheln!

Es fing alles ganz harmlos an. Wir machten mal wieder Fisch. Da wir wussten, dass der Miniheld eher von der Fraktion Fischstäbchen als Seelachs in Dillsoße war, gab es für ihn eben diese und für uns das andere. Man ist ja Kompromissbereit, so ist es ja nicht. Bisher war das auch nie ein Problem, bis plötzlich der Tag kam, an dem der Miniheld verkündete, dass er keinen Fisch mehr essen würde. „Ich mag Fische, ich finde sie so niedlich und sie tun mir leid“, waren seine Worte dazu und der Held und ich schauten uns ziemlich überrascht an diese Worte aus dem Munde eines damals noch 4 jährigen Kindes zu hören. Eine Phase sagten wir uns und beließen es dabei. Es gibt Schlimmeres als ein Kind, das keinen Fisch essen möchte.

Fleisch

Fleisch? Dann doch lieber Tomaten!

Es zog sich dann aber auch weiter. In der Kita und auch woanders wurde der Fisch nun konsequent abgelehnt. Nach und nach fiel uns dann aber auch auf, dass der Miniheld grundsätzlich immer seltener zu Fleisch griff (und ja, ich weiß Fleisch ist nicht gleich Fisch). Der Hamburger von der Fast-Food-Kette wird zwar immer noch gerne gegessen und die Lieblingssalami geht auch nach wie vor immer, aber es blieb doch immer häufiger vor allem das Fleisch auf dem Teller liegen und es wurden nur die Beilagen gegessen. Nudeln und Reis, Tomaten (seeehr beliebt), Obst…im Grunde kann man das Kind den gesamten Tag ausschließlich von Tomaten und Obst ernähren. Und Süßgkeiten natürlich. Für die ist immer Platz.

Es könnte schlimmer sein!

Nun sitzen wir da und schwanken hin und her. Wieviel Fleisch ist zu wenig Fleisch. Ab wann sollte man an einen Ausgleich denken. Und gleichzeitig das Wissen, dass es immer noch schlimmer sein könnte, als ein Kind zu haben, dass nur eher selten Fleisch und dafür andere Sachen lieber ist. Die Problematik daran ist, dass wir so langsam den Eindruck gewonnen haben, dass das Kind insgesamt mal wieder recht wenig isst. Das ist uns jetzt nicht unbekannt, diese Phasen gibt es immer: Fressen ohne Ende, wenn der Wachstumsschub ansteht und kaum essen in den Zwischenphasen. Wenn man dann aber ein Kind hat, dass nahezu jeden Tag Stunden lang sportlich unterwegs ist, ist es ja auch wichtig, dass es ausreichend zu sich nimmt, was es dann auch wieder gut verbrennen kann. Vor allem Kohlenhydrate.

Noch isst es ab und an Fleisch. An manchen Tagen mal mehr und an anderen Tagen dafür nahezu überhaupt nicht aber ich bin nun doch gespannt, ob sich hier bei uns ein kleiner Vegetagierer entwickelt. Vielleicht ist es am Ende aber auch einfach nur mal wieder eine Phase, wer weiß!

Wie ist das? Kennt Ihr das? Kommt Euch das irgendwie bekannt vor? Erzählt doch mal!

sari-unter

Kategorie Heldenkinder

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

8 Kommentare

  1. Also ich kann aus meiner eigenen Kindheit berichten, dass ich auch nicht viel Fleisch gegessen habe. Wenn er aber Nudeln, Reis, Kartoffeln und so isst, sind das auch genügend KH. Müsst Ihr halt drauf achten, dass er aber auch Sachen isst, die Eisen-Lieferanten sind.

    • Sarah Kroschel

      Ja, das Eisen. Das liegt hier zumindest bei mir in großem Mangel vor, da müssen wir wirklich drauf achten

  2. Wir haben hier auch immer wieder Phasen zumindest zu Hause wo extrem nur das eine gegessen wird. Mal isst der Große auch nur ein Stück Fleisch und nichts anderes dazu, dann nur Gemüse und Kartoffeln etc. und kein Fleisch. Früher liebte er Leberwurst dann 2 Jahre nicht und dann hatte er Tage da hat er sich 3!!! Leberwurstbrote reingezogen. Ebenso ist es bei manchen Obstsorten.
    Ich denke immer, das sie sich das holen was sie brauchen, aber bei uns ist es auch noch eher ausgeglichen, als wie es bei euch klingt. Würde es denke ich weiter beobachten und schauen wie es ihm allgemein geht. Ich esse selber vorallem unter de Woche wenig Fleisch, aber die Nährstoffe kann man ja auch über andere Sachen reinholen.

    • Sarah Kroschel

      Ach diese ich esse Wochen lang nur Leberwurst-Phasen usw., die habe ich ja selbst als Erwachsene noch ;)

  3. Wenig Fleisch essen ist kein Beinbruch. Diese Phasen, die auch mal länger als ein zwei Monate andauern, kenne ich auch zu gut. Warte mal die Grillsaison ab, ob er dann auch die Wurst vom Grill verschmät und lieber Gemüse vom Grill ist. Bei uns ist es beim Grillen genau anders herum: Da wird am liebsten nur Fleisch gegessen. Bis wir mal angefangen sind alles mögliche auszuprobieren und dann Fleisch/Wurst zu portionieren. Salat isst aber leider keines der Kinder hier.
    Ich kenne die Sorgen, die du dir/ihr euch um eine ausgewogene Ernährung sehr gut. Wir hatten es mit Obst und Gemüse, da das große Kind sich zwischenzeitlich am liebsten nur von Nudeln ernährt hätte. Das war auch so mit vier/fünf Jahren. Eine wirklich schwierige Zeit für uns Eltern, da wir uns Sorgen um eine Mangelernährung gemacht haben. Als Ausgleich haben wir dann zig Säfte und Marmeladen ausgetestet, um ihr wenigstens einige Nährstoffe und Vitamine zugänglich zumachen. Fleisch war da auch kein Thema. Nur Fisch essen hier witzigerweise alle Kinder gerne, genauso wie Spinat.
    Ich selbst hatte noch Großeltern, die einen Bauernhof hatten und weiß, dass Tiere sterben müssen, damit wir sie essen können, dass haben wir den Kindern weitergegeben und auch schon selbst Bauernhöfe besucht. Fleisch darf man essen, nur nicht ständig und in Maßen. Aber sie wissen auch, dass Gemüse und Obst nicht zu jeder Jahreszeit verfügbar ist und essen Erdbeeren nur im Sommer, Rotkohl zumeist im Winter. (als Beispiel).

    Macht euch nicht allzu viele Sorgen. Tierische Eiweiße kann man auch über Milch, Joghurt und Käse zusichnehmen und wer nur ab und an Fleisch ist, lebt laut Gesundheitswissenschaftler so oder so gesünder. Die Kinder holen sich meist was sie brauchen (vgl Phasen des Übermäßigenessens oder des extrem wenigen Essens).

    • Sarah Kroschel

      So sieht es aus, es muss nur eben nach den passenden Alternativen geschaut werden. Aber ich glaube die Nudelphase hat jedes Kind irgendwann, oder?

  4. Kenne ich :D Der Zwerg ist genaus, Fleisch und Fisch sehr sehr selten. Bei Fisch meist nur Fischstäbchen, alles was nach „Tier“ aussieht rührt er nicht an „Mama das musste wegen uns sterben, das will ich nicht“
    Auch kam eine Zeitlang „Mama welches Tier war das?“ „Schwein“ „Nein Mama, das mag ich nicht, es soll kein Tier wegen mir sterben, Schweine sind doch so lieb“
    Paar tage später, isst er es doch wieder mit den kommentar „Aber Schweine sind leider sehr lecker“ xD

    Ich dachte auch, das er sich eher Vegetarisch entwickelt, weil er viel nachfragte und hinterfragte. Auch wie es geschlachtet wird usw. Aber es war immer nur Phasenweise. Genauso das Essen wie ein Spatz und das fressen wie ein Scheunendrescher.

    Ich denke einfach, die Kinder machen sich gerade in der Zeit wo sie eh viel Fragen, da mehr Gedanken, wo etwas her kommt. Der Zwerg fragte auch teils bei Gemüse oder Nudeln. Kombinieren und hinterfragen.
    Kinder irgendetwas rein zwingen, finde ich mega scheiße. Gibt so ein paar, die meinen ein Kind muss das und das und jenes essen -.-“

    Ich lass ihn da auch Freihand und irgendwann isst er das schon wieder (oder eben nicht, ich mag ja auch nicht alles)

    • Sarah Kroschel

      Haha, Schwein schmeckt einfach zu lecker…das habe ich so noch nicht von meinem gehört, aber ja, zwingen bringt nix. Es gibt immer genug Alternativen und noch weiß man ja auch nicht, wie sich das weiter entwickeln wird.

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