Warum ich die Weihnachtszeit so liebe…

Weihnachtszeit

Wer mich kennt, der weiß es: Ich bin der totale Weihnachtsmensch. Am Liebsten würde ich es so machen, wie man es aus den ganzen Weihnachtsfilmen kennt: Jedes Fenster und den Vorgarten mit bunten Lichtern voll hängen, das ganze Haus von oben bis unten Schmücken. Jede Woche Adventsessen veranstalten und einen riesigen Berg Geschenke für jeden unterm Baum haben.

Das ganze Jahr freue ich mich auf die Weihnachtsmärkte, den Duft, die Musik, das Basteln und Backen. Dazu singen und durch die Zimmer tanzen. In den Händen haltend eine Schüssel voll Teig für die nächste Fuhre Kekse und dabei trage ich mein Weihnachtsoutfit mit einer passenden Backschürze.

Und wie sieht die Realität aus?

Ganz ehrlich? Ziemlich ähnlich *lach*. Gut, es hängen jetzt nicht ganz überall Lichter (man denke an die Stromkosten), ich komme natürlich nicht jeden Tag zum Backen und Basteln, aber dann und wann. Und wenigstens ein Besuch des Weihnachtsmarktes muss ja schon drin sein, nicht wahr?

Inzwischen sind wir auch sehr bemüht jeden Sonntag wenigstens für uns ein Festtagsessen zu bereiten. Es gibt eigentlich immer etwas kombiniert mit Rotkohl und Klößen und dabei zünden wir den Adventskranz an, sitzen beisammen und im Hintergrund läuft leise Weihnachtsmusik.

Ich habe ein zwei Weihnachtspullis und wer unser Haus betritt, der entdeckt hier und da auch ein bisschen Weihnachtsdekoration. Ihr merkt also: Es kommt der Vorstellung von oben ziemlich nahe.

Doch warum liebe ich die Weihnachtszeit so sehr?

Eigentlich ist es eine schreckliche Jahreszeit. Es ist dunkel. Kalt. Nass….selten schneit es tatsächlich. Es ist eigentlich sogar die Jahreszeit, in der viele traurige Dinge passieren. Zumindest habe ich diesen Eindruck in den letzten Jahren gewonnen und manchmal fällt es mir etwas schwer, die gute Laune aufrecht zu erhalten. Aber andererseits: Ein neues Highlight für den Dezember – Unser Heldenkind wurde geboren. Meine Schwester feiert Geburtstag. Nikolaus, Adventskalender, Kränze, Lichterketten…und eben all die Dinge, die ich oben aufgezählt habe.

Früher, als ich noch keine Kinder hatte, da trafen wir uns mit Freunden, um gemeinsam Kekse zu backen. In der Nacht vor Weihnachten saßen wir gemeinsam vor dem Fernseher und sangen Weihnachtslieder bei Karaoke und Glühwein. Wir gingen über die ganzen Märkte, die Berlin so zu bieten hat und ließen uns berieseln von der Weihnachtszeit.

Heute, mit Kindern, da ist es natürlich ein bisschen anders.

Ich fühle mich in meine Kindheit zurück versetzt.

Ich saß am Tisch. Bunte Pappe lag vor mir ausgebreitet. Und ich bastelte. Sterne für das Fenster. Bilder für die Eingangstür. Salzteig – Anhänger für den Weihnachtsbaum. Meine Mutter und ich standen in der Küche und viele leckere Kekse entstanden nach einem Rezept, das wir damals von meiner Vorschullehrerin bekamen (das beste Keksrezept ever…und es ist spurlos verschwunden). Ich durfte Riesenrad auf dem Weihnachtsmarkt fahren und das bunte Kinderkarussel und einmal im Jahr durfte ich ein Lebkuchenherz mit nach Hause nehmen, das ich niemals aß. Es war einerseits zu schaden und schmeckte andererseits eh nicht. Aber es sah toll aus.

Ich verbinde so viele schöne Kindheitserinnerungen mit der Weihnachtszeit und das hat mich irgendwie zu einem Weihnachtsmenschen gemacht. Ich glaube irgendwie ist es mir auch gelungen dieses Gefühl an meine Kinder weiter zu geben. Der Miniheld ist inzwischen bereits im Oktober genauso aufgeregt wie ich. Dieses Jahr haben wir ja auch schon früh mit den ersten Bastelarbeiten begonnen und haben die Tage runter gezählt, bis es endlich legitim wurde, die Lichterketten aufzuhängen und Weihnachtsmusik zu hören. Sogar gebacken haben wir schon mit dem Lieblingsfreund des Minihelden. Herrlich.

Jetzt, wo das Heldenkind da ist, ist es etwas schwieriger immer wieder mal zu basteln und zu backen. Der kleine Mann ist so mobil und möchte überall dabei sein, dass man selten mal die Hand frei hat. Aber gemeinsam können wir viele andere Dinge erleben.

Die Menschen verändern sich in der Weihnachtszeit.

Wie ich neulich erzählte, standen dieses Jahr das erste Mal Nachbarn vor unserer Türe und drückten uns Kalender für die Kinder in die Hand. Was für ein großartiges Gefühl. Aber nicht nur das. In der Gegend, wo wir wohnen, da lohnt es sich am Abend mal einen Spaziergang zu machen. Alle Häuser sind beleuchtet und geschmückt und es ist, als ob man durch eine gigantische Lichterlandschaft läuft. Als strahlt und glänzt und überall gibt es viele schöne Kleinigkeiten zu entdecken. Ich liebe es… es fehlt eigentlich nur noch der Schnee.

Man möchte wieder mehr zusammen rücken, jetzt am Ende des Jahres. Noch ein paar Dinge erledigt wissen, bevor das neue Jahr beginnt und eventuell letzte Vorsätze umsetzen. Es gibt viele schöne Anlässe, um sich zu sehen und gemeinsam etwas Besinnlichkeit zu erleben und das liebe ich an der Weihnachtszeit.

Man findet nochmal ganz anders Zeit für sich und seine Lieben.

Und auch, wenn man in diesem letzten Monat manchmal vor Stress und Chaos nicht weiß, wo man dieses Gefühl gebührend unterbringen soll, so ist es doch da. Irgendwo zwischen letzten Abgabeterminen, Projekten und Vorweihnachtsstress. Irgendwo. Wie ein kleiner Funke. Man muss ihn nur finden, greifen und erhalten und mit ein kleines bisschen Hilfe erhellen.

Ich liebe die Weihnachtszeit. Und Ihr?

sari-unter

3 Kommentare

  1. Ja, da hast du vollkommen recht. Weihnachtszeit ist eine der schönsten Zeiten im Jahr. Ich freue mich dieses Jahr auch besonders darauf, da ich fast den ganzen Dezember nicht zuhause bin und nur unterwegs am Drehen. Da tun 2-3 Tage nix tun, richtig gut :)

  2. ich glaube, wenn man selbst weihnachten sehr liebt, dann gibt man diese freude an seine kinder weiter und erschafft so neue „Weihnachtsmonster“ und geniesst so die weihnachtszeit ganz neu aus ihrer sicht. ich geniesse das jetzt, und muss oft schlucken, weil ich so gerührt bin, wie sehr jetzt schon diese freude überschwappt. wir gehen oft deko in der strasse angucken (hier in sachsen hat ja fast jedes fenster einen Schwibbogen oder einen holzengel oder einen herrenhuter stern). und die grossen augen daz, das berührt mich immer sehr.

    • Sarah Kroschel

      Hachja, seufz, dass es uns noch eine ganze Weile gelingt es den Kinder so zu vermitteln, nicht wahr?

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