Was am Anfang noch recht ähnlich war, ändert sich nun…

ähnlich

Zwei Kinder. Die gleichen Eltern. Das gleiche Umfeld. Die gleiche Umgebung. Eigentlich ist nichts anders. Faszinierend ist dennoch, dass Kinder sich dabei trotzdem vollkommen unterschiedlich entwickeln können.

Am Anfang waren sich die Heldenkinder ziemlich ähnlich

Nicht unbedingt was das Aussehen angeht. Das fängt ja schon bei der Augenfarbe an, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nein, sie waren sich vom Charakter her am Anfang ziemlich ähnlich. Sehr ruhige und unkomplizierte Kinder. Man konnte sie ohne Probleme überall mit hin nehmen, auch mal länger unterwegs sein, sie in den Raum legen und sie spielten friedlich und waren das Zentrum aller Aufmerksamkeit.

Klar, gab es damals bereits kleine, aber feine Unterschiede, die dem Außenstehenden vielleicht nie aufgefallen wären, uns aber schon ins Auge fielen. Der Miniheld war zum Beispiel sehr wach und aufmerksam, musterte seine Umgebung sehr genau und versuchte früh mit seinem Umfeld zu kommunizieren. Wir verbrachten viel Zeit an der frischen Luft und beobachteten alles, was wir in der Natur entdecken konnten.

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Das Heldenkind hingegen schlief oft und viel und vor allem auf meinem Bauch. Gut, es gab eine Phase, da konnte man das auch über den Minihelden sagen, aber als die Trage in unser Leben einzog, änderte sich das. Das Heldenkind sucht teilweise noch heute den Kontakt in der Nacht zu uns und kann sonst nicht schlafen, während der Miniheld zu diesem Zeitpunkt bereits ohne Probleme die Nächte in seinem Bett verbrachte und immer länger schlief.

Ich denke ja immer, dass die Grundvoraussetzungen für das Heldenkind doch schwerer waren

Auf die Welt kommen und zwischen Kisten diese entdecken, das ist sicher nicht so einfach. Immerhin waren wir bereits zwei Wochen nach der Geburt von Kind Nummer 2 damit beschäftigt Kisten zu packen und im Haus zu renovieren. Viel Krach, wenig Ruhe, wenig Ordnung. Selten Zeit, um sich einfach mal gemeinsam auf den Boden zu legen und alles auf sich wirken zu lassen. Das Heldenkind war viel in der Trage, weil ich den Wagen als Transportmittel für Kisten und Kram nutzte,mit dem ich mehrmals am Tag zwischen alter und neuer Bleibe hin und her wanderte. Es war laut, staubig und es dauerte durchaus 2 Monate, bis endlich die nötige Ruhe einkehrte, die wir so dringend brauchten.

Zeit sich zu entfalten…

Die hatte der Miniheld damals natürlich deutlich mehr. Der Umzug war noch vor seiner Geburt über die Bühne gebracht und wir zwei hatten viel Zeit nur für uns, die wir auch intensiv nutzten. Das hatten das Heldenkind und ich erst, als er fast schon drei Monate alt war.

Doch dann konnte er endlich so richtig loslegen. Endlich durfte er auf dem Boden liegen und sich ausprobieren. Mit einem großen Bruder an der Seite, der ihm viel zeigte und viel Aufmerksamkeit schenkte.

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Ganz ehrlich? Der Miniheld war in seiner kognitiven und motorischen Entwicklung schon immer sehr schnell und ich hätte nie gedacht, dass das zu toppen geht (trotz der Sprüche, bei Geschwistern ginge alles noch schneller), und dennoch zeigte mir das Heldenkind, dass es möglich war. Es holte sein Zeitdefizit schnell auf und stand seinem großen Bruder in nichts nach.

Und dann zeigten sich Stück für Stück die richtigen Unterschiede!

Heute blicken der Held und ich oft auf unsere beiden Jungs und staunen, wie unterschiedlich sie doch geworden sind. Klar gibt es auch Gemeinsamkeiten, aber so langsam aber sicher zeigt sich, dass sie sich wohl doch in ganz verschiedene Richtungen entwickeln werden.

Worin sind sie sich ähnlich? Sie sind beide sehr Sport – bzw. Bewegungsbegeistert. Sie laufen und springen und spielen sehr gerne mit dem Ball. Ich kann mir natürlich denken, dass der Kleine das vom Großen hat. Immerhin bestimmt der Ball derzeit die Hälfte unserer Zeit. Sie sind beide viel am Lachen und mögen Musik. Aber hier zeigt sich auch langsam aber sicher, dass das Heldenkind deutlich mehr Freude an Musik hat. Der kleine Mann tanzt und singt und nutzt jede Gelegenheit, um irgendwie Töne aus Gegenständen und Menschen herauszulocken. Der Miniheld hingegen kann die Füße nicht eine Sekunde still halten. Alles wird als Ball Zweck entfremdet *lach*. Ich habe also noch die Hoffnung, dass ich einen Sportler und einen Musiker haben werde *lach*. Mal sehen.

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Das Heldenkind ist dennoch sehr ruhelos. Läuft den ganzen Tag umher und steht selten still. Es verbraucht Unmengen an Energie, scheint aber nur sehr wenig Schlafbedarf zu haben.Es ist wild und frech und provoziert uns gerne. Und obwohl der kleine Kerl so ungestüm ist, sucht er dennoch immer diese ruhigen Momente, um uns kurz zu drücken und zu umarmen. Nur um kurz darauf laut schreiend wieder auf ein Kuscheltier zu stürzen oder sich in einen Kissenhaufen zu werfen.

Ich bin gespannt, wie sich das alles in den nächsten Monaten noch weiter entwickelt. Ob das Heldenkind sprachlich genauso aufholt, wie es das motorisch schon getan hat und was seine Vorlieben werden. Manchmal würde ich gerne wie in einem Buch einfach mal ein paar Seiten vorblättern und schon mal nachlesen, was mich erwarten wird. Aber ich glaube, es ist ganz gut,dass ich mich da doch vor allem einfach überraschen lassen muss…

sari-unter

4 Kommentare zu „Was am Anfang noch recht ähnlich war, ändert sich nun…“

  1. Die Jüngeren sind meistens auch die Frecheren! :D Zumindest sehe ich das ganz oft und auch bei meinem Bruder und mir ist das so.
    Aber das sich die Augenfarbe unterscheidet ist interessant. Klar, in Bio hat man gelernt, das es möglich ist. Bei uns in der Familie ist die Augenfarbe der Mütter dominant. Die hat sich von meiner Oma, über meine Mama bis hin zu den Kindern weitervererbt.

  2. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Geschwister sehr unterschiedlich sein können. Meine jüngere Schwester war schon früh ein Wirbelwind und ich eher ruhig. Meine Kinder unterscheiden sich nicht nur im Geschlecht sondern auch in der Augenfarbe. Maru hat blau-graue Augen und ihr Bruder ganz dunkelbraune.

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