Im Herbst werden wir zu kleinen Schatzsuchern…

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Dass ich den Herbst liebe, das ist, so glaube ich, schon lange kein Geheimnis mehr, oder? Genau genommen denke ich, dass es vielen Menschen so geht wie mir, dass sie sich irgendwie nochmal innerlich verändern, wenn dann die ersten Herbstboten auftauchen. Ähnlich ist es im Frühling mit den ersten Knospen und Sonnenstrahlen, den ersten Anzeichen von aufkommender Wärme, aber den Herbst liebe ich vor allem für sein buntes Laub, das nicht mehr heiße Wetter und die Atmosphäre, die er dann verbreitet. Er ist der Vorbote der Lichterzeit, der Weihnachtszeit und mit seinen leuchtenden Farben führt er uns langsam in diese Richtung, ganz behutsam, damit wir dann bereit sind für die dunkle Jahreszeit.

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Am Schönsten ist der Herbst natürlch dann, wenn das Laub von einem nicht zu heissen Sommer zu vertrocknet ist und in allen möglichen warmen Farben erstrahlt. Wenn es nicht den ganzen Tag trüb und grau und regnerisch ist und er sich von seiner wundervollen Seite bei angenehmer Kälte und strahlendem Sonnenschein zeigt. So ein typischer Indian Summer halt.Der Herbst bringt viele der Farben mit sich, die ich von je her liebe und wenn die Herbstzeit kommt, dann finde ich oft wieder mehr zu mir selber und das genieße ich.

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Seitdem wir nun den Herbst mit Kind verbringen, kommt natürlich noch ein anderer Aspekt dazu. Klar, Schatzsucher waren wir alle doch irgendwie schon immer im Herbst, aber mit Kind ist es irgendwie nochmal etwas vollkommen anderes, oder? Man richtet den Blick viel häufiger auf den Boden und sucht nach den typischen Schätzen, die der Herbst so mit sich bringt. Jede Jackentasche, jede Hosentasche, alle Fächer der Handtasche, ganze Beutel werden täglich von kleinen Kinderhänden mit der sandigen Beute gefüllt und mit nach Hause getragen. Bunte Blätter vom Wegesrand finden ein vorläufiges zu Hause zwischen den Seiten eines dicken Geschichtenbuches oder einer Blätterpresse und alle die wundervollen Schätze werden dann irgendwann zu etwas Neuem verarbeitet.

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Überall hängen sie nun: Die Kastanienketten. Da stehen sie: Die Tannenmännchen. Da baumeln sie: Die Blättergirlanden. Und da zieren sie die Wand: Die Herbstbilder. Es gibt so viele schöne Dinge, die man aus den Herbstschätzen herstellen kann und die Ideen werden von Jahr zu Jahr mehr, die Möglichkeiten scheinbar unendlich und man fühlt sich schnell in seine eigene Kindheit zurück versetzt, in denen man sich die „Ahornnasen“ aufgesetzt hat bei langen Wanderungen durch die Natur und wo aus Kastanienschalen kleine Igel wurden.

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Im Herbst werden wir doch alle irgendwie zu Schatzsuchern, egal ob mit oder ohne Kind, oder? Meine Oma zum Beispiel, sie nimmt sich jedes Jahr eine Kastanie mit, die sie findet. Am Liebsten eine sehr kleine, weil sie meint, es wären Glücksbringer. Packt sie in ihre Handtasche und nimmt sie immer wieder mal in die Hand. Kleine Handschmeichler, kleine Glücksbringer…jedes Jahr.

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Was ist mit Euch? Werdet Ihr im Herbst auch zu Schatzsuchern? Was liebt Ihr am Herbst am Meisten und was sammelt ihr zu dieser Jahreszeit am liebsten ein und was macht Ihr damit dann? So viele Fragen…und ich hoffe auf viele schöne Berichte…

sari-unter

4 Kommentare

  1. Ich sammler auch etwas, nämlich schöne Momente in der bunten Natur wie du. Zwar nehme ich nichts mit aber ich genieße diese Farbenvielfalt.

  2. Ich habe bisher auch nichts mitgenommen, aber immer und immer wieder innegehalten um die Schönheit des Herbstes zu genießen. Ich liebe diese Jahreszeit!

    Liebe Grüße
    Daniela

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