Und ganz plötzlich konnten wir unser Baby verstehen.

Sprache

“Nänä, da BALL… TOOOAH!!!” Es geht los mit der Sprache.Ja, so langsam geht es los und wir verstehen unser kleines, großes Baby immer besser und vor allem öfter.

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Immer wieder frage ich mich, wann es beim Großen damit anfing, dass wir uns richtig unterhalten können. Manchmal glaube ich, es war früher. Aber sicher bin ich mir nicht. Immer wieder merke ich, dass die Erinnerungen blass und verschwommen und sicher vom mütterlichen Stolz auch etwas vernebelt sind. Wenn man nach unserem elterlichen Gefühl geht, haben wir schon ganze Gespräche mit ihm führen können, als er ein Jahr alt war. Aber ich habe durchaus auch noch im Ohr, dass unser Umfeld ihn weniger deutlich und gut verstand als wir. Das Privileg von Eltern halt, nicht wahr?

Jeder Schub bringt Entwicklung mit sich!

Das ist nichts Neues. Eltern kennen das. Schwere Phasen, in denen wir denken, das Kind wird gleich die Welt zum explodieren und uns zum eskalieren bringen, wenn nicht endlich mal Ruhe einkehrt. Diese kleinen trotzigen, traurigen Momente, in denen wir uns immer wieder wünschen, dass die Kinder der Sprache mächtig sind und uns verstehen lassen können, was sie eigentlich wollen.

Wenn etwas weh tut, wenn sie etwas traurig macht oder frustriert. Und wir raten uns durch die Dinge, die uns als naheliegend erscheinen, meist aber nur noch mehr Frust dafür ernten, weil wir immer wieder falsch liegen.

Es gibt zwei Dinge, die uns den Alltag leichter, aber durchaus auch schwieriger machen: Wir wünschen uns, dass die Kinder selbständiger werden (und haben gleichzeitig große Angst davor) und dass sie uns ihre Gedanken und Sorgen mitteilen können (bis zu dem Tag, wo wir den Wasserfall gerne auch mal abschalten wollen für ein paar Minuten).

Und nach jedem anstrengenden Schub merken wir “Hey, da hat sich wieder etwas getan”.

Sprache entsteht und wir lernen voneinander!

Sprache ist faszinierend. So viele Worte, deren Bedeutungen wir manchmal nur schwer erklären können. Oft haben wir für die gleiche Sache viele verschiedene Wörter parat und dann gibt es im sozialen Umfeld neben der eigenen auch noch viele fremde Sprachen, mit denen man als Kind konfrontiert wird.

In der Kita des Großen zum Beispiel ist noch ein polnischen und ein russisches Mädchen. Einen Tag kam der Miniheld nach Hause und berichtete uns stolz, dass er nun ein paar polnische Wörter könne. Hat schon was, oder?

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Unser Heldenkind zeigte ebenfalls früh Interesse an der Sprache und führt sehr ernste Gespräche mit uns. Jeden Tag. Der Blick könnte dabei nicht konzentrierter sein und die Vielzahl an unterschiedlichen Worten, die er dabei hervorbringt ist faszinierend.

Wir verstehen sie nur leider nicht. Im Moment sind es noch in den meisten Fällen Fantasie – Worte und imitieren einfach das Gefühl eines Satzes.

Es schleichen sich nun aber immer häufiger richtige Wörter dazwischen!

Immer wieder erhaschen wir einen Moment. Einen Aha – Moment. Mama und Papa hören wir natürlich schon länger und auch das Wort für den Namen des großen Bruder wurde bereits vor Monaten festgelegt. Aber immer mehr Dinge bekommen nun eine Bedeutung und uns werden Autos gezeigt und Katzen. Pferde, Schafe und Kühe können durch Worte oder Laute zugeordnet werden und Tor und Ball prägt den Wortschatz unseres kleinen Sohnes derzeit sehr.

Absolutes Lieblingswort bzw. – wörter aktuell: Aua (wenn ihm irgendetwas nicht passt) und MANNO! Ja, ernsthaft. Dieses Kind sagt bockig manno! Das kenne ich noch von meiner Schwester. Lange Zeit wurde alles mögliche von ihr damit kommentiert!

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Alma (Essen), Eks (Keks), Adetiii (Guten Appetit), Byebye (tschüss), Aaaim (Katze), Uffuff (Hund), Alleeeb (Der Nachbarsjunge) und viele ähnliche Worte dieser Art bestimmen derzeit unseren Tag und es ist eine wahre Freude dem Heldenkind dabei zu zu hören, wie es ihm von Tag zu Tag immer mehr gelingt seine Sprache weiter zu entwickeln, zu verbessern und durch neue Worte zu ergänzen.

Mein persönliches Highlight war ein Tag, wo er sich gestossen hatte, zu mir kam und direkt auf die Stelle zeigen konnte,  an der er sich gestossen hatte. Kommentiert durch das Wort “Aua”. Ein kleiner, weiterer Meilenstein für uns und ein gigantischer für unseren kleinen großen Helden!

sari-unter

2 Kommentare zu „Und ganz plötzlich konnten wir unser Baby verstehen.“

  1. ich gestehe ja, ich gehöre zu den müttern, die trotz grosser mühen ihr Kind oft nicht vestehen. zum teil sagen mir wildfremde menschen, was das kind sagte… nun ja. aber wir feiern jedes wort, was verständlich rauskommt. im moment will unser kind viel mehr erzählen, als das die wörter reichen würden. und das führt natürlich zu grosser frustration. auf beiden seiten.
    aber wir sind jetzt zum teil bei 3-5 wort sätzen und hier und da blitzt das sächsisch durch “guggemal mama, … ” wird da gesagt oder eben bejahend ein “nu”. auch wird jedes gesehene kommentiert und wortreich beschrieben… und ich find es gleichzeitig so niedlich zu sehen aber ich sehe eben auch den frust, wenn das krümelkind was erzählen will, es sprudeln die worte, aber das was sie sagen will, schafft es nicht, weil es fehlen die worte… schwere zeit…

    1. Ich stehe auch oft ratlos vor dem Kleinen, der so hoch konzentriert versucht uns etwas mitzuteilen. Aber ich freue mich immer sehr, wenn es dann doch wieder einen sprachlichen Fortschritt gibt. Faszinierend finde ich aber im Gegenzug, wieviel sie dann doch von unserem Gesagten verstehen und umsetzen können.

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