Vom Sinn des Lebens… – 1000 Fragen an mich (321-340)

1000 Fragen

Spät ist es heute geworden. Dennoch möchte ich euch heute noch ein paar Worte da lassen, bevor morgen dann schon bereits die 4. Kerze angezündet wird. Ich bin gespannt, welche Stimmung die Kinder morgen haben werden. Die Aufregung ist mal wieder fast schon unerträglich für sie. Hachja… nochmal Kind sein und die Weihnachtszeit aus ihrer Perspektive erleben.

Heute gingen dann auch die letzten Fragen bei feiersun online. 1000 Fragen. 1000 Antworten. Der Wahnsinn. Ich bin zwar noch lange nicht so weit wie sie, aber freue mich wirklich schon auf die Fortsetzung im neuen Jahr. Mal sehen, wie viele ich dann 2019 schaffen werde.

1000 Fragen an mich… und 20 Antworten für euch …

Während die Männer nun gerade noch vor dem Schlafen gehen ein neues Spiel ausprobieren, widme ich mich heute Abend weiteren 20 Fragen der 1000 Fragen.

321. Was gibt dem Leben Sinn?
Die Menschen um mich herum. Die Antwort klingt so Standard, aber genau dafür lebt man doch, oder? Für die Menschen, die einem wichtig sind. Das sind vor allem mein Mann und meine Kinder, aber auch meine Schwester und ihr Partner, Freunde (die sich wie Familie anfühlen) und all die anderen wichtigen Menschen, die ein Teil meines Lebens sind.

322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Wie sehr ich mir selber schade. Mit den Nachwirkungen habe ich nun mein Leben lang zu kämpfen. In vielerlei Hinsicht. Der Körper hat seine Narben davon behalten, die mich immer wieder daran erinnern und die Unsicherheit ist nun mein ständiger Begleiter. Ich wünschte, ich hätte die Kurve früher bekommen, dann wäre mein Denken jetzt vielleicht nicht so sehr von diesen Erfahrungen beeinflusst und ich würde mich selber mehr lieben und schätzen. Immerhin habe ich diese Änderung irgendwann doch geschafft, aber ich wünschte, ich hätte früher auf so manchen Menschen gehört und mich an die Hand nehmen lassen.

323. Wie alt fühlst du dich?
Jetzt gerade in diesem Moment? Sehr alt. Ich bin so müde und ausgelaugt derzeit, dass ich manchmal morgens glaube nicht mehr aus dem Bett hoch zu kommen. Aber grundsätzlich fühle ich mich eigentlich immer jünger als ich tatsächlich bin. Definitiv nie meinem Alter entsprechend *lach*. 

324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Die meiste Zeit über etwas, das mich verunsichert. An manchen Tagen habe ich das Gefühl drei Mal so breit zu sein und an anderen Tagen denke ich „Hey, das sieht doch alles ok aus“: Ich sehe Falten und Augenringe, Fehler und Makel und könnte mich für dieses kaputte Selbstbild Ohrfeigen. Aber ich sehe auch meine Kinder. Die stehen nämlich ständig neben mir und albern vor dem Spiegel herum. Als ob sie darauf lauern sich in mein Spiegelbild zu schummeln. Das macht das Ganze gleich wieder zu etwas Wunderbarem.

325. Kannst du gut zuhören?
Zumindest kamen die Leute immer gerne zu mir, um mir alles zu erzählen. Ich sei neutral und hätte eine beruhigende Ausstrahlung. Doch, ja, ich denke zuhören, das konnte und kann ich durchaus ganz gut.

326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
Ja, es gibt die eine oder andere Frage. 

327. Ist alles möglich?
Alles, das weiß ich nicht. Mir werden wohl niemals Flügel wachsen, damit ich einfach hinfliegen kann, wo ich will. Aber ich glaube, mit dem richtigen Wissen und Willen kann man eine ganze Menge möglich machen.

328. Hängst du an Traditionen?
Schwierig. Es gab eine Zeit, in der waren mir viele Traditionen wichtig. Ich musste aber im Laufe der Jahre feststellen, dass man sich nicht an allen Traditionen festhalten kann. Die Dinge verändern sich im Laufe eines Lebens und so passen sich auch Traditionen an. Man findet neue, zum Beispiel, wenn man selber Kinder bekommt. Wenn Wohnverhältnisse oder Beziehungen sich ändern. Man findet vielleicht auch seine ganz eigenen Traditionen. Viele der mir geliebten sind heute aber gar nicht mehr so möglich wie früher. Wer weiß, vielleicht kehren sie irgendwann aber auch wieder.

329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Puh… also ich glaube es gibt 2-3 Menschen, die mich ganz gut verstehen und einschätzen können. Diese können sicher erahnen, was mir dann und wann durch den Kopf geht.

330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Wer will denn schon perfekt? 

1000 Fragen

331. Wonach sehnst du dich?
Manchmal nach mehr Ruhe im Alltag. Mehr Ruhe im allgemein, in uns drin, um uns herum. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass der Alltag uns nur hetzt und wir dadurch ständig laut und wenig entspannt sind. Ich brauche es nicht ständig, aber ab und an etwas Ruhe und Zeit nur für uns und die Dinge, die wir uns schon so lange vornehmen.

332. Bist du mutig?
Spontan würde ich sagen nein. Es gibt so viele Situationen, die ich ohne den Helden gar nicht meistern würde. Gleichzeitig würde ich aber auch behaupten, dass ich manchmal vielleicht gar keine andere Wahl habe und dann bekomme ich das auch irgendwie hin. Mehr oder weniger. Bei uns zählt wohl eher: Gemeinsam sind wir stark. Es kommt aber auch tatsächlich stark auf die Situation an, in der ich mich befinde. Meist sind es wohl diese Unsicherheiten, die mich vom mutig sein abhalten und dabei sprechen wir hier nicht selten von alltäglichen Banalitäten, wie ein Anruf oder so. Gegenüber meiner Kinder bin ich aber selten unsicher und deutlich mutiger, als ich es mir selber manchmal zutraue. Es sei denn, es geht darum sie los zu lassen *lach*. Da bin ich eine Glucke.

333. Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Ich glaube, dass es für manche Dinge einen guten Grund gibt. Warum etwas in einem bestimmten Moment nicht geklappt hat zum Beispiel.

334. Wofür bist du dir zu schade?
Mich selber für etwas aufzugeben.

335. Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Niemals. Wenn ich schon immer etwas um mich herum brauchte, dann waren es Menschen. Es müssen gar nicht viele sein, aber dafür welche, die in meinem Leben eine wichtige Rolle spielen.

336. Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Ich bin stolz auf mich, weil ich es geschafft habe zwei gesunde Kinder auf die Welt zu bringen und ich bin heute noch stolz auf mich, weil ich es geschafft habe meinen Körper wieder in einen Zustand zu bringen, der nah an normal ist.

337. Bist du noch die Gleiche wie früher?
Es gibt verschiedene Phasen in meinem Leben. Keine davon war gleich. Als Kind war ich laut, selbstbewusst und bestimmend. Als Teenager unsicher, allein und in mich gekehrt, habe andere über mich bestimmen lassen. Als junge Erwachsene war ich laut und lustig, selbstbewusster, als ich es als Teenager war und fand wieder mehr zu mir selber. Als Mutter bin ich nun alles irgendwie. Laut, leise, unsicher, selbstbewusst usw…

338. Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Es gibt verschiedene Gründe warum ich das gelernt habe, was ich nun mal gelernt habe und warum ich da bin, wo ich heute bin.

339. Welche schlechten Angewohnheiten hast du?
Unangenehmes schiebe ich gerne vor mir her und vieles mache ich gerne auf den letzten Drücker. Das war nicht immer von Nachteil, denn gerade in der Schulzeit habe ich gelernt, dass ich unter Zeitdruck oft bessere Leistungen gebracht habe, als wenn ich schon Wochen vorher damit anfing. Das war allerdings nicht in jedem Bereich ideal.

340. Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Mehr oder weniger. Ich verfolge einen Weg, der im Interesse meiner Familie liegt und versuche dabei mich selbst nicht zu sehr zu vernachlässigen.

Noch zwei Mal schlafen…

… dann ist endlich Weihnachten. Die Kinder tanzen wild um mich herum und können es kaum noch erwarten. Aber ich bin ehrlich: Ich bin auch ein bisschen aufgeregt und gespannt, wie ihnen unsere Geschenke gefallen werden und ob es uns auch in diesem Jahr gelingen wird ein bisschen Magie für sie zu erhalten. Dieses magische Gefühl von Weihnachten.

Der Tag neigt sich nun bereits dem Ende und fast alles ist geschafft. Wie weit seid ihr mit euren Vorbereitungen?

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