Bloggerschnack
Alltagschaos

Bloggerschnack im Februar 2026: Blog vs. Social Media

Ich weiß auch nicht, aber irgendwie bin ich im Februar ein wenig in Zugzwang geraten, was die Projekte angeht, die ich normalerweise ganz gerne über den Monat hinweg verteile…das Ausmalbild für diesen Monat fehlt auch noch, aber es sind gar nicht mehr genug Tage verfügbar. Dabei habe ich schon darauf verzichtet jede Woche etwas zum Nature Thursday beizutragen (so wie diese Woche auch zum Beispiel). Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir mal wieder etwas Raum für kleine Gedanken gegeben habe. So wie zum Thema Fasching zum Beispiel oder der Spontan-Gedanke neulich zum Thema Roboter.

Ergo wirkt diese Woche alles ein wenig Schlag auf Schlag und auf den letzten Drücker, aber nun ist es so und hey… wir haben ja auch einfach mal 2-3 Tage weniger als sonst zur Verfügung *lach*. Dafür gibt es nun im März einfach 2 Ausmalbilder und auch der Rest pendelt sich schon irgendwie wieder ein. Heute kommt also quasi auf den letzten Drücker (fast) mein Beitrag zum Bloggerschnack!

Noch einmal grob zusammengefasst das Prinzip vom Bloggerschnack für euch: Jeden Monat wird ein neues Thema über das Forum “Bloghexen” festgelegt.  Man hat nun den ganzen Monat Zeit, um dieses Thema bei sich auf dem Blog, Instagram oder sonst wo, zu bearbeiten. Dabei wird als Quelle das Forum angegeben. Wenn man dort idealerweise auch selber angemeldet ist, kann man seinen Beitrag dort im entsprechenden Posting verlinken (eine allgemein funktionierende Alternative ist noch in Planung). 

Bloggerschnack im Februar 2026: Blog vs. Social Media – Welche Inhalte teilst du wo und warum?

Beschäftigen wir uns heute also mit den unmittelbaren Konkurrenten Blog und Social Media. Lange Zeit war das nämlich wirklich so und eine Zeit lang hatte ich wirklich auch das Gefühl, dass sich alles auf die sozialen Plattformen verlagert hatte und die Blogs mehr und mehr in der Versenkung verschwanden. Ich glaube stellenweise ist das auch wirklich so passiert.

Erst nach und nach ist mir in den letzten Wochen und Monaten aufgefallen, dass eben doch noch viele von damals da sind, aber die Blogsphäre scheint bei Weitem nicht mehr so präsent, wie vor 20 Jahren. Aber da war das alles halt auch noch neu und aufregend und eine schöne Spielwiese für jedermann. Ich will aus diesem Beitrag jetzt keinen nostalgischen “Damals war alles besser” Beitrag machen. Oft genug haben wir uns schon erinnert, wie es früher war und was sich seit damals geändert hat. Aber was definitiv oben drauf kam, das waren eben so Sachen wie Twitter und dann auch Instagram und mehr und mehr verlagerte sich die Kommunikation fast ausschließlich dahin. Das wurde anhand der Interaktion auf dem Blog doch deutlich spürbar.

“Instagram wäre voll dein Ding”

Mit diesem Satz kam ich damals zu Insta. Ich gehörte nicht zu denen, die das von Anfang an nutzten. Ich beobachtete fasziniert, wie es sich mehr und mehr ausbreitete und die Leute das nutzten, sah aber noch nicht so richtig den Nutzen für mich darin. Bis mir eine andere Bloggerin, die selbst mit Gebäck wirklich kreativ war und sich damit sogar einen kleinen Standfuß aufbaute (ich durfte damals ihren Avatar für ihre professionelle Seite gestalten), mich auf Instagram aufmerksam machte. Damals schon fand viel Austausch auf Facebook statt. Damals, als Facebook noch den Charakter eines Forums hatte, man die Communitys dort nutzte und ich vor allem wegen der Nähgruppen dort rumgeisterte. Und darüber schrieb sie mir, dass Instagram eben voll mein Ding sein könnte. Es würde zu mir passen, weil ich gerne Bilder von meinen Arbeiten und Werken zeigte und ja auch allgemein gerne Fotos machte.

Na gut, ich würde es also ausprobieren. Ich glaube das erste Foto damals war ein Keks zur Weihnachtszeit, den die Tochter einer Freundin für mich gebacken hatte. Ein Hello Kitty Keks *lach*. Und ich verstand, dass ich hier einfach immer mal zwischendurch etwas machen konnte und fing mehr und mehr an es gerne zu nutzen. Damals bestand es auch nur aus Fotos und Kommentaren dazu (und den Herzchen). Keine Stories, keine Reels. Auch das war dann sehr befremdlich für mich.

Twitter nutzte ich auch nur, um es im Blog zu integrieren in der Sidebar und dort immer kurze Gedankengänge zeigen zu können. Microblogging halt. So wie es ursprünglich auch gedacht war. Der Gedanke war für einen Beitrag zu kurz, also ab in die Sidebar damit. (Ganz früher lösten wir das übrigens durch so eine Art Mini-Gästebuch, das man als Script dort einfügen konnte… hach, das waren noch Zeiten).

Doch wie ist das heute?!

Ja, jetzt bin ich etwas in die Vergangenheit abgedriftet und habe ein wenig in Erinnerungen geschwelgt, man möge es mir verzeihen… aber um für mich zu erschließen, welche Bedeutung das alles heute für mich hat und wie ich was nutze, ist es vielleicht ganz gut zu verstehen, wie ich zu den einzelnen Dingen kam und wofür ich sie damals nutzte.

Zu Beginn waren also Twitter und Insta für mich vor allem die Möglichkeit auf die Schnelle etwas zu teilen ohne dabei den Anspruch eines vollwertigen Blogbeitrags haben zu müssen. Dabei habe ich persönlich aber niemals damit aufgehört diesen Blog zu führen. Durch manche Änderungen musste ich hier und da zwar Anpassungen vornehmen, aber ich habe nie aufgehört in dieses virtuelle Tagebuch zu meine Erinnerungen und Erlebnisse aufzuschreiben. Egal, ob nun Feedback von außen kam oder nicht und ja, es war doch deutlich spürbar, dass viele es angenehmer fanden ein einfaches Herzchen unter einem Foto oder einem Satz dazulassen, als tatsächlich einen regen Austausch zu suchen. Der Blog hat dennoch niemals für mich an Bedeutung verloren und fängt nach wie vor vieles auf, was ich sonst schlecht verarbeiten könnte.

Warum nutze ich dennoch soziale Netzwerke?

Dazu muss ich sagen, dass ich mich von Twitter irgendwann gelöst hatte. Sogar noch bevor es zu X oder was weiß ich was wurde. Was mir nämlich ganz massiv auf diesen kurzweiligen Micro-Blogging Plattformen irgendwann gewaltig auf die Nerven ging, das war das toxische Verhalten vieler Menschen. Mal schnell einen Gedanken in die Welt rauszurufen, das kann eben in beide Richtungen gehen. Der eine teilt einen Gedanken zum Lieblingsbrotaufstrich, der nächste muss seinen Frust ablassen und der übernächste denkt sich, dass man ja mit nur wenigen Worten mal ein wenig triggern kann. Letzteres nahm dann irgendwie Oberhand und nein, dafür habe ich so schon genug toxische Menschen im Alltag um mich herum. Da muss ich mich dem nicht auch noch freiwillig auf solchen Plattformen widmen. Nein, wirklich nicht.

Was mir aber von Anfang an gut gefallen hat, das war dieser optische Austausch durch Instagram damals. Hier fand man seine Bubbles, Communities, Gleichgesinnte, in dem man sich gezielt folgte. Ja, heutzutage sollten wir uns von der Plattform lossagen. Das habe auch ich schon mitbekommen, aber ich muss sagen, dass es mir noch sehr schwer fällt. Viele sprechen hier von Neid, Missgunst und Hass, der ihnen dort begegnet, aber ich muss sagen, dass ich diese Erfahrung da noch nicht wirklich gemacht habe. Ich fühle mich da sehr wohl und habe dort auch noch immer starken Austausch mit vielen Menschen, die mir wichtig geworden sind im Laufe der Jahre. Von der Motivation und Inspiration, die ich dort finde, ganz zu schweigen.

Ja, auch mich nerven diverse Veränderungen

Klar merke auch ich, wie der Algorithmus mir dort das Leben schwer macht, die Herzchen nachgelassen haben deswegen und dass ich meine Freunde wirklich nur dann aktuell angezeigt bekomme, wenn ich beim Öffnen der App dies entsprechend auswähle und ansonsten vor allem Werbung und irgendwelche fremden Accounts angezeigt bekomme (oder eure Beiträge, aber schon fast wieder veraltet). Ja, das nervt und macht einem ein wenig die Freude an der Nutzung kaputt. Oder auch die Tatsache, dass ich nur noch Handwerker Videos angezeigt bekomme, nur weil ich einmal ein Reel von einer DIY Wohnungs-Renoviererin zu lange offen gehabt habe. Dem Algorithmus da eine Änderung beizubringen dauert dann wieder ewig. Und dennoch… Ich nehme immer eine ganze Menge Ideen und Inspiration mit.

Blog vs. Social Media?

Hach, ich drehe mich bei dem Thema heute irgendwie total im Kreis, weil es irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Wenn ich ganz ehrlich mit mir bin: Social Media nimmt viel Zeit ein, weil es so kurzweilig ist und wie oft überbrücke ich Wartezeiten, in dem ich mir eben Reels und Co anschaue. Manche von den heute so genannten Creator leisten da auch wirklich tolle Arbeit und wissen einen abzuholen (und andere sind einfach nur…argh). Fakt ist, dass diese Plattformen vor allem kreativen Menschen einen tollen Raum bieten und manchmal wünschte ich, ich hätte genauso viel Selbstbewusstsein, um mich mehr zu präsentieren. In unserem doch recht vollen und stressigen Alltag weiß ich diese Ablenkung manchmal wirklich sehr zu schätzen. Fakt. Und kann ich nicht von der Hand weisen…

Aber ich bin eben auch altmodisch, wenn man es so sehen will, und hänge in meiner Blogphase drin wie vor über 20 Jahren. Es ist meine Therapie, mein Gedankenausgleich und meine Plattform Dinge zu ´verarbeiten und ich kann hier in alle Richtungen gehen.

Zusammen ergibt das für mich eine gute Mischung und natürlich nutze ich die Kombination auch gerne mal, um sie miteinander zu verbinden. Würde man mir jetzt quasi die Pistole auf die Brust setzen und ich müsste eine Wahl treffen, dann würde ich mich wohl vom Social Media trennen, da der Blog mich einfach durch alle meine Lebenslagen begleitet hat… Aber nur, wenn ich müsste. Also ein wirkliches “VS” gibt es an dieser Stelle für mich nicht. Es sind halt so gesehen zwei unterschiedliche Dinge.

Was ich kaum oder fast gar nicht mehr nutze

Facebook ist wirklich kaum noch ein Thema bei mir. Pinterest eigentlich auch…wobei man es immer noch als schöne Inspirationsquelle nutzen kann und ich auch immer merke, dass ich hierüber oft noch mit ganz alten Sachen gefunden werde (und damit ist es eigentlich fast die nachhaltigste Art der Kombination von Blog und Plattform… aber auch die Aufwändigste). Wie erwähnt sind die Microblogging-Dienste wie X, Bluesky und Co für mich gänzlich uninteressant und auf Threads poste ich eigentlich nur die Links zu meinen Blogeinträgen. Also kann man auch hier von mir nicht wirklich etwas erwarten. Tiktok war nie meines. Ich habe es mir ein einziges Mal auf Wunsch meines Sohnes mit ihm zusammen angeschaut und wir waren nicht happy dort. Er auch nicht. Es war zu ungefiltert, zu bunt, zu viel… wir haben es am nächsten Tag direkt wieder gelöscht (ich musste es mir aufgrund der Elternaufsicht mit installieren)… Ich habe mich auch mal bei Mastodon angemeldet, aber noch… ich weiß auch nicht. Ich tue mich halt schwer.

Wo findet ihr mich noch?

Ja, wie ihr es euch schon fast gedacht habt: Auf Instagram. Vor allem. Und ich versuche im Bloghexen Forum für den Austausch aktiv zu sein, auch wenn ich hier gerade in den technischen Bereichen leider kaum etwas beizutragen habe. Ich versuche hin und wieder nach und nach auf Pixelfed umzusteigen, aber noch holt es mich nicht so ganz ab.

Bloggerschnack
Ein Leben im Social Media – Heldenhaushalt auf Instagram

Viel mehr kann ich da heute auch nicht als Fazit daraus ziehen. Beides ist durch die lange Nutzung für mich irgendwie wichtig geworden und ich lerne immer wieder mich an die ständigen Veränderungen anzupassen. Noch geht es, noch komme ich mit… und manchmal würde ich es gerne deutlich effektiver nutzen.

Und als kleine Beichte am Ende: Ich habe sogar einen zweiten Account auf Insta, aber psssst… in dem lebe ich mich ein wenig mit meinem Nerdherzen aus. Das habe ich aber bewusst ausgelagert, um hier gezielt eine Community anzusprechen.

Hier weitere Teilnehmer beim Bloggerschnack im Februar:

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

Ein Kommentar

  • Angela

    Kann ich gut verstehen, Instagram finde ich von den großen Plattformen noch am charmantesten, wobei das für mich auch extra schwierig ist. Ich kenne dieses “Mal kurz ein paar Reels scrollen” sehr gut, da habe ich richtig viel Zeit rein versenkt. Aber immerhin war mir da der Algorithmus gnädig und hat mir lauter lustiges Zeug, Katzen, Tortendekoration, Kalligraphie und so angenehme Dinge vorgeschlagen. Ich habe mir auch mit meinem Bruder dort witzige Videos hin und her geschickt. Und dann gibt es ein paar Menschen, denen ich auf Insta gefolgt bin, die ich sonst nirgends finde, das hat schon weh getan, als ich den Account löschte.

    Ich denke, auf Pixelfed sind bisher noch so wenige Menschen, dass es sich noch nicht so lebendig anfühlt, wie auf Instagram. Und damit ist es so ein Henne-Ei-Ding. Meine Reaktion darauf ist es, ganz beharrlich auf Pixelfed Bilder zu teilen. Und ich nehme mir auch vor, da noch mehr Menschen zu folgen und zu kommentieren, also meinen Betrag zu leisten, dass es lebendiger wird. Die Zeit habe ich ja über, seit ich meine Meta-Accounts gelöscht habe ;)

    Vor allem atmet aber meine Seele immer noch auf, dass ich mich der Toxizität von Meta entzogen habe. Ich bin der Typ, der in Diskussionen reingezogen wird und das war besonders auf Facebook so zeitraubend wie fruchtlos.

    Liebe Grüße
    Angela

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