Projekt 52 im April: Kochen
Fast schon Mitte Mai und ich hänge immer noch dem April nach. Nun gut, sei es drum… denn immerhin können wir ihn mit dem heutigen Beitrag abschließen und uns voll und ganz dann den Projekt 52 Themen im Mai widmen, bevor ich noch mehr in Verzug gerate…
Projekt 52 im April: Kochen
Ich komme jedes Mal nicht wirklich umher fast mehr zu erzählen als zu zeigen, bei diesem Projekt. Aber schon im letzten Jahr habe ich ja festgestellt, dass die Themen dazu inspirieren auch mal über Dinge zu sprechen, die bei mir sonst vielleicht eher unerwähnt bleiben würde. So auch heute beim Thema “Kochen”. Ich bin ehrlich: Meine Fähigkeiten als Teenager beschränkten sich darauf sich Nudeln zu kochen und mit Schinken in der Pfanne anzubraten (lieb ich übrigens noch heute) oder dieses Kartoffelpüree Pulver aufzulösen und Geflügelwurst reinzuschneiden. Japp, nicht die gesündeste Art sich zu ernähren, nicht wahr?
Aber während meine Eltern vereist waren, war das meine Haupternährungsquelle. Ich hatte nie so richtig gelernt zu kochen, traute mich auch nicht um ehrlich zu sein. Etwas später war ich dann stolz, wenn ich Hackfleisch in der Pfanne zubereitete und es meinem Vater mit… öhm… was war es… Nudeln?… servierte.
Erst als ich auszog wurde ich mutiger
Ich glaube es lag auch immer ein wenig an der Angst die Küche danach nie so sauber zu bekommen, wie es von mir erwartet wurde. Da waren immer irgendwelche Fettflecken, die ich übersehen hatte. Als ich mit dem Mann zusammenzog und wir nun für uns alleine verantwortlich waren, profitierte ich sehr davon, dass er schon immer sehr intensiv in den Prozess des Kochens bei seinen Eltern mit einbezogen wurde. So wusste und konnte er doch schon deutlich mehr als ich und nahm mir die Unsicherheit.
Ich lernte neue Rezepte, neue Methoden und wagte mich dann auch mal an Rezepte aus Kochbüchern. Klar schleichen sich mit der Zeit Lieblingsrezepte ein und diese wiederholen sich dann doch irgendwie, so dass man eine relativ fixe Liste an Dingen hat, die immer wieder gekocht werden. Aber hin und wieder probieren wir heutzutage gerne auch mal etwas Neues aus und nehmen es bei Gefallen in diese Liste auf. Wir sind da gemeinsam wirklich sehr experimentell geworden und essen heute auch beide Sachen, die wir als Kinder nicht mal mit der Fingerspitze angefasst hätte. Bestes Beispiel hier ist der Rosenkohl oder asiatischen Essen. Auch der Fisch in der Dillsoße wäre früher ein absolutes No-Go für mich gewesen.

Und ich merke es färbt an
Bzw… es gibt zwei Dinge, die mir im Laufe der Jahre aufgefallen sind. Natürlich färbt es auf die Kinder ab, wie wir mit Essen umgehen. Wenn wir ihnen vorleben die Dinge auch mal zu probieren, dann fällt es ihnen selbst auch einfacher es mal zu versuchen. Vor allem mit dem Wissen, dass es nicht schlimm ist, wenn es ihnen nicht schmeckt.
Zum anderen spielt das Alter doch irgendwie eine große Rolle. Kinder haben ihre Phasen, in denen sie sehr empfindliche Esser sind und vieles irgendwie nicht geht. Sie haben ihre Phasen, in denen sie am Liebsten nur von Nudeln und Pizza leben möchten und dann kommt irgendwann auch wieder eine vollkommen andere, wo sie sich für neue Dinge öffnen. Das war bei mir irgendwann so und das sehe ich nun gerade beim großen Sohn, der immer unkomplizierter mit dem Essen wird.
Kochen als Familienaktivität?
Auf jeden Fall immer empfehlenswert und mit Blick in die Zukunft sicherlich auch nicht zu unterschätzen. Wir machen das durch unseren stressigen Alltag – das muss ich leider zugeben – noch immer viel zu wenig. Wir sollten unsere Kinder viel öfter in den Kochprozess mit einbeziehen, damit sie die Scheu davor verlieren und den Umgang mit all dem schnell und ohne Angst lernen. Leider passt es nicht immer gut bei uns rein, aber ich gelobe Besserung und bemühe mich wirklich sehr.
Zudem fördert es die gemeinsame Zeit und gerade in solchen Momenten entstehen oft schöne Gespräche, zu denen wir sonst nicht so kommen. Wie ist das bei euch so?
Weitere Beiträge zu den Themen vom Projekt 52 im April findet ihr hier.


