Bloggerschnack im Mai 2026: Wie ich meinen Blog führe (Teil 2)
Nachdem es beim Bloggerschnack im April eher um die… naja, sagen wir mal technischen Daten beim Bloggen ging, stellen wir uns heute eher dem persönlichen Teil und sprechen über Routinen. Hinter einem “Wie blogge ich” stehen ja doch meist mehrere verschiedene Faktoren. Letztes mal sprachen wir über das genutzte CMS, Grafikprogramme und andere Tools, die gebraucht und genutzt werden, um einen ordentlichen Blogbeitrag zu kreieren. Aber das ist nur der eine Teil. Man braucht natürlich Inhalte, um einen Blog zu füllen, wenn er erst einmal steht und nicht ganz unwichtig ist dabei sicherlich die Frage nach einer gewissen Regelmäßigkeit.
Noch einmal grob zusammengefasst das Prinzip vom Bloggerschnack für euch: Jeden Monat wird ein neues Thema über das Forum “Bloghexen” festgelegt. Man hat nun den ganzen Monat Zeit, um dieses Thema bei sich auf dem Blog, Instagram oder sonst wo, zu bearbeiten. Dabei wird als Quelle das Forum angegeben. Wenn man dort idealerweise auch selber angemeldet ist, kann man seinen Beitrag dort im entsprechenden Posting verlinken (eine allgemein funktionierende Alternative ist noch in Planung).
Bloggerschnack im Mai 2026: Wie ich meinen Blog führe (Teil 2): Meine Blogroutine
Jeder hat eine andere Herangehensweise hierbei. Andere Schwerpunkte, andere… ja: Routinen. Ich versuche es auch immer wieder mit dem bereits erwähnten Redaktionsplan und natürlich ist eine gewisse Routine, ein Rhythmus schon alleine dadurch gegeben, dass ich mich jede Woche an festen Formaten entlang hangle, die dafür sorgen, dass der Blog in jedem Fall regelmäßig seine Inhalte bekommt. Diese beziehen sich vor allem auf Alltag und Erlebnisse und dienen nicht unbedingt für die Leser nachhaltigen Inhalt. Aber das ist vollkommen ok, denn bloggen tue ich vordergründig ja für mich und freue mich dabei über jeden Austausch, der dadurch entstehen kann und darf.
Durch die Wochenlieblinge und das #WIB kann man hier also definitiv von einer festen Routine sprechen. Inhaltlich betrachtet. Die Räume dazwischen fülle ich dann oft mit anderen Projekten oder auch Themen, die mich einfach zwischendurch mal beschäftigen. Seien es besondere Erlebnisse, Ausflüge, Empfehlungen und mehr. Da habe ich aber gelernt flexibler zu sein und mich nicht ständig dahingehend zu trimmen, dass Inhalte geliefert werden müssen. Das lässt der Alltag heute einfach nicht mehr so unproblematisch zu, wie es früher noch der Fall war.
Ich habe auch nicht diesen Druck
Da ich den Blog ja nicht als Einkommensquelle nutze, bin ich hier auch vollkommen frei und nicht in der Situation, dass ich liefern MUSS! Und das ist schon ein gutes Gefühl, denn so ist alles, was ich schreibe wirklich das, was ich auch schreiben will. Vollkommen frei von der Seele und ohne, dass mir einer dabei auf die Finger schaut.
Ich weiß, dass einige sich gerne feste Tage setzen um zu bloggen. So handhabe ich das übrigens in meiner ehrenamtlichen Pressetätigkeit. Da habe ich zwei feste Tage in der Woche, wo ich mich voll und ganz um Inhalte kümmere. Aber nicht hier. Wenn ich mir jedes Mal den Zwang auferlege Dienstag und Donnerstag etwas liefern zu müssen, dann nimmt es mir ein wenig die Zwanglosigkeit beim Bloggen, die ich mir in über 20 Jahren so sehr versucht habe anzutrainieren. So kommt ein #WIB durchaus auch mal nicht Montag, sondern Dienstag und die Wochenlieblinge auch mal auf einmal am Wochenende (oder im Worst Case einfach auch mal gar nicht).
Wie entsteht so ein Artikel?
Wenn wir über Routinen beim Bloggen sprechen, dann vielleicht auch über welche, die ich beim Schreiben an sich entwickelt habe. Klar, wenn ich jetzt die vorgegebenen Formate betrachte, dann ist schon relativ vorgegeben, wie der Aufbau und Inhalt des Beitrages entsteht.
Aber wie gehe ich ansonsten an solche Beiträge hier im Blog ran? Und der eine oder andere wird sich jetzt vielleicht wundern, andere kennen mich da schon gut: Immer spontan! Wo andere massiv recherchieren oder lange vorbereiten, nochmal mehrmals überarbeiten und mehr, sieht das bei mir ganz anders aus.
- Ich habe einen Gedanken.
- Ich öffne ein Beitragsfenster und fange an zu tippen. Manchmal einfach so, um ihn nicht zu vergessen und dann ab in die Entwürfe damit… im Idealfall kann ich ihn irgendwann weiterspinnen. Oder ich schreibe einfach direkt alles runter.
- Manchmal öffne ich nebenbei Google und Co, wenn ich kurz was nachschauen möchte
- Ich schreibe so lange, bis alle Gedanken raus sind.
- Ich suche ein passendes Foto und füge es ein
- Ich lese nochmal drüber und entscheide, ob ich es veröffentlichen will oder nicht.
- Wenn nicht, kommt es in die Entwürfe und ich schaue ein paar Tage später nochmal… wenn doch: Go for it
So ist in der Regel der Ablauf. So wie heute. ich öffnete mein WordPress, überlegte, worüber ich heute gerne mit euch reden möchte und entschied, dass ich mich ja mal dem Bloggerschnack widmen könnte, ohne konkret zu wissen, in welche Richtung dieser Beitrag laufen könnte.
Das weiß ich tatsächlich in den seltensten Fällen…
… denn meist finden meine Gedanken erst beim Schreiben ihren Weg und ich glaube manchmal merkt man meinen Texten das auch an. So richtige Struktur ist selten drin, dafür führt aber eine Überlegung zu einer nächsten, diese vielleicht zu einer Erinnerung, ich schweife kurz ab und finde dann den Weg zum ursprünglichen Gedankengang zurück und immer so weiter.
Ich wusste, es geht heute um Routinen und ich wusste, dass ich auf jeden Fall auf die festen Projekte im Blog eingehen wollte. Der Rest kam erst wieder beim Schreiben, weil mir dann nach und nach beim Überlegen kam, wie ich eigentlich immer so vorgehe.
Es fällt mir schwer mich da sachlich durch ein Thema hindurch zu arbeiten. Ich schreibe gerne so, wie ich auch reden würde und das kann manchmal recht verworren rüberkommen, ist aber oft durchzogen von spontanen Ideen dazu oder eben auch Erinnerungen, die dann gut passen und eine kleine Sidestory bilden können.
Ein bisschen anders ist es natürlich bei Events und Ausflügen
Da ist die Routine ein wenig anders. Wie ihr wisst, mache ich immer maaaaaaassig Fotos. Ich muss alle paar Tage beim Handy leer räumen, damit ich Platz für Neues habe. Leute glaubt mir, ich wäre wirklich manchmal gerne etwas organisierter in meinem Leben.
Na auf jeden Fall läuft es bei Events, Ausflügen und Co immer so, dass ich die Fotos auf den Laptop lade, sie durchsehe, eine Auswahl treffe, diese dann ins Grafik Programm lade, dann eine weitere Auswahl treffe, welche Fotos es am Ende in den Beitrag schaffen sollen und diese dann minimal bearbeite und zurechtschneide.
Dann öffne ich den neuen Beitrag, lade all diese Fotos als erstes rein und schreibe dann meine Texte rund um die Fotos herum. Hier bilden also die Bilder die Grundlage des Beitrags und beeinflussen meist, wie die Texte sich dann nach und nach entwickeln und meist wird es eher eine Erzählung zu den Bildern, als dass die Bilder – wie in den anderen Beiträgen – einfach die Texte etwas auflockern sollen. Aber hier soll ja auch das Zeigen dann im Vordergrund stehen.
Und viel mehr ist es dann tatsächlich auch gar nicht. Ich bin wirklich von Woche zu Woche manchmal so planlos unterwegs und hangle mich dann so durch die spontanen Ideen durch und fülle so mit einer doch recht eigenen Routine die “Seiten” dieses Tagebuches. So wie gestern….
Alle Teilnehmer beim Bloggerschnack im Mai:



Ein Kommentar
Lorenzo
Interessant zu lesen und danke für die Verlinkung! 👍 🙏
Liebe Grüße, Lorenzo