#fünffragenamfünften im Januar – Da mach ich doch direkt mit!

#fünffragenamfünften

Ich bin ein Lemming. Ich renne der Masse hinterher. Im Moment ist diese Masse noch relativ klein, aber dennoch groß genug, um mir ins Auge zu fallen. Ihr wisst wahrscheinlich nicht, wovon ich hier gerade spreche, daher kläre ich euch jetzt mal auf:

Kennt ihr Nic von Luzia Pimpinella? Ich habe früher oft bei ihrer „Beauty is where you find it“ Challenge mitgemacht und hatte viel Freude daran. In den letzten Tagen tauchte in meinem Feedreader eine neue Challenge von ihr auf. Ich entdeckte sie auf verschiedenen Blogs und wurde von Mal zu Mal neugieriger. 

#fünffragenamfünften – Jetzt wird’s persönlich!

Im Grunde habe ich das eigentlich schon ab und an mal hier auf dem Blog gemacht. Ich habe mit euch 5 Fakten geteilt, die ihr (vielleicht) über mich noch nicht wusstet. Es ist aber gar nicht so einfach sich fünf Dinge aus den Fingern zu ziehen, zumal ich nach fast 15 Jahren bloggen so langsam nicht mehr weiß, was ich euch eigentlich alles schon erzählt habe und was nicht *lach*. Luxus – Probleme, ich weiß, aber nicht unwesentlich.

Na jedenfalls kommt mir die Idee von Nic da wie gerufen, denn jeden Monat, ab dem 5. sammelt sich Beiträge. Vorher formuliert sie fünf Fragen aus, die es dann zu beantworten gilt. Diese können ganz persönlich ausfallen oder total banal und nebensächlich sein. Sie sollen aber vor allem dazu anregen mal ein bissschen aus dem Nähkästchen zu plaudern und zwar genau so viel, wie man von sich Preis geben möchte. Das gefällt mir und wird direkt mal ausprobiert. 

Daher gibt es hier und heute unsere ersten #fünffragenamfünften im Januar…

… natürlich mit etwas Verspätung, aber schöne Ideen müssen ja auch erst einmal entdeckt werden, nicht wahr? Im Folgenden findet ihr nun die ersten fünf Fragen von Nic und meine Antworten dazu:

1. Wann hast du das letzte Mal einen verrückten Traum gehabt?
Ich glaube das war Anfang Dezember. Ganz seltsam, denn ich war schwanger, mit dem dritten Kind. Und das ist deshalb seltsam, weil für uns die Familienplanung offiziell abgeschlossen ist. Das merke ich vor allem daran, dass es mir nicht schwer fällt die Sachen, die der Kleine nicht mehr braucht, auszurangieren (Laufgitter, Reisebett usw. zum Beispiel). Wir sind angekommen in unserer Familie und brauchen (vorerst) keine weiteren Bewohner. Höchstens in Form eines Haustieres, aber da müssen die Kinder und ich den Mann noch ein wenig bearbeiten *lach* . Na jedenfalls war der Traum deshalb so seltsam, weil alles furchtbar schnell ging. Ich wurde im Traum quasi wach und hatte plötzlich einen mega dicken Bauch und einen positiven Schwangerschaftstest (haha, als ob es nicht eh schon offensichtlich gewesen wäre) und hörte einen Freund nur immer wieder sagen: „Siehste, ich hab es dir doch gesagt, bei euch ist das Thema noch nicht durch.“ Ich konnte den Traum allerdings nicht zu Ende träumen, da der Wecker auf einmal klingelte und ich mega matschig und wie gerädert wach wurde. Es muss also ein ziemlich anstrengender Traum gewesen sein. Wer weiß, ob ich seitdem noch mehr verrückte Sachen geträumt habe, aber der blieb mir jetzt irgendwie im Gedächtnis.

2. Bist du heute so, wie du es dir mit 16 vorgestellt hast?
Interessanter Weise mehr oder weniger. Ich hatte ja früher immer das Bild vom kleinen Häuschen mit weißen Gartenzaun, einem Kind und einem Haustier. Jaaaaaa, ich kann manchmal soooo langweilig sein mit meinen Vorstellungen. Allerdings wollte ich CD Verkäuferin werden und eine Tochter. Ein bisschen hat sich also doch alles anders entwickelt, als in meiner kindlichen Vorstellung. Zumal ich zwischenzeitlich eigentlich gegen Haus und für Dachgeschoss – Wohnung mit Terrasse war, denn ich bin eigentlich so gar kein Gartenmensch. Da muss ich jetzt erst reinwachsen. Aber ich habe im Laufe der Jahre auch festgestellt, dass ich wirklich gerne eine Jungsmama bin und es absolut richtig ist, wie es sich entwickelt hat. Was allerdings so gar nicht in mein Bild passt, das ist der Fußball – Verein des Großen *lach* . Aber gut, man sollte auch Abstriche machen können und sooooo schlimm ist es ja nun auch nicht. Achja und eigentlich wollte ich Kinderbuch – Illustratorin werden, aber das sollte euch nicht neu sein. Dazu fehlt mir einfach die Ruhe und die Geduld und die Konsequenz, mit der ich täglich zeichnen müsste. Das strebe ich fürs Alter an, wenn die Kinder ausgezogen sind. Wie ich mich allerdings optisch mit 16 Jahren vorgestellt habe, das kann ich gar nicht sagen. Ich hatte ein ganz schlechtes Selbstbild mit 16 Jahren und fand gerade erst wieder zu mir selbst zurück.

3. Gibt es etwas, das du am alt werden richtig gut findest?
Uff, die Frage finde ich jetzt richtig schwer, denn wenn ich ehrlich bin, gehört das Altern zu meinen größten Ängsten, die ich immer wieder ausblenden möchte. Mal davon abgesehen habe ich immer das Gefühl mich deutlich jünger als angemessen zu benehmen, auch wenn ich ruhiger geworden bin. Was finde ich also am alt werden gut? Ich glaube ich bin genügsamer geworden, ich gebe mich schneller mit Situationen zufrieden und ich habe zwar nach wie vor immer Wünsche, muss sie aber nicht unbedingt erfüllt bekommen. Bescheidener also vielleicht? Ich weiß ruhige Abende und schöne Ausflüge deutlich mehr zu schätzen, wo ich früher immer Action um mich herum brauchte und habe gelernt mit weniger, aber dafür den richtigen Menschen um mich herum aus zu kommen. Hmm…ja, ich weiß auch nicht…

#fünffragenamfünften

4. Welcher Geruch verursacht bei dir Kindheitserinnerungen?
Uuuuuh…da gibt es mehrere. Kekse backen zum Beispiel oder der Geruch von Honig in warmer Milch. Altes Leder lässt mich an meinen Vater denken. An die Umarmungen, die er mir gab, um mich zu trösten. Er roch immer ein wenig nach altem Leder… und Tabak. Nicht der beste Geruch, aber er gehörte immer zu ihm. Der Duft von Schwefel, wenn eine Kerze oder ein Streichholz ausgepustet werden und wenn es in der Wohnung auf einmal anfängt nach Kuchen zu riechen, dann war immer Geburtstag angesagt. Aber im Grunde stelle ich gerade fest, dass es weniger die Gerüche sind, die mich an Kindheit denken lassen, sondern vielmehr Geräusche, Lieder und Töne. 

Wenn ich allerdings so darüber nachdenke, dann weiß ich, dass der Geruch von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln mich an schöne Spaziergänge über den Weihnachtsmarkt denken lässt und wenn ich Nudeln mit Buletten anbrate, denke ich automatisch an meine Oma, die das gerne für mich zum Mittag gekocht hat. Genauso wie ihre berühmte Hühnersuppe. Ah, seht ihr, da sind doch ein paar Erinnerungen noch versteckt gewesen.

5. Welche übernatürliche Superkraft hättest du gern?
Und daran merkt man jetzt, dass ich tatsächlich gealtert bin und meine Prioritäten sich verschoben haben, denn ich hätte gerne diesen schnappenden Finger von Mary Poppins, der die Dinge dazu bewegt, sich selber weg zu räumen, von alleine zurück in ihre Schubladen und Kisten zu springen und „Schnapp“ ist alles ordentlich. Es ist so frustrierend manchmal jeden Tag die gleichen Dinge wie am Vortag aufzuräumen und selber irgendwie auch den Hang dazu zu haben kein wirkliches System in seine Sachen reinbringen zu können. Also ja, manchmal hätte ich gerne die Leichtigkeit einer Mary Poppins für manche Dinge. Streng doch bestimmt. Auch wenn es ja im Grunde nur eine Lebenseinstellung ummalt von einer schönen Idee und einer Melodie ist.
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Mehr von den #fünffragenamfünften dann im Februar! Habt ihr Lust?

Ich bin sehr gespannt auf die nächsten #fünffragenamfünften, die NIc sich für den Februar dann überlegt und freue mich schon darauf, wieder ein bisschen in meine eigene Gedankenwelt einzutauchen. Welche Superkraft hättet ihr gerne, wenn ihr die Möglichkeit hättet euch eine auszusuchen? Das würde mich ja mal brennend interessieren.

sari-unter

5 Kommentare

  1. Schön, dass du dabei bist, Sarah!

    Das macht mich jetzt neugerig… warum gehört das Altern zu deinen größten Ängsten? Welcher Aspekt davon? Ich meine, dass ist doch etwas, dass wir nicht abwenden können und, dass wirklich ALLE duchmachen müssen. Ist Angst davor zu haben nicht ‚eh sinnlos?

    Liebe Grüße
    Nic

    • Sarah Kroschel

      Das ist es wohl, das Unvermeidliche, denn alt, das werden wir auf jeden Fall und wir können noch so viel tun für unsere Fitness, irgendwann kommt der Punkt, an dem der Körper einfach abbaut und seinen Dienst getan hat und davor habe ich Angst. Ich habe auch eine Zeit lang im Altersheim gearbeitet und bin mit der vollen Breitseite konfrontiert worden. Da waren ältere Menschen, die waren megafit und dann ganz plötzlich ging ohne Hilfe gar nichts mehr. Daher versuche ich jedes Alter so gut es geht zu genießen und nicht daran zu denken, dass es irgendwann auch wieder anders wird.

  2. Pingback: #fünffragenamfünften im Februar und der Tatsache, dass ich Angst vor dem Allein sein habe... - Heldenhaushalt

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