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Gedankentagebuch #53 -Wetter-Körper-Fühligkeit?

Für das Gedankentagebuch heute erfinden wir mal ein neues Wort (oder gibt es das schon?): Wetter-Körper-Fühligkeit. Nennt mich kreativ! Gibt es nämlich so noch nicht. Wetterfühligkeit. Ja! Und viele von uns kennen das sicherlich auch, aber für mich geht das Hand in Hand mit der Frage “Welcher Jahreszeiten-Typ bist du”.

Jeder fühlt sich in einer anderen Jahreszeit zu Hause

Man sagt ja gerne, dass man ein Sommer- oder ein Frühlingsmensch ist. Ich habe schon mehr als ein Mal hier verkündet, dass der Herbst meine ultimative Jahreszeit ist (und das liegt nicht nur am Herbstleuchten und er Tatsache, dass wir in den Halloween-Modus schalten). Es hat tatsächlich in meinem Fall etwas mit der Körperwahrnehmung zu tun.

Auch wenn ich, wie die meisten, natürlich wirklich nicht gerne friere (wirklich nicht!), findet in meiner persönlichen Wahrnehmung zum Herbst immer eine massive Veränderung statt. Ich fühle mich wohler mit mir und meinem Körper. Sobald die Jahreszeiten wärmer werden, schlägt das direkt in die andere Richtung um und ich vernehme eine ständige Unzufriedenheit mit mir.

Ich befürchte das Thema heute ist extrem oberflächlich

Es tut mir leid, da müsst ihr heute durch… oder lest alternativ woanders weiter, wenn euch das heute so gar nicht liegt. Ich verstehe es. Ultra spannend ist dagegen gerade die Diskussion rund um KI und Bloggen, hier in den Kommentaren, aber auch bei anderen Bloggern. Schaut gerne mal vorbei. Es sind so vielseitige Ansichten und teilweise decken sie sich auch. So 100 % angekommen ist das Thema in unseren Köpfen scheinbar noch nicht und was mir so gar nicht daran gefällt ist, dass man ja auch durchaus wieder dazu neigt sein eigenes Bild zu verfälschen (eine Zeit lang pflegten viele dann doch das “Mehr Realität” Prinzip und waren stolz auf Falten und graue Haare). Ich beobachte das alles aktuell noch mit relativ viel Abstand und Interesse zugleich.

Wie dem auch sei… mir ist natürlich bewusst, dass so ein Thema wie die eigene Körperwahrnehmung sehr einseitig für Leser hier sein kann. Bei vielen Creator (anders kann ich es nicht sagen, weil ich es vor allem auf Instagram derzeit beobachte) ist Abnahme gerade ein massives Thema. Viele teilen ihre Erfolge und das zu recht, denn sie haben wirklich Tolles erreicht und können stolz auf sich sein. Aber ich weiß nicht, ob es an meiner Timeline liegt oder am Algorithmus… es ist irgendwie gerade wieder ganz groß bei vielen.

Es gehört zu den typischen Themen, die gerade zu Beginn eines Jahres immer wieder aufploppen. Auch bei mir. Wie ihr wisst, ist der Jahresanfang für mich immer die Zeit mit der größten Motivation, wo man immer das Gefühl hat alles auf Anfang setzen zu können.

Dieses Jahr kam allerdings ganz schnell die Flaute

Das Eis, manche Geschehnisse im privaten Umfeld… Stress in einigen Bereichen. Die Motivation war ganz schnell aufgebraucht. Auch hier zu Hause, als klar wurde, dass die Baustelle und damit nochmal einiges an Chaos kommen würde.

Der Aufwand alles schön zu machen, der lohnt aktuell einfach nicht, also muss ich diesen Motivationsschub wohl nochmal auf Ende April verlegen. Aber spätestens ab da wird ja auch das Wetter hoffentlich endgültig besser und wir haben es schon in den letzten Wochen gemerkt: Je mehr Sonne, Vogelgezwitscher, Licht an sich und auch milde Wärme, desto größer die eigene Antriebskraft, oder? Vor allem, wenn man zu Frühjahresmüdigkeit neigt und diese dann auch erfolgreich überwunden hat. Tschakkaaa!

Um aber mal wieder zum ursprünglichen Gedankengang zurück zu kommen

Wetter-Körper-Fühligkeit. Oder meinetwegen auch Jahreszeiten-Köper-Fühligkeit. Und ich spreche hier nicht von bekannten Symptomen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Schwindel, Gelenkschmerzen usw… Ja, mein Mitleid an alle, die wetterfühlig sind. Es ist manchmal wirklich nicht einfach (vor allem, wenn das gesamte Jahr sich inzwischen wie eine ständig unbeständige Jahreszeit anfühlt).

Ich rede wirklich von eigener Körperwahrnehmung. Mein Körper fühlt sich für mich im Herbst vollkommen anders an, als im Sommer. Im Sommer wandle ich mich ständigen Unsicherheiten und Unwohlsein umher. Meine Selbstwahrnehmung ist extrem gestört, sobald es milder wird und ich mich nicht mehr in einen Pulli kuscheln und legitim einen dicken Schal tragen kann.

Nicht nur, dass ich es nicht besonders mag, wenn es immer wärmer wird. Wenn ich in den Spiegel schaue ist es, als ob ich einen vollkommen anderen Menschen sehe, mit dem ich überhaupt nicht zufrieden bin. Die Makel erscheinen einem viel extremer, obwohl man sich zum Winter hin eigentlich gar nicht groß verändert hat. Aber irgendwie sehe ich die Makel weniger im Herbst. Verrückt, oder?

Es ist wirklich als ob ich zwei verschiedene Menschen wäre. Ein Frühjahresmensch und ein Spätjahresmensch und beide unterscheiden sich in vielen Punkten. Kann man ein Stück weit verstehen, was ich meine?

Und warum quatsche ich heute darüber? Weil mir in den letzten Tagen wieder aufgefallen ist, dass dieses Selbstbewusstsein, das ich vor einer Weile noch spürte, gerade wieder nach und nach schrumpft und dafür die Unsicherheiten die Überhand gewinnen. Erkenntnis ist bekanntermaßen der erste Weg zur Besserung, oder? Also habe ich mit diesem niederschreiben dieser doch sicherlich verrückt wirkenden Gedanken, einen ersten Schritt gemacht… nun mal schauen, wie der zweite aussehen könnten.

Over and out…

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

2 Kommentare

  • bullion

    Eine interessante Wortschöpfung und Beobachtung. Ich kann das irgendwie nachvollziehen, aber dann auch wieder nicht bzw. auf andere Art und Weise. Bei mir ist das “Körpergefühl” eher tagesformabhängig, ganz egal ob Sommer oder Winter, Herbst oder Fühling. Zufrieden bin ich ohnehin nie mit mir und meinem Körper. Es stellt sich, wenn es gut läuft, eher ein “mir egal”-Gefühl ein bzw. eine Akzeptanz. Jetzt ist gerade auch wieder so eine Phase. In der Fastenzeit nehme ich meinen Körper noch einmal ganz anders wahr und merke Veränderungen deutlich (auch wenn es zu langsam geht). Vielleicht schreibe ich da auch noch einmal gesondert drüber. Danke für den Impuls.

    • Sari

      Die Tagesform spielt eh nochmal mit rein: Gerade als Frau kommt da ja nochmal der Faktor Periode mit rein usw… gaaaaanz böse :)

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