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Bloggerschnack im August 2026: Meine ältesten Blogartikel 

Guten Morgen Bloggergemeinde! Wie ergeht es euch in letzter Zeit. Nachdem die Hitze ja nun ein wenig nachgelassen haben, kochen die Hirnzellen nicht mehr so vor sich hin und man könnte wieder etwas produktiver werden, oder? Zeit also sich dem Bloggerschnack zu widmen, bevor das wieder auf den letzten Drücker passiert.

Noch einmal grob zusammengefasst das Prinzip vom Bloggerschnack für euch: Jeden Monat wird ein neues Thema über das Forum “Bloghexen” festgelegt.  Man hat nun den ganzen Monat Zeit, um dieses Thema bei sich auf dem Blog, Instagram oder sonst wo, zu bearbeiten. Dabei wird als Quelle das Forum angegeben. Wenn man dort idealerweise auch selber angemeldet ist, kann man seinen Beitrag dort im entsprechenden Posting verlinken (eine allgemein funktionierende Alternative ist noch in Planung). 

Bloggerschnack im August 2026: Meine ältesten Blogartikel – Was würde ich heute anders machen?

Ich muss gestehen, dass ich die Frage des Bloggerschnack in diesem Monat unglaublich spannend aber zugleich auch ziemlich schwierig finde. Als jemand, der nun seit über 20 Jahren bloggt, kann ich natürlich viele Veränderungen bei meinen Blogposts und meiner Art zu bloggen feststellen und ja, ich gehe teilweise wirklich anders an die Dinge heran als früher.

Wobei man hier ehrlicher Weise auch nochmal ganz kurz einen Blick darauf werfen muss, wie das alles eigentlich angefangen hat. Die Geschichte an sich bzw. vom Ursprung habe ich ja nun schon mehr als einmal berichtet und will hier dieses Mal gar nicht so sehr ins Detail gehen. Trotzdem sollte man wohl wissen, wie es zu Beginn war um einen genaueren Blick auf eben diese Veränderungen werfen zu können.

Der Blog war zuerst kein richtiges Tagebuch

Wie manche vielleicht noch wissen, habe ich ganz am Anfang versucht erst mit Baukästen und im Laufe der Zeit ganz banal eine Homepage zu leiten. Diese sollte vor allem meine Zeichnungen zeigen, da ich früher unglaublich viel Zeit in das Zeichnen investiert habe. Da saß ich auch durchaus mal 8 Stunden an einem Bild und nutzte hier massiv den Austausch der Animexx-Community. Eine Plattform (vor allem mit Manga und Anime Schwerpunkt), wo man seine Werke hochladen und die von anderen kommentieren konnte. Das war die Zeit, wo nach und nach auch überall aus dem Internet Seiten kamen, die man selber gemacht hatte. Portfolios, wo man seine Werke sammelte wie eine Mappe im Kunstunterricht.

Was einem hier allerdings fehlte, das war der Austausch. Es herrschte das Prinzip der Gästebücher, wo man ein kurzes Feedback zur Homepage hinterließ. Natürlich mit der Hoffnung, dass die Leute dann auch auf einen Gegenbesuch vorbei kamen. Direkte Reaktionen auf seine Werke gab es selten und Updates auf der Homepage konnte man ja auch nur machen, wenn man etwas fertig gestellt hatte. Das motivierte zwar dazu viel zu zeichnen damit man viel und regelmäßig updaten konnte, aber naja… Reaktionen bekam man eben nicht immer.

Es etablierten sich irgendwann zu Scripte, die man einbauen konnte, um eine Art Tagebuch zu erstellen, wo die Besucher dann auch direkt kommentieren konnten. Sowie diese Microblog-Skripte, die viele dann in der Sidebar hatten. Wer weiß, vielleicht entstanden aus diesem Bedürfnissen heraus irgendwann die CMS wie WordPress und Co… wer weiß, wer weiß… na auf jeden Fall zog ja auch ich irgendwann alles auf WP um und von da an gab es eben nicht mehr nur die künstlerischen Updates, sondern man fing an über wirklich alles zu schreiben.

Und wenn ich alles sage, dann meine ich wirklich ALLES!

Und hier lässt sich wohl die größte Veränderung feststellen: Ich habe gar nicht groß darüber nachgedacht, worum es inhaltlich bei mir gehen könnte. Ich erzählte wirklich alles. Egal wie langweilig und unwichtig es war. Egal wie lang oder kurz der Artikel dann ausfiel. Worüber ich mich aufregte, was ich schön fand, was ich entdeckt hatte… Im Grunde ist das ja auch passend zum Konzept Bloggen, aber wenn ich manche der Beiträge von damals heute lese, dann schlackern mir doch ein wenig die Ohren.

Ich finde man war vor 20 Jahren einfach noch etwas gedankenloser unterwegs. Nicht im Sinne von andere zu ärgern oder so – was man ja heute ganz gerne mal macht, wenn ich von gedankenlos rede – man hat einfach nicht groß drüber nachgedacht. Man war… naja, ich würde fast sagen, freier. Heute geht man da wohl etwas gewissenhafter um.

Im Laufe der Jahre fand ich immer wieder meine Nieschen

Man findet seine Bubble, wie wir so gerne sagen, in die wir gerade ganz gut rein passen. Oft wurden wir dabei von anderen inspiriert. Übrigens eine Sache, die ich an der Blogsphäre gerne mag, so lange nicht immer gleich gedacht wird man ahmt nach oder klaut Ideen. Ich finde ein Austausch soll ja anregen und inspirieren. Wie heißt es so schön: Nur gute Ideen werden nachgemacht.

Obwohl, wenn ich mir diese Creator-Trends anschaue ist das vielleicht nicht immer etwas Positives. Aber das meine ich eigentlich auch nicht. Nicht auf Erfolgsschienen aufspringen, sondern sich eben inspirieren durch Gedanken und Ideen und gemeinsam dann zu wachsen. Kreativ sein eben oder sich neu entdecken.

Neulich las ich bei einer Frau auf Instagram, die ich eigentlich schon immer ziemlich beeindruckend mit ihrer Lebenseinstellung fand, dass sie sich in einem extremen Tief befand und dies überwinden konnte, in dem sie alle Menschen, die sie triggern oder toxischen Einfluss auf sie haben, blockiert egal wie sehr sie diese mag und gleichzeitig die Menschen, die ihr ein positives Lebensgefühl geben und inspirieren zu den Favoriten gepackt hat. Und sie konnte nach und nach eine Veränderung bei sich wahrnehmen. Was schließen wir daraus? Es ist wichtig, mit wem wir uns umgeben. Ob er uns gut tut… aber das ist schon wieder so ein Thema für sich und lässt mich wohl abschweifen.

Worauf ich eher hinaus wollte: Man kann sich gegenseitig inspirieren und das ist etwas wirklich Wunderbares. Und so wandelte ich eben auch durch meine verschiedenen Blogphasen. Würde ich es heute anders machen? Nein, denn es war wichtig für meine Entwicklung.

Was sich nicht verändert hat?

Auch wenn ich in all den Jahren schon ein Zeichenblog, ein Häkelblog, ein Nähblog, ein Mamablog, ein Familienblog, ein Bücherblog und auch einfach allgemein ein Kreativblog war (und ja, ich habe mich jedes Mal anders entsprechend definiert eine Zeit lang), bin ich doch vor allem vordergründig ein persönlicher Blog geblieben. Was es nämlich irgendwie schon immer gab, das waren meine Alltagsberichte. Im Laufe der Jahre veränderten sich diese, wurden etwas abgewandelt oder angepasst, aber irgendwie gab es immer eine Wochenzusammenfassung mit Entdeckungen, Berichten und Erkenntnissen.

Und was ich auch schon immer gemacht habe: Ich habe einfach los geschrieben. Nicht lange darüber nachgedacht oder recherchiert. Einfach los… einfach so, wie die Gedanken kamen und wie ich auch im wirklichen Leben (ich nenne das jetzt mal so) reden würde. Daher auch immer viele Nebensätze in Klammern, weil ich auch außerhalb des Internets gerne mal so etwas einwerfe. Gerne mal mit grammatikalisch nicht richtigen Satzanfängen, weil ich eben auch so rede und denke. Ich habe es immer wieder versucht. Vor allem, wenn ich so wunderbar tiefgründige und nachdenkliche Blogs besucht habe, die so eine wunderschöne Ästhetik hatten, so eine warme und gemütliche und irgendwie auch poetische Atmosphäre, die ich auch gerne ausstrahlen wollte.

Aber ich lerne immer wieder: So bin ich einfach nicht. Und so habe ich irgendwann damit aufgehört sein zu wollen, wie andere es sind, weil es sich dann mehr wie ein gequältes Schreiben angefühlt hat, als ich. Ja, es sind dann vielleicht manchmal komische Beiträge, aber so bin ich nun mal *lach*

Ich denke auch nicht mehr darüber nach, ob es gefallen könnte

Ich habe jedes Thema immer in einen Extrabeitrag verpackt und so auch mal zwei Beiträge an einem Tag veröffentlicht. Außerdem jeden Tag. Es MUSSTE jeden Tag ein Beitrag kommen, sonst könnten ja die Besucherzahlen zurück gehen. Daher kamen da sicherlich auch diese teils wirklich seltsam sinnlosen Kurzgedanken, über die ich heute nur noch den Kopf schütteln möchte. Gleichzeitig habe ich aber immer nach Inhalten gesucht, die den Besuchern gefallen könnten, damit sie eben auf den Blog gelockt werden. Ich habe den Blog in massig Bloglisten eingetragen und sie jeden Tag mit Klicks nach oben gepusht… meine Güte, wie konnte man sich nur so verrückt machen.

Das mache ich heute definitiv nicht mehr. Natürlich ist es schön, dass es seit zwei Jahren wieder deutlich lebhafter hier in den Kommentaren ist und ich bin unglaublich glücklich über die Menschen, die ich dadurch hier (teilweise auch wieder-) gefunden habe, aber ich veröffentliche meine Beiträge schon lange nicht mehr nur wegen der Kommentare, sondern weil ich gerne darüber berichten möchte. In meinem Stil. Manchen gefällt das und anderen nicht. Und das ist auch gut so. Nicht jedem kann alles gefallen und ich lasse jetzt nicht auf einmal Dinge weg, weil sie eben nicht jedermanns Sache sind. Vor allem, weil ich ja auch so gerne in den alten Beiträgen lese und mich erinnere und daran erfreue. Selbst bestimmte Rezepte suche ich immer wieder vom Blog heraus, weil wir sie immer wieder gerne kochen oder backen.

Aber eines muss ich doch sagen

Wenn ich in den alten Beiträgen lese, fehlt sie mir dennoch manchmal ein wenig… diese Leichtigkeit, die ich damals beim Schreiben hatte. Heute erzähle ich viel vom Alltag und meinen Gedanken. Vor allem vom Alltag, weil er hier so mega dominant irgendwie geworden ist und dadurch viele geliebte kreative Aspekte auf der Strecke geblieben sind.

Das Schreiben früher war sicherlich auch ein wenig freier. Ich konnte über ein Erlebnis im Bus schreiben, über eine Frau über die ich mich ärgerte. Ich war in der Lage einen Gedanken ganz kurz darzustellen. Einfach so… zwischendurch mal. Diese Leichtigkeit hätte ich manchmal gerne wieder. So wie die Kurzgedanken, die Tommi eine Zeit lang eingeführt hatte. Ich mag das Konzept irgendwie. Es gibt heutzutage dann doch auf einmal auch so viel, auf das man achten und das man beachten muss. Aber das gehört eben dazu.

Ob ich das Thema vom Bloggerschnack nun schlussendlich wohl richtig bearbeitet habe, das weiß ich gerade gar nicht so recht. Ich schrieb eben wieder einfach nur los… und was dabei heraus kam, das seht ihr hier. Was denkt ihr dazu?

Alle Teilnehmer beim Bloggerschnack im August:

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

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