Die Minecraft Experience in Oberhausen
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Wie es dazu kam, dass der Sohn und ich die kleine “Weltreise” nach Oberhausen angetreten sind, um die Minecraft Experience zu besuchen, das habe ich euch ja nun schon zur Genüge berichtet. Heute möchte ich mit euch unsere Eindrücke dieser immersiven Erfahrung teilen!
Minecraft Experience: Villager Rescue
Der vollständige Arbeitstitel der Ausstellung lautet “Minecraft Experience: Villager Rescue” und das ist deshalb wichtig zu wissen, weil man hier schon weiß, dass man nicht unbedingt mit allem zu tun hat, was man aus der Welt von Minecraft kennt. Das ist in sofern nicht schlecht, weil hier wirklich auch Menschen mitmachen können, die das Spiel selbst eigentlich gar nicht kennen. Man kann die Ausstellung demnach ohne bedenken besuchen, denn aktiv können wir dennoch alle gemeinsam werden.
Man bucht – wie inzwischen bei den meisten Veranstaltungen dieser Art – einen Timeslot, zudem man in einer Gruppe diese Führung beginnt. Ein Mitarbeiter führt die Gruppe dann von Raum zu Raum und in jedem Raum bekommt man neue Aufgaben. So kann man das Ganze wohl im Groben beschreiben.
Bevor man jedoch mit seiner Gruppe das Abenteuer beginnt, bekommt man am Eingang eine kurze Einführung über die Story und die Aufgaben über einen Bildschirm am Eingang und jeder bekommt zudem einen Orb in die Hand. Das ist dieser kleine Würfel, der je nach Aktion die Farbe ändern kann und auch mal vibriert.

Dieser Orb ist ab jetzt dein ständiger Begleiter
Mit dem Orb musst du in den Räumen aktiv werden und je nachdem übernimmt er jedes Mal eine andere Aufgabe. Im ersten Raum üben wir zum Beispiel erst einmal im Wald. Er ist Spitzhacke, Axt und Schwert zugleich. Wir üben Resourcen abzubauen, in dem wir Bäume zerhacken und wenn es Nacht wird, müssen wir die aufkommenden Monster wie Zombies und Spinnen bekämpfen. Hierfür stellt man sich auf vorgesehene Felder und muss die entsprechenden Bewegungen mit dem Orb machen.

Aber auch auf dem Fußboden erscheinen Resourcen wie zum Beispiel Äpfel, die es gilt einzusammeln, in dem man auf sie hüpft oder tritt. Fängt der Orb an zu vibrieren und grün zu leuchten, hat man den Raum geschafft und der Mitarbeiter führt euch in den nächsten.
Und so arbeiten wir uns von Raum zu Raum
Die Kulissen der verschiedenen Räume entsprechen natürlich total denen, die man aus dem Spiel kennt (sofern man es kennt). Die bekannte Pixeloptik steht hier natürlich voll im Vordergrund. Auch Mobs bzw. Figuren aus dem Spiel sind überall zu finden und laden dazu ein auch mit ihnen aktiv zu werden oder ein schönes Erinnerungsfoto zu schießen.

Die Action spielt sich allerdings vor allem über die Wände und den Fußboden ab. Teilweise sind Flächen aufgebaut, auf denen wir mit dem Orb interagieren müssen, um diesen einzufärben, über die Wände laufen Gestalten, die wir bekämpfen müssen oder Truhen und andere Dingen tauchen auf, die wir durch schütteln des Orbs einsammeln können. In manchen Räumen dominieren die Minecraft-Welten vor allem durch die animierten Darstellungen an den Wänden, in anderen kommen eben noch plastische Elemente dazu.
Wir arbeiten die ganze Zeit zusammen
Nett fand ich, dass wir als Gruppe zusammenarbeiten sollten. Du bist jetzt nicht gezwungen Hand in Hand mit den fremden Menschen um dich herum zu agieren, aber ihr arbeitet dennoch zusammen, um all die Aufgaben zu erfüllen. Ihr bekämpft gemeinsam die Mobs, sammelt zusammen die Materialien und in einem Raum müsst ihr tatsächlich auch mehrere Personen finden, die gemeinsam Werkzeuge herstellen. Da verliert man recht schnell die Scheu, denn unser Mitarbeiter sagte uns zu Beginn, dass man pro Raum ca. 6 Minuten Zeit für die Aufgaben hat. Ja, das ist an sich leider nicht sehr viel…

Wir hatten etwas Glück, dass unsere Gruppe etwas kleiner ausfiel, so war das Gedränge nicht allzu groß und man hatte immer genug Platz, um sich in den Räumen auszuprobieren.
Kurz zur Storyline vielleicht ein paar Worte
Wir betreten also den ersten Raum und lernen ersteinmal unser Werkzeug kennen und sammeln bei der Gelegenheit schon Holz und mehr. Mit diesem bauen wir dann gemeinsam an großen Bildschirmen unser Dorf auf, das jedoch schon nach kurzer Zeit angegriffen wird. Alle Bewohner werden zu Zombies und nun besteht unsere Aufgabe darin alles Nötige aus der Minecraft-Welt zu sammeln, um die Dorfbewohne am Ende zu heilen.

Wir gehen dabei durch verschiedene Biome (Naturlandschaften), sammeln Äpfel, Pilze, Bambus, Goldbarren und mehr, müssen ins End und die bösen Mobs besiegen und am Ende alles zu einem Trank zusammenfügen, mit dem wir schließlich im letzten Raum die Bewohnern heilen können.

An sich also wirklich eine schöne Geschichte, an der wir uns entlang hangeln können.
Unser kleines Fazit zur Minecraft Experience
Ein erstes Kurzfazit vom kleines Sohn: Total toll!
Etwas detaillierter kann ich sagen, dass es wirklich gut gemacht ist. Es ist vor allem eine rein immersive Ausstellungen, bei der jeder aktiv werden kann der möchte. Hüpfen, rätseln, werfen und mehr steht auf dem Plan und so wird einem eigentlich nicht langweilig. Insgesamt war mir das alles aber etwas zu kurz. Sechs Minuten pro Raum ist keine lange Zeit und manchmal hatte ich ein wenig das Gefühl, dass wir etwas schneller als nötig in den nächsten Raum geschickt wurden. Aber das hängt sicherlich auch davon ab, von wem man so von Raum zu Raum geführt wird. Dennoch hat unser Mitarbeiter das mit viel Leidenschaft gemacht und sichtbar Freude gehabt. Ich hätte allerdings gerne mehr Zeit gehabt, um mit dem Sohn nach der Action die Räume nochmal ausgiebiger zu erforschen und mit den Figuren Fotos zu machen.

Der kleine Sohn hatte noch damit gerechnet, dass man auf den Enderdrachen trifft und diesen bekämpfen müsste, aber der Titel der Ausstellung sagt uns ja schon, dass unsere Mission eine andere ist. Da kommt dann der Minecraft-Fan beim kleinen Sohn etwas durch. Ich mag aber die Entwicklung, dass solche Ausstellungen einen mehr und mehr aktiv mit einbeziehen und es so eher zu einem Erlebnis wird, an dem jeder teilhaben kann, auch wenn er sich mit dem Inhalt erst einmal gar nicht so auskennt.

Also im ausführlicheren Fazit war es ein tolles Erlebnis, das aber gerne ein wenig umfangreicher hätte sein dürfen.
Aktuell kann man die Minecraft Experience noch im OBEX in Oberhausen besuchen. Auf der Homepage gibt es ja zudem den Hinweis, dass man für die Ausstellung ca. 60 Minuten einplanen sollte und das haut auch ungefähr hin. Plant außerdem noch etwas Zeit für den Merchandise Shop am Ende ein *lach*. Hier könnt ihr euch überlegen, ob ihr das Foto kaufen wollt, das zu Beginn der Ausstellung vor einem Green-Screen mit euch gemacht wird und einige exklusive Sachen kaufen. Achja und jeder Teilnehmer bekommt am Ende eine Karte mit einem Code für ein Item, das man im Minecraft-Spiel einlösen kann. Eine speziellen Umhang, den man auch in echt im Store kaufen an. Der sieht dann wie folgt aus:

*Anmerkung: Der Ausflug ist weder gesponsort noch bezahlt. Wir haben die Ausstellung auf eigene Kosten besucht. Der Beitrag spiegelt nur unsere persönlichen Erfahrungen wider.


