Es war einmal ein großer Junge…

Da sitze ich nun und blicke auf ein Kind hinab, dass definitiv nicht wie gerade mal vier Monate wirkt. Zieht Euch das rein…vier Monate und ein paar Tage! Und er lächelt wie ein Weltmeister (kann aber auch wie einer meckern und schreien), die Bauchdrehungen sind inzwischen Routine und der Po bewegt sich sehr verdächtig in die Höhe. Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis er merkt, dass er noch erfolgreicher sein kann, wenn er die Ellenbogen auch noch aufstützt *argh* Ich vermute, dass es nicht mehr lange sein wird…

Der junge Mann bekämpft bereits sehr tapfer seinen ersten Schnupfen und mein absolutes Highlight: Er hat das Schaukeln für sich entdeckt. Das erste Mal merkten wir das in Frankfurt, als ich in einer ruhigen Minute auf einer Schaukel mit ihm saß. Er jauchzte und lachte vor Vergnügen…der Held und ich könnten uns das Video davon den ganzen Tag rauf und runter anschauen. Das Lachen ist so wunderschön. Nach diesem Erlebnis nutzen wir den Spielplatz um die Ecke nun in Zukunft viel regelmäßiger. Sowieso findet der Kleine es total schön die anderen Kinder zu beobachten, das Gras zwischen den Fingern zu spüren und mit Mamas Hilfe zu Fuß das Klettergerüst zu erkunden. Schnell wird man da allerdings auch müde, von daher waren wir immer mal nur ein paar Minuten da. Das Rutschen auf Mama oder Papas Schoß scheint zwar interessant, aber noch nicht interessant genug zu sein… Ich hoffe jedenfalls, dass der Regen uns gnädig ist und uns noch ab und an mal erlaubt dem Spielplatz einen Besuch abzustatten.

Und zwei neue Erlebnisse gilt es zu verarbeiten. Da wäre zum Einen der Möhrchenbrei, den es nun seit ein paar Tagen gibt und von Tag zu Tag klappt es immer besser, etwas vom Löffel runter zu bekommen. Am Anfang hat er noch versucht daran zu Nuckeln, wie an der Flasche, aber so langsam merkt er doch, dass es anders etwas besser geht. Mal sehen, wann wir uns dann vorsichtig an eine weitere Brei-Sorte heranwagen. Am Schlaf- und Hungerverhalten hat sich allerdings bisher noch nicht so viel verändert, dass ich sagen würde, dass der Brei irgendwie sättigender ist oder so. Mal weiter beobachten.

Das andere Erlebnis ist eine kleine Krabbelgruppe, auf die ich durch Zufall in näherer Umgebung gestossen bin. Ich bin sehr gespannt, wie es für ihn und auch für mich sein wird. Aber wenn ich immer sehe, wie gerne er andere Kinder beobachtet, dann denke ich, dass er seinen Spaß daran haben wird. Herrjeh und die ersten Kitas haben wir uns auch schon angesehen. Ich finde es so furchtbar, dass man gezwungen ist so früh schon zu suchen und auch anzumelden. Dabei ist der Miniheld doch gerade mal seit so kurzer Zeit bei uns, da will ich doch nicht schon darüber nachdenken, wie es in zwei Jahren sein wird *umfall* …

So viel passiert im Moment und ich bin sooo aufgeregt. Ich kann es kaum erwarten bestimmte Dinge mit ihm machen zu können und gleichzeitig bin ich so erschrocken darüber, wie schnell alles bei ihm geht, dass ich eigentlich nicht will, dass er so schnell groß wird *lach* Mama-Sorgen halt ^^ …

11 Kommentare zu „Es war einmal ein großer Junge…“

  1. Ich kann dir nur zustimmen, wenn du schreibst, dass du es schrecklich findest schon dein Kind in einem Kindergarten anmelden zu müssen, damit man dann in 2 oder 3 Jahren einen Platz bekommt.
    Gottseidank ist dies bei uns anders. Hier meldest du im November für das kommende Jahr dann die Kinder an und die Plätze werden nach dem Geburtsdatum und nach Bedürftigkeit, sprich ob Ganztageskind/Übermittagskind/Normalkind, vergeben. Also etwas entspannter. Da merkt man doch, dass man nicht in der Großstadt lebt.

  2. Ich habe das Schaukelvideo auch schon mehr als einmal angesehen und finde es einfach herrlich! Es gibt noch so viel zu entdecken für den Minihelden und auch für euch als Eltern. Da ist jeder Tag aufs neue spannend und außergewöhnlich. Ich bin ja persönlich gespannt auf sein erstes Wort, denn im Babykauderwelsch brabbelt er ja schon ganz ordentlich vor sich hin. *zwinker*

  3. @Eva: Wobei ich sagen muss, dass ich bei der einen KITA schon sehr überrascht war, dass die so gefragt ist, da sie ja auch eher eine Art Dorfkita ist…naja, favorisiert haben wir eh eine andere und ich hoffe inständig, dass wir eine Zusage bekommen werden.

    @Maru: Es wird wohl eher unbewusst sein, aber ein Mama, ein Aua und ein Eheh (also ein Nein) hört man schon öfter. Mal sehen, wann er merkt, dass er damit auch gezielt etwas erreichen kann.

  4. Hier meldet man auch Nov/Dez an für das kommende Jahr und dann wird geschaut. Umgebungskinder haben vor den aus den anderen Stadtteilen Vorrang etc. U3 muss man allerdings schön früher anmelden und landet dann auf einer Warteliste. Schlimm schlimm.

    Nur Mörchen sind noch nicht so stark sättigend. Denke wenn Kartoffel dazukommt, dann ändert sich das mit dem Essverhalten.

    Sie werden so schnell groß. Wenn ich daran denke, das wir vor ziemlich genau einem Jahr auch mit Pastinake allerdings angefangen haben und nu futtert er wie wir alles vom Tisch. Wobei er das auch schon seit dem er 10 Monate alt ist macht, seit nen halben Jahr.

  5. In den Top 10 der heimtückischsten Flecken liegt bei mir Karrotte nur knapp vor Motoröl – deswegen wäre mir ja Pastinakenbrei nachträglich etwas sympathischer gewesen. Wobei ich als Jungvater noch nichtmal wusste, was Pastinaken überhaupt sind… Naja, man lernt dazu.

  6. Das ist etwas, dass ich an unserer Welt so verrückt finde, immer alles kommt meilenweit im Voraus (ist vielleicht nicht ganz der passende Vergleich, aber ich könnte mich immer tierisch über Lebkuchen im August und Osterhasen im Januar aufregen). Der kleine Krümel ist doch wirklich grade mal auf die Welt gekommen ._.

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