Wie man 3 Wochen Heldenurlaub mit einem Knall beendet…

Und da hat er uns nun also wieder, der Alltag. Drei Wochen war der Held zu Hause und wir nutzen die Zeit wirklich mehr als gut aus. Erst die Woche Dänemark, dann schöne Ausflüge mit viel Familienzeit, bei denen das Wetter sogar ganz wunderbar mitspielte und dann der krönende Abschluss – Der Ausflug zur königlichen Vorstadtfamilie, von uns eigentlich immer nur “Die Frankfurter” genannt. Das hatte sich im Laufe der Jahre irgendwie so ergeben und dabei leben Maru und ihre Familie gar nicht wirklich direkt in Frankfurt…

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Es war ein relativ kurzfristiger Entschluss, den wir erst kurz vor unserer Reise trafen. Klar war, dass wir uns dieses Mal endlich mal im Sommer besuchen wollten, denn irgendwie ergab es sich in den letzten Jahren immer von ganz alleine, dass wir uns ein Mal im Frühjahr und ein Mal im Herbst gegenseitig besuchten, so dass es im Schnitt auf zwei Besuche pro Jahr hinaus lief. Dieses Mal wollten wir Bade- und Picknickwetter und deshalb war klar, dass wir uns noch in diesem Heldenurlaub auf den Weg machen wollten. Das Wetter war aber irgendwie gegen unseren Plan und war leider die drei Tage eher schlecht als recht und dennoch versuchten wir das Beste daraus zu machen, verbrachten Zeit im Garten, auf dem Spielplatz und konnten den einen Tag sogar richtig schön auf der Terrasse grillen. Einen Tag verschlug es Maru und mich dann ganz banal in ein Shopping-Center, wo die Kinder auf einer Art Indoor-Spielplatz spielten, während ich die Kaufhölle für mein Portemonaie entdeckte, ein Laden, der das wahre Paradies für mich war…ai ai ai…

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Auch so bieten diese Besuche immer eine schöne Gelegenheit, um intensive Gespräche zu führen, die meist doch nochmal ganz anderen Input geben, als man ihn von den Menschen im unmittelbaren Umfeld erhält. Aber am Faszinierensten ist wohl für uns nun immer zu beobachten, wie sich von Besuch zu Besuch das Spielverhalten unserer Kinder verändert. Ich weiß noch genau, was für einen Respekt der Miniheld vor der kleinen Prinzessin hatte, als sie noch ein Baby war und sich erst am letzten Tag traute sie zu streicheln. Beim nächsten Besuch war sie es dann, die uns skeptisch beäugte und erst am letzten Tag so richtig warm mit uns wurde. Als Maru mit Familie im Februar dann hier war, war schon eine enorme Veränderung festzustellen. Der Miniheld liebt die kleine Prinzessin und ist immer ganz schrecklich aufgedreht, wenn sie da ist und im Februar hörte man die beiden das erste Mal zusammen laut lachen im Miniheldenzimmer, ohne dass ein Erwachsener von uns dabei war…

…und obwohl der Februar noch gar nicht so lange her ist, war auch dieses Mal wieder alles irgendwie anders und intensiver. Die beiden gingen Hand in Hand, der Miniheld passte dann und wann auch mal auf sie auf (belehrte sie leider viel zu oft – mein persönlicher Spiegel?) und sie fanden viele Dinge, die sie gemeinsam machen konnten. So krabbelten auf einmal zwei Katzen am Boden herum oder einer kochte in der Kinderküche, während der andere servierte, gemeinsam scheinen sie eine Liebe für den kleinen braunen Hasen zu haben und ein bisschen scheint der Miniheld die kleine Dame mit seiner Fußballleidenschaft angesteckt zu haben.

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So ergab es sich, dass es Zeiten gab, in denen keiner von uns mit den Kindern spielen und nur mal einer hörchen musste, ob alles ok ist. Nun könnt Ihr Euch sicher denken, dass wir sehr gespannt sind, wie es dann beim nächsten Mal ist, vor allem, wenn dann eventuell auf einmal wieder ein Baby mit an Bord sein wird…

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Ansonsten waren wir allerdings dieses Mal nicht so kreativ unterwegs wie sonst. Maru hatte Gelegenheit ein Shirt zu nähen (das erste für sie selbst), wo ich ab und an mit Rat zur Seite stand und ich hatte mal ein paar ruhige Minuten, um mich meiner Illustration und anderen Skizzen zu widmen…hachjaaa… beim nächsten Mal dann wieder mehr, aber wir hatten einfach viiiiiel zu viiiiel zu quatschen. Ihr kennt das sicher…

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Das war übrigens das allererste Mal, dass man mir Pancakes zum Frühstück servierte. Es war sowieso das allererste Mal, dass ich welche zum Frühstück gegessen habe. Der Miniheld und ich waren im kulinarischen Paradies *lach* …

So oder so, es war wie immer ein herrliches Wiedersehen und ich bin etwas melancholisch, dass das nächste eventuell erst nach der Geburt des Heldenkindes ansteht. Aber man kann ja nie wissen, nicht wahr?

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2 Kommentare zu „Wie man 3 Wochen Heldenurlaub mit einem Knall beendet…“

  1. Hach, es war wirklich wunderbar und ich habe wie du mit Begeisterung die Interaktion unserer Kinder beobachtet. Auch mir haben die langen Gespräche sehr gut getan. Auch wenn wir nicht alles gleich handhaben, fühle ich mich doch immer sehr wohl und angenommen bei dir. Und mein persönliches Highlight (neben dem ersten für mich genähten Shirt) waren die Abende, an denen ich endlich mal wieder richtig teilnehmen konnte. :) Das war ja nun im Februar auch noch nicht ganz so…

    1. Wobei du dennoch gut mit dabei warst ^^ Ja, wir sind witziger Weise bei vielen Erziehungsfragen tatsächlich sehr unterschiedlich, nicht wahr? Ich finde das total spannend ^^

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