weg

Und plötzlich bist du ganz weit weg…

Hallo Ihr Lieben. Heute ein kleines Lebenszeichen von mir. Wir sind noch da, doch nutzen die Ruhe noch ein wenig weiter für uns. Wir waren weg. So richtig weg. Ganz weit weg von all dem, was uns in den letzten Monaten so sehr den Verstand mehr und mehr geraubt hat. Weg von all den To-Do-Listen. Weg von den Terminen und Verpflichtungen. Weg von Menschen, die uns ständig blöd um die Ecke kamen, Dinge nicht verstehen wollten oder uns nur neue Termine aufdrängten. Weg von Schule, weg vom Training… weg von allem einfach, was sonst unseren Alltag ausgefüllt hat. Und es war so verdammt noch mal dringend nach nun über 2 Jahren.

weg

“Nimm das Kind und fahr mit ihm ans Meer. Irgendwo anders hin, nur Hauptsache weg”, sagte mal ein Vater zu mir, als der große Sohn erneut erkältet war. Und das taten wir. Weg. Ganz weit. Einfach weg. Ich kann es wirklich nicht oft genug erwähnen, aber normalerweise ist es so, dass ich kurz vorher die Lust verliere wegzufahren und lieber in meinem gewohnten Umfeld bleibe. Dieses Mal konnte ich es aber kaum erwarten endlich all das hinter mir zu lassen, den Dingen den Rücken zuzukehren und nicht erreichbar zu sein.

10 Tage lang waren alle Handys auf stumm

Das war der Deal, den wir am ersten Abend machten. Alle Handys auf lautlos, Vibration ebenfalls ausgestellt, so dass man wenn überhaupt nur gezielt drauf sah. Überwiegend dienten sie in den letzten Tagen vor allem als Fotoapparat, um schöne Erinnerungen festzuhalten und davon gab es einige.

Familie

Aber auch Baustellen, die wir angehen mussten. Kleine Bomben, die explodieren mussten, damit die Reparaturen endlich beginnen konnten. Von innen heraus. Die Seele streicheln und uns sagen, dass wir gut sind. Dass alles gut ist und wir genug sein können. Kein Blog, kein Instagram, kein Facebook, keine Onlinespiele… all das war die letzten Tage einfach mal nebensächlich und es war tatsächlich so, dass ich auch einfach mal auf einem Liegestuhl las und – das werdet ihr mir nicht glauben – alleine ein Buch nur für mich gelesen habe. Im Hintergrund spielten die Kinder Karten und der Mann ruhte sich aus. Einfach so. Kein Telefon, das klingelte, niemand, der etwas von uns wollte. Keine Gedanken nebenher bei Schulprojekten, Klassenarbeiten, Veranstaltungen und und und…

Ich werde euch in den nächsten Tagen sicherlich noch ein bisschen mehr erzählen…

… aber vor allem zeigen. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Sonnenuntergänge am Stück erlebt und schon lange keine Tränen mehr gelacht. Das kann so befreiend und befriedigend sein.

Sonnenuntergang

Aber wir wollen die Tage noch ein wenig genießen. Klar, die Wäscheberge bewältigen, die Katzen flauschen und das Unkraut besiegen, das in der Zeit gewachsen ist. Vor allem wollen wir noch ein bisschen nicht da sein. Wir sind einfach noch nicht so richtig wieder hier. Sind wir zwar schon, aber wir können ja noch ein bisschen so tun, nicht wahr?

Also verkrümle ich mich jetzt wieder, nachdem es ein kleines Lebenszeichen gab, und genieße noch ein bisschen die Zeit mit meinen Lieben, die Spiele, die wir für uns entdeckt haben und das schöne Wetter.

Bis demnächst, ihr Lieben.

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