[Mmi] Mutterfreuden und wie ich mich verändert habe

Wochenende. Der Tag startet spät. Manchmal drehe ich mich um 12 Uhr nochmal um und kuschel mich in die Decke. Aufstehen. Neeein, es ist doch soooo gemütlich im Bett. Um 13 Uhr kämpfe ich mich dann raus, esse etwas, gammel den Tag über so rum und freue mich darauf abends mit den Freunden loszuziehen. Der Höhepunkt des Teenager-Daseins.

Aber man bleibt nicht ewig ein Teenager.

Mit der Ausbildung wurde alles anders. Mal schlief nicht mehr bis sonst wann, die Treffen wurden anders, Vielleicht wohnte man schon alleine und die Freunde kamen immer zu einem nach Hause. Bis spät in die Nacht SingStar spielen und hoffen, dass die Nachbarn sich nicht beschwere.

Heute hoffe ich immer, dass die Kinder nicht zu laut sind und die Nachbarn nicht von uns gestört fühlen (auch wenn sie uns immer versichern, dass alles im grünen Bereich ist). Achja…es ist schon seltsam, wie sich alles im Laufe der Jahre verändert hat. Der Alltag, die Prioritäten, die Freundschaften…alles ist anders. Alles wird irgendwie rund um die Kinder herum organisiert und ausgerichtet. Früher hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass sich mein Leben mal so entwickeln würde.

Klar, durch die Arbeit gehörten Kinder irgendwie ja schon länger zu meinem Alltag dazu und ich plante Bastelarbeiten, Kinderaktivitäten usw…. daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Bis auf die Anzahl der Kinder, für die ich plane.

Ich hätte auch nie gedacht, dass ich es mal gut finden würde, überwiegend Hausfrau zu sein.

Ich bin gerne Hausfrau

In einer Zeit, in der man ja eher den Eindruck vermittelt bekommt, dass Frauen Arbeitstiere sind, die Beruf und Kinder so früh wie möglich unter einen Hut bekommen sollten/Müssen/wollen ist es irgendwie seltsam auf die Frage „und was machst du so“ zu antworten „ich bin Hausfrau“. Die Reaktionen sind unterschiedlich.Manche hätten gerne auch so „viel Zeit“, andere fragen, ob mir nicht langweilig wäre den ganzen Tag. Ist es aber nicht. Viel zeit? Niemals. Mit zwei mehr als aktiven Kindern, Fußballverein, Kita, Termine, Verabredungen. Wie soll einem da langweilig werden. Da sucht man ja eher mal nach den freuen Minuten, in denen man mal wieder seinen Hobbies nachgehen oder Zeit mit dem Partner verbringen kann. Ich bin die Erzieherin meiner Kinder und das ist ein Vollzeit-Job. Und ich mache ihn gerne.

Mutterfreuden

Mutterfreuden und andere Laster

Ich bin gerne Mutter. Ich bin gerne bei meinen Kindern und ich verbringe gerne meine Zeit mit ihnen. Ich sitze manchmal einfach nur da und schaue ihnen zu. Haben wir mal nichts vor, dann überlege ich, was wir schönes gemeinsam unternehmen könnten und sowieso: Eigentlich drehen sich meine Gedanken fast ausschließlich um sie. Wie ich sie glücklich, wie ich ihnen eine Freude machen kann. Da stand ich früher mehr im Mittelpunkt und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Zeit auch wieder kommen wird. Aber jetzt ist die Zeit meiner Kinder.

Mutterfreuden

Jetzt haben sich unsere Freundschaften geändert, angepasst. Wir haben Freunde im Fußballverein, mit denen wir grillen und Spaß haben. Wir haben Freunde, deren Kinder in die selbe Kita gehen, wie der Miniheld. Und auch alte Freundschaften haben nun Kinder. Nehmen wir unsere Frankfurter Freunde. Wenn wir uns früher gegenseitig besuchten, dann planten wir abendliche Spielrunden, Ausflüge und mehr. Heute planen wir Spielplatzbesuche, tolle Kinderausflugsziele und andere Sachen, die man mit den Kindern prima machen kann. Faszinierend, wie sich das alles im Laufe der Zeit wandeln kann…

Aber es macht Freude. Es beschert einem vollkommen neue Erlebnisse und Erkenntnisse und dafür liebe ich es, wie wir jetzt leben. Jede Lebensphase bringt etwas mit sich, dass uns prägt und Neues lehrt. Und in der aktuellen Phase bin ich einfach nur glücklich und zufrieden.

Glück liegt in den strahlenden Augen des Kindes

Wenn der Miniheld ein Tor schießt und vor Freude laut gröhlend über den Platz rennt. Wenn das Heldenkind die Treppe zum ersten Stock erklommen hat und freudig lachend in das Zimmer des Minihelden krabbelt. Wenn meine Kinder gemeinsam lachen. Wenn der Held mit dem Minihelden komplizierte Bahnstrecken aufbaut oder wenn meine Kinder mich umarmen und küssen und mir sagen, dass ich hübsch bin und sie mich lieb haben.

Wenn der Miniheld abends nochmal aus dem Bett kommt um uns zu sagen, dass wir die besten Eltern der Welt sind.

Mutterfreuden

Das Leben heute…

Es ist 6 Uhr morgens. Das Heldenkind ist wach. Ich hole es zu mir ins Bett, kuschel mich nochmal unter die Decke. Vielleicht schlafen wir ja nochmal für ein halbes Stündchen ein. Der Miniheld kommt dazu, drückt mir einen Kuss auf die Wange und haucht ein „Ich hab dich lieb, Mami“. Und so liegen wir noch bis 7 Uhr. Der Tag fängt inzwischen sehr früh für mich an. Wir unternehmen viel. Den ganzen Tag. Kita. Spielplatz. Museum. Basteln und Malen. Und wenn es dann abends wird, dann schleicht sich die zufriedene Müdigkeit ein. Um 22 Uhr ist Ende. Wir liegen alle im Bett und schlafen. An manchen Tagen ko von einem anstrengenden, an machen ko von einem schönen und ereignisreichen Tag. Alles hat seine guten und seine schlechten Tage!

Kaum zu glauben, dass die Party früher um 22 Uhr erst so richtig anfing.

sari-unter

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