Mini-Me, Mini-Du…. Von Ähnlichkeiten und Unterschieden

“Der sieht aus wie du damals”, die ersten Sprüche, die man bereits im Krankenhaus hört. Das Kind ist gerade frisch auf die Welt gekommen und sieht aus wie ein zerknäultes Knautschkissen…oder so ähnlich. Alles ist noch faltig und irgendwie gepresst. Der Hinterkopf sicher noch ein bisschen verformt. Und dennoch…viele Augen meinen schon jetzt Ähnlichkeiten zu erkennen. Ich habe sie immer gesucht…beide Kinder sahen so unterschiedlich aus. Am Anfang hätte man nicht meinen können, dass es Geschwister sind.

Ähnlichkeiten

Die Ähnlichkeiten kamen mit der Zeit

Je älter unsere Kinder wurden, je mehr sich die Gesichter streckten, die Konturen glätteten… je mehr Zeit verstrich, desto besser konnte man dann tatsächlich die Ähnlichkeiten zu einem von uns entdecken.

Beim Minihelden ist es sogar ziemlich extrem. Er ist quasi eine 1 zu 1 Kopie von mir als Kind. Die Augen, das Gesicht, die Ohren (gut, die hat er von seinem Opa), Mund, Nase…einfach alles. Egal welches Alter wir bei ihm nehmen. Suchen wir ein passendes Foto aus der Zeit von mir heraus, dann ist wohl der einzige Unterschied zwischen uns beiden, dass ich als Kind eben mehr Mädchen und er nun mehr Junge ist. Ansonsten hätten wir wohl auch Zwillinge sein können, wenn wir zur gleichen Zeit auf die Welt gekommen wären.

Ähnlichkeiten

Das sah auch die Aussenwelt. Immer wieder wurde uns gesagt, wie sehr er seiner Mutter, also mir ähneln würde. Zum Vater, dem Helden, wurde selten auch nur irgendeine Verknüpfung optisch aufgebaut. Das tat mir damals unendlich leid.

Umso mehr Hoffnung setzte ich dann natürlich in unser Heldenkind. Bereits bei seiner Geburt schien alles anders zu sein.

Mini-Me, Mini-Du…kleine Abbilder von uns

“Wäre das nicht total cool, wenn das Heldenkind jetzt mit dunklen Haaren und hellen Augen auf die Welt kommen würde”, sagte ich kurz vor der Geburt noch zum Helden. Der Miniheld kam nämlich quasi mit Glatze und von Anfang an dunklen Augen. Daran änderte sich nur die Menge der Haare, die heute schön dick, voll und teilweise wellig bzw. lockig sind.

Und dann kam er. Unser Wunder Nummer 2. Dunkle Haare auf dem Kopf und strahlend helle Augen. Ich freute mich so unglaublich. Auch wenn das Gesicht, wie es nun mal so ist, doch noch ziemlich knautschig war. Aber je älter unser Heldenkind wurde, je mehr sich das Gesicht formte und streckte, desto mehr war sie zu sehen: Die Ähnlichkeit zum Helden. Und das sah auch die Aussenwelt.

Ähnlichkeiten

“Er ist eine Miniversion von Dir”, sage ich immer und immer wieder, wenn ich dem Heldenkind ins Gesicht blicke und freue mich unendlich darüber.  Besonders wenn der Held sein Mini-Me auf dem Arm hält, dann sieht man es ganz extrem. Oder wenn ich unser Baby in den Schlaf wiege. Man sagt ja, dass Kinder, egal wie alt sie sind, etwas von ihrer Zerbrechlichkeit zurück erhalten, wenn sie schlafen. Und ich finde, das hat irgendwie etwas Wahres. SIe sehen so friedlich und still und vollkommen unverfälscht aus.

Wenn ich also unser Heldenkind in den Schlaf wiege und es sich dabei mit geschlossenen Augen bei mir ankuschelt, dann ist es manchmal, als ob ich dem Helden beim Schlafen zu sehe. Pure Glücksmomente.

Von Ähnlichkeiten und Unterschieden

Und so kam es, dass jeder von uns wohl eine kleine Kopie seiner selbst bekommen hat *lach*. Ob das nun gut oder eher schlecht ist, das wird sich wohl im Laufe der Jahre zeigen. Schon jetzt zeigen sich Unterschiede. Der Miniheld mag vielleicht wie ich aussehen, zeigt aber viele Charakterzüge, die wiederum an den Helden erinnern. Unser Heldenkind hingegen hat etwas von dem frechen Kind, das ich früher wohl war.

So oder so wünsche ich mir natürlich, dass beide Kinder starke Persönlichkeiten entwickeln,mit denen sie ohne Probleme mit der Welt da draußen klar kommen.

Ähnlichkeiten

Zeigen sie manchmal Ähnlichkeiten in ihrer Entwicklung, sind sie dennoch vollkommen unterschiedliche Charaktere. Na klar, zum Teil verhalten wir uns beim Heldenkind heute anders als beim Minihelden damals (man wächst ja an seinen Erfahrungen), aber vieles ist auch gleich und dennoch zeigen unsere Kinder vollkommen unterschiedliche Reaktionen auf Interaktionen von uns. Das ist spannend und herausfordernd zu gleich.

Das Heldenkind bringt nämlich viele neue Erfahrungen mit in den Heldenhaushalt, die wir vom Minihelden, der ein sehr unkompliziertes Baby war, so gar nicht kannten.

Ich bin gespannt, wie sich das in den kommenden Jahren weiter entwickelt. Welche Ähnlichkeiten noch auftauchen und wo es immer mehr Unterschiede geben wird. Und vor allem: Werden die optischen Ähnlichkeiten auch im höheren Alter noch so deutlich sichtbar sein?

Spannend, oder?

sari-unter

2 Kommentare zu „Mini-Me, Mini-Du…. Von Ähnlichkeiten und Unterschieden“

  1. Total spannend! Bei uns sahen/sehen beide Jungs am Anfang dem Papa und auch einander total ähnlich. Inzwischen sieht Nummer 1 so sehr aus wie ich, daß er bei alten Fotos von mir immer sagt, das sei er. :’)

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