Der Tag nach Weihnachten…

Weihnachten

Weihnachten

Der Morgen danach…

Ich sitze im Wohnzimmer am Esstisch und lasse den Blick durch den Raum schweifen. Es ist noch gar nicht mal so viele Stunden her, da war er gefüllt mit vielen Menschen. Draußen höre ich ein leises Plätschern. Es regnet. Immer häufiger denkt man zurück an die früheren Weihnachtsfeste und an die weiße Schneepracht, die vor den Fenstern zu sehen war und einfach zu einem richtigen Weihnachten dazu gehörte. Inzwischen hat sich das geändert. Grau, milde Temperaturen und Regen sind quasi zur Normalität geworden.

Hinter uns liegt eine unruhige Nacht. All die Aufregung der letzten Tage und Wochen ist nicht ohne Spuren an den Kindern vorbei gegangen und besonders der Kleine hat viel aufzuarbeiten. Wie spannend das doch alles ist. Beide Kinder haben bei uns im Bett geschlafen. Kuscheln. Beisammen sein. Gemütlichkeit genießen. Sofern es denn geht. Der Große ist gestern Abend direkt müde, erschöpft und glücklich eingeschlafen. Der Kleine wurde kurz vor Schluss von einer Oma in den Schlaf gewogen, nur um ein zwei Stunden später wieder aufzuwachen und putzmunter zu sein. Die Nacht wird zum Tag und der nächste Morgen kommt viel zu schnell.

Und plötzlich liegt Weihnachten hinter uns…

Als Kind waren der erste und der zweite Weihnachtsfeiertag für mich noch genauso spannend, wie der Weihnachtstag selber auch. Meist stand noch ein Weihnachtsessen bei der Familie an, die wir an Weihnachten nicht gesehen hatten Familie besteht ja immer aus mehr als nur einer Oma und einen Onkel. Und mit etwas Glück gab es da dann auch nochmal eine Bescherung. Genau wie am 2. Weihnachtsfeiertag. Als Kind fühlte sich das immer an wie 3 Tage Weihnachten. Das war großartig *lach*.

Heute ist alles ein bisschen anders. Nachdem wir ja nun die ganze Familie immer an einen Ort holen, sind für uns die zwei Feiertage, die nun kommen, ruhige Tage. Ohne Rumfahren, ohne große Verabredungen. Einfach nur zwei Tage. Manchmal vielleicht noch mit einem leckeren Essen bei lieben Menschen. Kein Trubel mehr, kein Geschenke auspacken. Es ist die Ruhe nach dem Höhepunkt der Weihnachtszeit und so langsam aber sicher fängt man an sich Gedanken über Silvester und das neue Jahr zu machen.

Vom Umschauen und Verinnerlichen von schönen Stunden.

Der Morgen nach Weihnachten ist für mich immer der Augenblick, wo ich noch einmal auf die letzten Tage und Wochen zurück schaue. Was haben wir gemacht. Was haben wir erlebt. Ist es mir gelungen meinen Kindern eine schöne Weihnachtszeit zu bescheren und das Leuchten in ihren Augen neu zu entflammen und zu erhalten.

Ich laufe durch unser zu Hause, räume noch den letzten Rest vom Chaos auf, der bleibt, wenn man viele Menschen bei sich zu Besuch hatte. Ich finde hier und dort noch kleine vergessene Dinge. Hier ein Haargummi, dort eine Kameratasche. Ich schreibe den Menschen Nachrichten. Sage ihnen, dass es schön war sie zu sehen. Informiere über meine kleinen Fundstücke.

Ich werde etwas wehmütig, denn die Aufregung im Dezember zieht sich manchmal so unendlich lang wie ein Kaugummi und dann ist es so plötzlich vorbei. Ich versuche dann nach vorne zu blicken. Denke über die kommenden Tage nach und was uns dort erwarten wird. Ein kleines Wintergrillen hier, ein Geburtstag dort und eine Runde Raclette mit lieben Menschen vielleicht auch noch. Was wird an Silvester passieren und was kommt dann im neuen Jahr auf uns zu. Es wird ein aufregendes Jahr werden….mit Veränderungen. Mal wieder…

Und dann höre ich ein Trippeln und Trampeln auf der Treppe. Die Kinder sind wach. Sie kommen zu mir ins Wohnzimmer. Der Held genießt noch ein wenig die Ruhe und den Platz im Bett, holt etwas Schlaf nach und gesellt sich später zu uns. Die Kinder sitzen am Boden mitten im Zimmer. Freuen sich und bestaunen ihre Geschenke. Das ist doch immer das Tollste am 1. Weihnachtsfeiertag: Man kann endlich all das Neue ausprobieren, aufbauen und anschauen.

Und ich sitze da, beobachte und freue mich darüber, dass ich so eine tolle Familie habe und denke mir, dass ich eigentlich das größte und schönste Geschenk von allen bekommen habe…

sari-unter

 

Ein Kommentar zu „Der Tag nach Weihnachten…“

  1. Ja, die Tage dannach – da merkt man wie angespannt man vorher und währendessen war :-)
    Genieß die Stille und Ruhe. Die Hektik des Alltags kommt definitiv schneller wieder als wir glauben mögen ;-)

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