Jonas, nimm den Dinosauerier aus der Nase #Buchempfehlung

Zerwas

Ich liebe Buchhandlungen. Auch wenn ich in den letzten Jahren meinen Bücherschrank radikal aussortiert habe, schlendere ich nach wie vor gerne durch die Regalreihen und Auslagen in den Läden und lasse meine Hände über die Buchdeckel streichen. Ich muss ja zugeben, ich lasse mich gerne von der optischen Gestaltung dieser verführen, lese kurz rein und entscheide dann, ob das Buch etwas für mich wäre… So oder so: Die Leseratte bekomme ich nicht aus mir raus. Trotz Zeitmangel in Punkto lesen.

Dennoch findet sich manchmal eine ruhige Minute.

Ganz berühmt als Platz zum Lesen für Eltern ist ja die Toilette. Ihr erinnert Euch vielleicht, wie mir der Autorin von „Sehr gerne, Mama, Du Arschbombe“ gegenüber mal rausrutschte, dass die Länge ihrer Geschichten perfekt gewesen wären, um sie immer mal auf Toilette zu lesen *lach*. Nun ja… es ist wie es ist: Das ist meine Hauptlesezeit aktuell. Oder eben die Badewanne. Und für so etwas sind kleine, aber lustige Geschichten, die zum Schmunzeln und ab und zu auch mal zum Nachdenken einladen, perfekt.

Und so kam es, dass ich neulich mit einem Buchgutschein bewaffnet mal wieder völlig ungehemmt durch einen Buchladen schlendern und Buchrücken bewundern durfte und dabei fiel mein Blick auf etwas vollkommen anderes, als das, was ich sonst bisher so gelesen hatte.

Jonas, nimm den Dinosaurier aus der Nase von Manuel Zerwas

Manch einer erinnert sich vielleicht daran, dass ich gelernte Erzieherin bin. In Elternzeit aktuell, aber gelernt ist gelernt, nicht wahr? Und hach…was haben wir als Erzieher nicht manchmal alles zu erleben, zu bewältigen und zu ertragen. Ganz ehrlich: Der Beruf hat es in sich und an manchen Tagen fehlt er mir ja so gar nicht. Und an anderen Tagen denke ich mit einem warmen Gefühl im Bauch an diese Zeit und an all die schönen Dinge, die ich mit den Kindern schon erlebt habe. Es ist ja doch vor allem auch ein Privileg, die Kinder durch ihre verschiedenen Lebensphasen zu begleiten.

Zerwas

Nun ist es so, dass Zerwas ebenfalls Erzieher ist. In einer Kita. Und in seinem Buch „Jonas, nimm den Dinosaurier aus der Nase(Affiliation) beschreibt er in 33 Geschichten den Alltag, den er im Kindergarten so erlebt. Sehr sympathisch, kann ich da nur sagen. Vor allem die Geschichte mit dem Fasching. Ich bin ja ehrlich: Ich habe versucht mir an Fasching immer frei zu nehmen. Alltag mit 30 Kindern ist so schon manchmal nicht einfach und wenn man dann auch noch Süßigkeiten, bunte Lichter und wilde Kostüme mit ins Spiel bringt…na gute Nacht. Dementsprechend konnte ich besonders in dieser Geschichte die Gefühle von Zerwas gut nachempfinden.

Aber auch andere Geschichten lassen einen guten Blick durch das Schlüsselloch gewähren und es ist teilweise einfach nur lustig, manchmal auch charmant und für viele sicher auch sehr spannend zu lesen, wie so ein Tagesablauf eigentlich aus der Perspektive eines (männlichen) Erziehers aussehen kann.

Es ist wie früher…

Ja, manchmal fühlte ich mich zurück versetzt. Manchmal konnte ich aber auch keine Parallelen ziehen, da ich ja doch mit älteren Kindern überwiegend zusammen gearbeitet habe. Dafür dann aber wiederum als Mutter mit zwei Kleinkindern zu Hause und immer wieder und wieder musste ich Schmunzeln.

Manchmal fiel mit die Pointe etwas zu flach aus an stellen, wo ich einen großen Knall oder Lacher am Ende einer Geschichte erwartet hätte, aber so oder so ist es ein nettes Buch mit überwiegend niedlichen und lustigen Geschichten aus dem Kita – Alltag, wo jeder sein Fett weg bekommt. Egal ob nun Erzieher, Kind oder ja…auch Eltern.

sari-unter

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