[Mmi] In Erinnerungen schwelgen auf dem Japan Festival

Japan

Ich hatte es Montag im WIB schon kurz angeschnitten: Wir waren am letzten Samstag auf dem Japan Festival in der Urania und es war irgendwie seltsam für mich. Warum ist in wenigen einfachen Sätzen erklärt: Wir waren schon einmal dort. Und zwar genau vor 6 Jahren.

Damals war ich schwanger und voller Erwartungen

Ich bin schon lange ein großer Fan der japanischen Kultur und möchte irgendwann unbedingt einmal nach Japan reisen. Es gibt so viele Facetten, die mich in der Hinsicht interessieren. Auch, wenn ich inzwischen dem einen oder anderen Aspekt ein bisschen entwachsen bin, hält die Faszination nach wie vor an.

Die letzten Jahre habe ich nicht weiter darüber nachgedacht, aber in diesem Jahr wollte ich die Veranstaltung unbedingt mal wieder besuchen. Und da keimte sie hoch in mir, die Erkenntnis, dass es nun genau 6 Jahre her war, dass wir die Messe damals besuchten. Und damals war ich schwanger. Im 6. Monat mit dem Minihelden…ungefähr. So genau weiß ich das gerade gar nicht. Aber ich kann mich noch genau daran erinnern, wie intensiv seine Bewegungen damals schon waren.

Und nun war ich wieder da. Und dieses Mal wieder mit dem Minihelden UND seinem kleinen Bruder. Schon krass, was sich seit damals alles bei uns getan hat.

Viel hat sich verändert, vieles ist aber noch gleich.

Ich habe ein wenig das Gefühl, dass die Messe seit damals gewachsen ist. In vielerlei Hinsicht. Damals war es noch schwer für die Cosplay Szene zum Beispiel Orte zum Treffen zu finden. Dementsprechend gab es damals nur einige wenige Mutige, die tatsächlich mit Kostüm dort auftauchten. Dieses Mal war es eher umgekehrt und wir fielen eher auf, weil wir nicht verkleidet waren (bis auf der Miniheld, der hatte durch Zufall eine Polizei – Uniform an *lach*). Und dabei hatte ich noch überlegt, ob ich mein Alice – Kleid samt Perücke trage. Es gibt ja so selten Anlässe für so etwas. Nachher siegte dann aber doch der praktische Gedanke, da das Heldenkind ja vermutlich viel Zeit in der Trage verbringen würde.

WIB

Es waren viele Stände da, die ich noch von damals kannte. Ganz traditionell mit Teegeschirr, Ikebana Vorführung und Kimonos. Es wurden Möbel und Kalligraphie gezeigt und in verschiedenen Vorführräumen gab es Vorträge über Japan und auch Vorführungen von Traditioneller Kampfkunst und Musik. Das ganze Spektrum also.

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Man konnte sich zudem über Fortbildungen, Studiengängen, Reisen und mehr informieren…

Und dennoch schien Japan an sich eher nebensächlich geworden zu sein.

Deutlich mehr vertreten als vor 6 Jahren waren dieses Mal allerdings die Stände für Cosplay und Merchandise. Eine ganze Etage, auf der man damals in das Spiel „Go“ reinschnuppern, oder zuschauen konnte, wie Siegel hergestellt werden, war gefüllt mit Kuscheltieren, Figuren, Sammelobjekten, Kostümen, Shirts und mehr.

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Überall konnten wir kostümierte Menschen aus bekannten Mangas und Animes entdecken. Sie saßen auf Treppen, posierten vor Plakaten oder Spiegeln, ließen sich von Passanten oder sogar mit ihnen Fotografieren und jeder kannte irgendwie jeden. Total krass. Ich glaube, vor 6 Jahren hätte ich mich glatt direkt dazu gesellt. Heute ist es da bei mir etwas verhaltener *lach*. Ja, man wird halt doch älter (was nicht heißt, dass ich mir nicht dennoch 2 Katzenohren gekauft habe*drop*).

Japan

Dennoch waren der Miniheld und ich ein bisschen im Kitsch – und Kuscheltier Paradies und mussten uns sehr zusammenreissen. Am Ende durften zwei Pokemon, ein Pokeball und ein Katzenkissen für mich mit (das jetzt irgendwie andauernd vom Heldenkind durch die Gegend getragen wird).

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Zwischendurch gönnten wir uns dann auch noch ein paar japanische Leckereien, wobei wir das Sushi ausließen. Das trifft einfach nicht unsere Geschmack.

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Unser Highlight: Tengu Daiko

Für den Minihelden waren jedoch vor allem die Vorführungen spannend. Mit großer Begeisterung und extrem beeindruckt beobachtete er Judo – und Kendo Kämpfer, die neue Tanz – Kampfsportart Tricking und etwas, das in mir sofort wieder meine Schwangerschaft von vor 6 Jahren ins Gedächtnis rief: Der Vorführung der Taiko – Trommelgruppe Tengu Daiko.

Diese war nämlich damals auch schon da und ich war total begeistert davon, mit wie viel Lebensfreude und Energie sie rhythmisch auf die Trommeln einhämmerten. Seit dem habe ich total Lust darauf das selber mal zu versuchen. Damals gab es direkt auch vom Minihelden in meinem Bauch intensive Bewegungen. Eventuell ist mir dieses Erlebnis deshalb so lebhaft in Erinnerung geblieben.

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Aber auch dieses Mal kam der Miniheld aufgeregt danach zu mir gerannt und meinte nur, dass es das Beste wäre, was er an diesem Tag erlebt hätte. Also kauften wir uns noch das Album und dann wurde das am Abend direkt zum Einschlafen gehört. Das darf man eigentlich niemandem erzählen: Laute Trommelmusik zum Einschlafen. Aber ganz ehrlich? Es hat mich total glücklich gemacht, dass der Miniheld genauso begeistert davon war, wie ich.

Gute Wünsche für die Zukunft.

Zum Schluss musste dann noch ein Daruma mit. Kennt Ihr die kleinen Kerle? Auch damals kaufte ich mir einen. Er sollte mir ein gesundes Kind bescheren und diesen Job hat er wirklich gewissenhaft erfüllt. Keine Frage also, dass auch dieses Mal ein Daruma mit nach Hause kam. Der Miniheld und ich haben einen sehr großen Wunsch für dieses Jahr und so werden wir ihm gemeinsam in den nächsten Tagen sein Auge malen und hoffen, dass er am Ende des Jahres dann auch sein zweites Auge von uns bekommen wird. Drückt uns die Daumen.

Und? Seid ihr auch so begeistert von dieser Kultur? Habt Ihr schon einmal so eine Veranstaltung besucht? Erzählt uns doch von Euren Erlebnissen…

sari-unter

3 Kommentare zu „[Mmi] In Erinnerungen schwelgen auf dem Japan Festival“

    1. Es sind vor allem diese Widersprüche, die das so spannend machen. Einerseits noch wie vor 100erten von Jahren und anderer Seits so modern wie sonst nirgens

  1. Das klingt ganz toll. Sowas großes zum Thema Japan gibt es hier in der Ecke leider nicht.

    Wann kriegen wir denn die Katzenohren zu sehen? :3

    Und wer weiß, vielleicht erinnert der Miniheld sich ja noch an die Trommelklänge von damals und war deshalb so von den Taiko Drummern begeistert. Ich würde sofort gern mit dem Trommeln anfangen. Aber auch das gibt’s leider hier Rund um und in München nicht. Kaum zu glauben, aber wahr.

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