Slow Family – Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern #Buchempfehlung

Slow Family

Einfach. Wann ist etwas im Leben schon einfach. Spätestens, wenn man älter und die Verantwortung größer wird, hört es wohl auf einfach zu sein. Eigentlich war es nie einfach, oder? Die Wahrnehmung dafür war nur immer ein bisschen anders und das Ausmaß der Probleme, die es zu bewältigen gab sowieso.

Nun sind wir aber eine Familie. Die Verantwortung hat sich verändert. Der Alltag hat sich verändert. Wir sind nicht mehr länger nur noch für unser eigenes Wohl, sondern auch für das zweier nicht unwichtiger anderer Lebewesen. Unserer Kinder. Und manchmal macht einem das alltägliche Leben diese Aufgabe eben nicht besonders einfach, oder?

Das Leben ist hektischer und schnellebiger geworden!

Das haben wir in so vielen Situationen schon feststellen müssen. Zum normalen Überleben ist irgendwie deutlich mehr dazu gekommen. Mehr Regeln. Mehr Anforderungen. Mehr MUSS, weniger KANN. Mehr Termine, mehr Druck, mehr Hetzen und Rennen. Die Tage fliegen nur so an einem vorbei und obwohl man sich freut, dass endlich wieder Wochenende ist, bedeutet das aber auch gleichzeitig, dass schon wieder eine Woche voller Termine hinter uns liegt. Das Durchatmen fällt immer schwerer. Das höre ich oft auch bei den Menschen in meinem Umfeld. Und wenn man dann mit Oma und Opa redet, dann sagen sie einem, dass sie ja früher mit zwei Kindern auch besser und anders Zeit hatten als wir heute, warum man sie nicht öfter besuchen würde… Ein kleiner Aha – Moment irgendwie, oder? Ihr kennt das sicher…

Mir persönlich fällt es deutlich schwerer als früher einfach mal abzuschalten. Das Nichts – Tun zu genießen und die Beine hochzulegen. Viel schlimmer finde ich allerdings, dass ich auch gar nicht mehr die Ruhe dafür finde einfach mal den Moment auf mich wirken zu lassen. Wie oft sagt der Große „Mama, schau mal“ und ich habe nur ein „Ja, gleich“ für ihn parat und schon ist der Augenblick wieder verfolgen… Das ist frustrierend. Verdammt frustrierend.

Slow Family. Es ist an der Zeit zu entschleunigen.

Das Thema ist auch auf diesem Blog nicht neu und wurde das eine oder andere Mal angesprochen. Seit dem hat sich auch an einigen Stellen zumindest bei mir etwas getan. Wir haben den Termindruck reduziert. Sagen nicht mehr zu allem „Ja“ und erlauben uns einfach auch mal „Uns“ – Zeit. Das war von Mitte Februar bis Mitte März so und es hat uns allen deutlich gut getan. Ich glaube aber vor allem den Kindern. Sie wirken inzwischen wieder viel ausgeglichener und – ganz wichtig – fröhlicher. Das mag sicher auch an der immer häufiger werdenden Sonne sein, aber die Kinder sind der beste Spiegel dafür, dass der Alltag zu eng gestrickt ist.

Ein Grund für meine Erkenntnisse und auch den Willen daran zu arbeiten war das Buch von Julia Dibbern und Nicola Schmidt mit dem Namen „Slow Family – Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kinder„. Auch wenn einfach nicht immer einfach ist, so bietet es viele schöne Anregungen und Alternativen zu dem,was uns den Alltag sonst so unerträglich macht.

Slow Family

Einfach mal langsam machen…

Das Tempo aus dem Alltag nehmen, Zeit für einander finden, achtsamer werden und Ressourcen nutzen. Das ist es im Groben, worum es in dem Buch geht. Bereits kleine Veränderungen reichen oft aus, um den Alltag zu entschleunigen und das zeigen die beiden Autorinnen hier auf. Sie haben vieles ausprobiert und für uns aufgeschrieben. Daraus sind viele schöne Tipps für uns entstanden, die sie selber praxisnah vorstellen. Das ganz führt im Endeffekt im Idealfall zu mehr Gemeinschaftsgefühl und Abwechslung und bringt die ruhigen Augenblicke in das Familienleben zurück. Und genau das ist es doch, wonach wir uns alle sehnen, oder?

Besonders spannend finde ich die Idee der Familienbedürfnispyramide, die ich unbedingt auch noch mit meinen Männern ausprobieren will. Aber auch die Idee als Familie jeden Abend zusammen zu kommen und sich vom Tag zu erzählen kann schon sehr viel an Dynamik untereinander verändert. Ein bisschen daraus abgeleitet ist ja das Glückstagebuch, dass ich nun seit ein paar Wochen mit dem Großen führe und es hat schon sehr viel bei uns bewirkt.

Der Trend kommt nicht von ungefähr!

Der Alltag, das Leben in einer Welt wie der jetzigen, macht es einfach kaum noch möglich den Blick auf das Wesentliche zu reduzieren und sich Zeit für das Besondere zu nehmen. Dabei ist das so wichtig. Daher möchte ich Euch heute dieses Buch sehr ans Herz legen. Mal davon abgesehen: Seht zu, dass Ihr mehr Zeit für Euch findet. Bleibt mal stehen. Verlass einfach mal 10 Minuten früher das Haus, damit Ihr nicht hetzen müsst und auch mal eine Biene am Wegesrand mit Euren Kindern beobachten könnte. Die Zeit kommt nicht wieder und etwas mehr Ruhe im Alltag – Slow Family – kann eine ganze Menge ausmachen.

In dem Sinne einen schönen Samstag Euch allen,

sari-unter

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