15 Monate Heldenkind! – Bitte, bitte Schlaf doch endlich?!

Durchschlafen

Wie oft geht mir dieser Satz durch den Kopf. Ich weiß nicht, ob es nur bei meinen Kindern so ist oder ob doch mehr dieses Problem haben, als ich annehme. Aber schlafen Eure Kinder auch so schlecht?

Der erwachsene Mensch, so sagt man, braucht 6-8 Stunden Schlaf. Hierbei reichen 6 Stunden zwar aus, um für den Tag fit zu sein, 8 wären aber ideal und deutlich gesünder. Durchschnittlich würde ich sagen, dass wir in einem guten Mittelmaß liegen.

Kinder hingegen brauchen deutlich mehr Schlaf!

Der Körper hat noch viel mehr zu tun und besonders das Gehirn hat viel Arbeit zu leisten und das meiste davon erledigt es Nachts, wenn die Kinder endlich „herunterfahren“. Man spricht hier von durchschnittlich 11 Stunden Schlaf, die gesund sind.

Also bringen wir unsere Kinder, beide, jeden Abend nach dem Sandmann ins Bett. Das heißt gegen 19 Uhr. Mal mehr und mal weniger. Erst wird der Große gebracht, wir sagen Gute Nacht und der Held bleibt noch bei ihm, um mit ihm den Tag durchzugehen und sein Glücksbuch zu machen.

Inzwischen gehe ich mit dem Heldenkind in sein Zimmer und wir bereiten uns für die Nacht vor. Ein bisschen Musik, ein bisschen Kuscheln, nochmal etwas trinken und dann ab ins Bett. Es gibt hierbei unterschiedliche Phasen. Eine Woche legt sich das Kind regelrecht selber hin und schläft auch ziemlich schnell ein, eine Woche gibt es nur Gebrüll. Stunden lang. Egal wie oft wir nochmal dazu kommen und kuscheln. Er will einfach nicht schlafen. Und dann gibt es diese Phasen, in denen bleibt das Heldenkind zwar ohne Probleme im Bett, aber man hört es noch mindestens 30 – 40 Minuten in seinem Bett erzählen, bis es dann endlich schläft. Das klingt zwar total süß, aber hält ihn nun mal vom Schlafen ab.

Durchschlafen

Das Ende vom Lied? Durchschnittlich sind beide Kinder mindestens noch 1, meist sogar 2 Stunden wach, bis sie dann tatsächlich endlich schlafen. Der Große manchmal sogar länger. Er liegt dann einfach in seinem Bett und liest. Oder malt. Oder spielt. Immerhin in seinem Bett.

Wie sieht es mit dem Durchschlafen aus?

Tja, gute Frage. Aktuell finde ich es ja ein wenig gruselig. Der Große schläft durch. Schon seit vielen Jahren. Aber der Kleine, nun ja… der wacht mindestens einmal in der Nacht auf. Bis vor kurzem sogar deutlich öfter. Früher hatte er Durst, dem konnte man dann schnell entgegen wirken und alle konnten schnell weiter schlafen. Inzwischen hat sich das Trinken in der Nacht weitestgehend erledigt, wach wird er aber dennoch.

Das sind dann diese Zeiten, in denen ich im Bett liege und schon darauf warte, dass nach mir gerufen wird. Man kann sich ja bekanntlich an alles gewöhnen, nicht wahr?

Nun wird es aber gruselig: Seit einigen Tagen schläft das Heldenkind immer wieder mal durch. Aber nicht 6 Stunden, die man offiziell als Durchschlafen ansieht, sondern beim ersten Mal waren es 9, beim zweiten Mal 10 und letztens sogar 11 Stunden am Stück. Und dennoch macht es mittags 1-2 Stunden Mittagsschlaf. Wo kommt das auf einmal her? Meist wird die Nacht danach dann eher wieder eine unruhige, aber es zeichnet sich doch mehr und mehr ein verändertes Schlafverhalten ab. Und ich mag dem Frieden noch nicht so recht trauen.

Mütter kennen das sicher!

Man hört die ganze Nacht lang nichts von dem Kind, obwohl man es anders gewohnt ist. Beim Minihelden war das damals auch. Mehr als einmal bin ich nachts aufgestanden und lauschen gegangen, ob das Kind noch atmet oder gar Fieber hat. Aus irgendeinem Grund muss es doch plötzlich so lange und ruhig schlafen. Da muss doch ein Grund hinter stecken. Gruselig.

Und anstatt am Ende einfach die Nacht selber mal den erholsamen Schlaf zu genießen, macht man sich einfach nur verrückt. Seltsam, oder?

Mehr als nur Durchschlafen – Unser Heldenkind mit 15 Monaten

Wenn ich aber auf den Kalender blicke, dann erschlägt mich die Erkenntnis: Der Kleine ist auch schon fast ein großer. Nächste Woche feiert der Miniheld seinen bereits 6. Geburtstag (WAAAH) und der Kleine ist tatsächlich auch schon fast 1 1/2 Jahre alt. Wieso muss das alles nur immer so verdammt schnell gehen?

Wollt Ihr wissen, wie der kleine Bruder inzwischen so drauf ist? Ich erzähl es Euch: Er ist frech. ROTZFRECH! Das sag ich auch. Ein Schelm und ein Clown. Aber auch ein ganz lieber, der einem gerne ein Küsschen gibt und winkend „Tschau tschau“ sagt. Das hat er von seiner Spielfreundin gelernt, der Tochter von meiner Nähfreundin. Er vergöttert seinen großen Bruder und will alles genauso machen wie er.

Dementsprechend wird hier jeden Tag Fußball gespielt und dabei muss es sich nicht mal zwangsläufig um einen Fußball handeln. Im Grunde wird alles geschossen, was nicht irgendwo fest gemacht ist. Er rennt gerne und nutzt inzwischen auch das Pukylino und das Bobby Car. Autos scheinen ihm im Allgemeinen auch ganz gut zu gefallen, denn sie werden immer häufiger auch als solche bespielt. Er scheint sich ebenfalls zu einem Pokemon – Fan zu entwickeln. Aber das ist wohl nicht verwunderlich bei diesem Thema, wo es doch täglich hier bei uns auftaucht. Außerdem hat er das Rutschen für sich entdeckt.

Durchschlafen

Besonders stolz bin ich aber auf sein Essverhalten. Also wenn man mal davon absieht, dass er eigentlich gefühlt fast den ganzen Tag essen will, meine ich damit eher, wie gut er das schon alleine bewältigt. Füttern muss ich ihn überhaupt nicht mehr. Er macht das alles alleine und es geht eigentlich kaum noch etwas daneben. Noch verschmäht er auch nichts an Essen und probiert alles gerne aus.

Lachen muss ich oft über die Ernsthaftigkeit, mit der das Heldenkind nun versucht uns Dinge zu erzählen. Mama, Papa und ein Alternativname für den großen Bruder kann man schon ganz deutlich zuordnen. Auch Dinge wie alle, da, Ball und Tor kann man gut zuordnen und es ist erstaunlich, wieviel Kinder verstehen ohne selber die Wörter nutzen zu können. Nase und Hase hören sich noch verdammt ähnlich an und Fingerspiele werden gerne mit ähnlichen Lauten imitiert. Kindliche Sprache ist so schwer und aufregend zugleich. Ich freue mich auf den Tag, wo wir richtige Gespräche führen können.

Fast 1 1/2 Jahre zu viert und es ist immer noch ein Abenteuer!

An manchen Tagen ist es nicht so einfach alle Familienmitglieder unter einen Hut zu bekommen und einer von uns muss immer irgendwie auch mal zurück stecken, aber im Groben würde ich sagen, dass wir einen guten Weg gefunden haben unseren Familienalltag zu bewältigen.

Durchschlafen

Man darf nicht zu viel von sich erwarten und muss den Druck raus nehmen. Nicht alles muss immer perfekt sein und am Ende steht doch sowieso die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt.

Ich habe das Gefühl, dass wir ganz gut angekommen sind im Familiendasein und ich bin gespannt, wie das Jahr dahingehend weiter verlaufen wird.

Besucherzahlen

2 Kommentare

  1. Ein sehr süsser Bericht…. ja, ich erinnere mich auch noch gut daran, dass ich immer wieder am Verzweifeln war, wenn unser Sohn sich nicht so verhielt, wie wir dachten, wie er sich hätte verhalten sollen ;-)
    Nun ist er 21 Jahre alt!!… und zu einem großartigen, jungen Mann herangewachsen…
    Ich denke, man sollte als Mutter viel mehr auf sein Gefühl achten… wir lassen uns leider immer allzu leicht von Anderen beeinflussen…
    Alles wird gut und Deine Jungs scheinen doch gut zu gedeihen ;-)

  2. Huhu :)
    Ich kann es auch so garnicht glauben, Emma schon 16 Monate, und Maxi hatte gestern Schnuppertag in der Schule….
    Achso und mit dem Frechsein kommt mir bekannt vor ;D

    Emma braucht auch viel zu wenig Schlaf :D Sie schläft momentan gegen 21Uhr, steht um halb 6 auf und macht eine Stunde Mittagsschlaf… ich verstehe jetzt die Worte der anderen Mütter, die immer meinten bei Maxi, dass wir es so gut hätten… Er hat, bis er 2 war ,12h Nachts und 3h mittags geschlafen :D

    Wird bei euch mit Löffel und Gabel schon so gut gegessen? Oder mit der Hand? :)

    Liebe Grüße, Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.