Was unterscheidet mich und den Helden? – #fünffragenamfünften im September

#fünffragenamfünften

Seit gestern knabbert es in meinen Ohren. Das Gefühl ist ungewohnt, denn so etwas wie Ohrenschmerzen hatte ich schon länger nicht mehr. Es fühlt sich an, als ob mir jemand unablässig mit seinen Fingern in den Ohren rumbohrt. Kein schönes Gefühl und ich hoffe, dass es bald überwunden ist. Es erleichtert in dem Moment auch, dass die Kinder im Moment so prima mitlaufen und das Wetter nicht gnadenlos schlecht ist, dennoch muss der Alltag irgendwie laufen, nicht wahr? Ein Indianer (oder auch eine Mutter) kennt keinen Schmerz…

Nachdem ich euch nun ein paar eurer wertvollen Lebenssekunden geklaut habe, um ein bisschen zu jammern, möchte ich mich nun aber auf das wundervolle Projekt von Nic konzentrieren, die sich wieder ein paar spannende Fragen im Rahmen von #fünffragenamfünften überlegt hat. Ich weiß, es ist dem 1000 Fragen Projekt so verdammt ähnlich und dann und wann doppeln sich dadurch vielleicht auch mal Fragen oder Antworten, aber ich finde es so schön mir einfach mal die Minute Zeit zu nehmen und mir Gedanken dazu zu machen. Immerhin drehen sich die Gedanken dabei um mich und mir widme ich mich doch noch immer eher seltener am Tag…

#fünffragenamfünften – Wie würden mich Leute wohl beschreiben?

Im September liebe ich die Fragen von Nic irgendwie ganz besonders. Woran es wohl liegen mag? Ich habe da ja eine Theorie… mal sehen, ob ihr am Ende eine Idee habt, warum ich mich in den Fragen dieses mal so aufgehoben fühle. Ich verrate es euch am Ende…

#fünffragenamfünften

1. Was ist der größte Unterschied zwischen dir und deinem Partner? 
Ganz intuitiv würde ich antworten, dass der Mann immer mit Logik vor geht, während ich mich immer noch ganz stark auf mein Bauchgefühl verlasse. Er durchdenkt alles, ich handel einfach. Manchmal liege ich richtig, manchmal er. Man kann, glaube ich, pauschal noch nicht sagen, welche Methode die bessere ist, aber wenn ich das alles mal so überschlage, ist es vielleicht auch genau diese Kombination, die am Ende zu guten Ergebnissen führt. Ab und zu sorgt das jedoch auch mal für Diskussion zu Hause, weil Kopf und Bauch ja doch in der Regel recht unterschiedliche Entscheidungen anregen und mein Bauch doch sehr sensibel und emotional, der Kopf des Helden hingegen sehr rational ist. Ich handel oder denke manchmal zu impulsiv und dann gibt es Tage, da würde ich mir wünschen, dass der Held nicht mit so viel Logik vorgehen würde. Er hat uns damit aber auch schon viele Dinge ermöglicht, die man mit meinem Bauchgefühl vielleicht nicht geschafft hätte. Mir fehlt da manchmal einfach die Geduld für und die wiederum hat der Held. Ohne Ende… wo nimmt der die nur immer her.

2. Was würdest du deinem Kind am liebsten fürs Leben mitgeben?
Stärke. Ja, ich glaube die Stärke mit jeder Situation im Leben gut zurecht zu kommen und jede Hürde irgendwie zu bewältigen. Das Gefühl, dass wir immer hinter ihm stehen und ihm bei all seinen Wünschen und Zielen so gut es geht unterstützen. Meine Kinder sollen selbstbewusst und mutig ins Leben treten und sich durch nichts einschüchtern lassen. Sie sind so verschiedene Persönlichkeiten, aber jeder von ihnen ist etwas Besonderes und wird seinen Weg im Leben finden. Da bin ich mir ganz sicher. Und alles, was ich ihnen dafür mitgeben kann ist ein starkes Selbstbewusstsein und den Glauben an sich selber. Sie sollen niemals an sich zweifeln müssen.

3. Womit belohnst du sich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?
Schokolade *lach* Total kontraproduktiv, nicht wahr? Ich bin so der Typ Mensch, der sich 40 Minuten auf dem Stepper auspowert, um dann im Anschluss sich mit einem Stück Schokolade zu belohnen… Ne, im Ernst. Im Grunde belohne ich mich am Ende mit Ruhe. Mit Dingen, die ich schon länger mal sehen oder machen wollte. Wenn ich Zimmer umgeräumt und aussortiert habe, belohne ich mich damit, dass ich eine schöne Kleinigkeit kaufe, die ich schon immer an die Wand hängen wollte. Als Beispiel: Ein Poster für das Kinderzimmer, nachdem die Wände nun so schön frei sind. Oder neue Aufbewahrungsboxen für das Arbeitszimmer, damit ich alles schick einsortieren kann. Oder ein Abend auf dem Sofa mit einem Film, auf den ich mich schon lange freue. Oder einem Eis mit Schokoladensoße, die wir so selten kaufen, weil sie doch so Figur unfreundlich ist. Meist werde ich aber ganz automatisch belohnt durch die Reaktionen meiner Umwelt. Die Kinder, die sich so über die neu gestalteten Zimmer freuen oder Besuch, der die Veränderungen wahrnimmt und lobt…

#fünffragenamfünften

4. Was ist das Außergewöhnlichste, dass du jemals auf einer Reise gegessen hast?
Oha, die Frage finde ich jetzt irgendwie schwer… ich bin so festgefahren. Da muss ich tatsächlich mal überlegen, zumal ich mich eigentlich nur an Urlaub in Italien oder Dänemark erinnern kann. In Italien gab es manchmal so einen Nachtisch. Er war schokoladig und sah aus wie eine kleine Kugel. Ich weiß nicht einmal mehr, wonach es schmeckte, aber mein Vater hat es sehr gerne als Nachtisch gegessen. In Spanien dieses Jahr habe ich verschiedene Sachen vom Buffet probiert und in Dänemark habe ich mich mal an richtigen Backfisch versucht. Hmm… als wir in Irland waren, da habe ich mal Black Pudding gegessen. Das gehörte zum irischen Frühstück und war ja so gar nicht meine Welt. Umso besser schmeckte mir aber immer der Speck, den es dazu gab.

In welcher Beziehung möchtest du immer Kind bleiben?
In fast jeder Beziehung. Den Ernst des Lebens erlebe ich jeden Tag und oft genug muss ich die Erwachsene heraus hängen lassen. Ich muss vernünftig sein und wichtige Entscheidungen für mich und mein Kind treffen. Daher genieße ich jeden Moment, in dem ich einfach mal albern sein darf. In dem ich kreativ oder verspielt sein darf. Mal nicht über das Erwachsen sein nachdenken. Ich möchte für meine Kinder auch immer irgendwie Kind bleiben, um sie zu verstehen und mit ihnen gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen. Ich möchte beim Malen und Basteln Kind sein und mit ihnen die Welt durch Kinderaugen entdecken, denn Kinderaugen sehen noch die kleinsten und schönsten Details. Ich möchte keine Angst davor haben auf einen Baum zu klettern oder einen Käfer auf die Hand zu nehmen. Ich möchte nicht alles zerdenken und mir so den Tag unnötig schwer machen… Und vor allem: Möchte ich, dass es mir total egal ist, was andere von mir denken und halten. Es ist so schade, dass all das irgendwann überhand nimmt und das kindliche in uns mehr und mehr verloren geht. Von daher möchte ich gerne in vielen Bereichen meines Lebens einfach noch ein bisschen Kind bleiben…

Und? Habt ihr es gemerkt?

Was hat in mir dieses Wohlgefühl ausgelöst? Habt ihr eine Idee? Ganz klar der Gedanke an meine Familie. Was macht mich und mein Partner aus, was ist mir für meine Kinder wichtig und warum möchte ich ihnen irgendwie ähnlich bleiben? Meine Familie ist mein Leben, mein Alltag… für manche mag das kitschig klingen, aber in meinem Fall trifft das einfach mal zu… Mehr Antworten findet ihr heute wieder bei Nic.

Wochenmitte… wir bewegen uns langsam wieder auf das Wochenende zu und ich mache mir nun noch eine warme Milch mit Honig gegen das Kratzen im Hals…

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