„Ein Seemann namens Ozean“ von Louise Heymans #Rezension

Ein Seemann namens Ozean

Rezension*

Regen… Regen, Regen, Regen. Gestern. Den ganzen Tag. Ging es euch auch so? Es zermürbt einen so sehr, dieses tägliche Regenwetter. An manchen Tagen will es gar nicht richtig hell werden draußen und mir fehlt die Sonne. Jeder Sonnenstrahl wird derzeit von mir intensiv aufgesogen und abgespeichert für den nächsten Regentag, der eigentlich sofort schon wieder vor der Türe steht. Im Vergleich zu gestern ist der leicht bedeckte Himmel schon fast eine willkommene Abwechslung.

Kaum zu glauben, dass ich mich mal darüber freue, wenn der Mann einen schönen großen Schirm mitbringt, unter den ich und BEIDE Kinder zusammen passen. Das erleichtert unsere morgendlichen Wege sehr. Ein einfacher Schirm erleichtert den Alltag. Hachja… Gestern verließ ich das Haus und es regnete. Ich kam nach Hause und lauschte dem Prasseln der Regentropfen am Fenster. Ich verließ das Haus wieder und es regnete. Den ganzen, verdammten Tag. Manchmal frage ich mich, warum die Straßen nicht eher an ein klein Venedig erinnern.

Auch bei Jonas hat es ganz viel geregnet…

Die ganze Nacht über hatte es bei Jonas geregnet und als er am Morgen nach draußen kommt, hat der Regen endlich ein Ende gefunden. Stattdessen wirken die Straßen nun wie ein See, der das Straßenpflaster bedeckt. 

Wenn in der Stadt, in der Jonas nun seit kurzem lebt, Hochwasser ist, werden häufig allerlei Dinge heran gespült. Stücker, Netze… vielleicht auch eine Flaschenpost oder gar einen Rettungsring. Auf seiner Suche nach solchen Schätzen stößt er allerdings auf etwas vollkommen anderes. Er entdeckt kleine Fußabdrücke, die in den Keller seines Hauses führen. Was er dort entdeckt, ist kaum zu glauben…

Ein Seemann namens Ozean

„Ein Seemann namens Ozean“ von Louise Heymans

In der zauberhaften Geschichte von Louise Heymans „Ein Seemann namens Ozean“ aus dem KUNSTANST!FTER Verlag lernen wir den Jungen Jonas kennen, der in seiner Stadt noch relativ neu ist. Der Wunsch nach Freunden ist ziemlich groß, doch wie es meist ist, wenn man irgendwo neu ist, ist dieser Weg zu Anfang gar nicht einfach.

Nach einer sehr regnerischen Nacht trifft er auf einen kleinen Seemann, der nicht größer als seine Hand ist. Dieser lebt in seinem Keller, nachdem ein Sturm ihn angespült und sein Schiff zerstört hat. Er trägt den Namen „Ozean“ und ist ein komischer, aber netter Kauz. Jonas und er werden Freunde und Jonas hilft dem Seemann bei allem, wo er eben nur helfen kann. 

Doch die Sehnsucht von Herrn Ozean nach der Weite des Meeres ist groß. Ein Seemann gehört nun mal auf die See und so versuchen sie gemeinsam eine Lösung zu finden.

Ein Seemann namens Ozean

Eine ganz zauberhafte Geschichte über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Sehnsucht…

Im ersten Moment hat mich der Stil des Buches „Ein Seemann namens Ozean“ von Louise Heymans sehr an den von Sonja Danowski erinnert, den wir im letzten Jahr mit ihrem Buch „Das Theater von nebenan“ kennen gelernt haben. Auf den zweiten Blick sieht man jedoch doch sehr große Unterschiede. Heymans hat einen ganz speziellen und für mich einzigartigen Stil, was ihre Illustrationen betrifft, die scheinbar auf sehr aufwändige Art entstehen.

Hierbei werden nämlich einzelnen Folien mit Farbe bestrichen und mit einer Radiernadel bearbeitet und dann digital übereinander gelegt. Ich kann mir wirklich kaum vorstellen, wie viel Zeit nur ein so ein Bild auf diese Weise in Anspruch nimmt, aber das Ergebnis spricht wirklich für sich. Die Illustrationen sind so Detail reich und wunderschön. Sie leben regelrecht, wie ich finde und machen das Buch so zu etwas ganz Besonderem.

Ein Seemann namens Ozean

Erschienen ich das Werk von Louise Heymans, wie erwähnt, im KUNSTANST!FTER Verlag und umfasst 48 liebevoll illustrierte, farbige Seiten, die die Geschichte von Jonas und dem Seemann namens Ozean erzählen.

Ein wahrer Schatz für das Bücherregal!

*Anmerkung: Das Buch wurde uns als Rezensionsexemplar vom KUNSTANST!FTER Verlag zur Verfügung gestellt

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