Schuleignungsuntersuchung

Mein Kind wird ein Schulkind – Die Schuleignungsuntersuchung aus unserer Sicht

Da war er plötzlich. Der Brief. Die Einladung zur Schuleignungsuntersuchung. Da wollten mir ein paar Leute sagen, ob mein Kind schulfähig sei oder nicht.

Wie lange haben wir diesem Tag entgegen gefiebert. Dieser Tag, der aus unserem kleinen Jungen ein Schulkind machen sollte. Mir war etwas mulmig zu Mute, als ich den Umschlag öffnete und den Termin darin vorfand zusammen mit einem recht langen und teilweise seltsamen Fragebogen. Über ihn gebeugt und mit einem Stift in der Hand las ich mir Frage für Frage durch. Mal schüttelte ich den Kopf, mal musste ich schmunzeln, aber meist waren die Fragen schnell beantwortet.

Heute zeigst du allen, was du schon kannst! – Die Schuleignungsuntersuchung

Natürlich hatten wir dem Minihelden schon erzählt, dass ihn so eine Untersuchung erwarten würde. Anfänglich war er sehr nervös, denn er hat immer große Angst davor zu versagen. Aber was sollte er schon groß falsch machen. Ganz ehrlich? Ich habe Euch nun schon des Öfteren geschildert, mit was für einem pfiffigen Jungen wir es zu tun haben und natürlich wurde auch schon bei uns ähnliches angedacht, wie bei Marsha und ihrem Sohn.

Wir machten uns also definitiv keine Sorgen, ob unser großer Junge für die Schule geeignet war oder nicht. Einzig und alleine seine Stifthaltung hatten wir die letzten Wochen im Auge behalten, weil der eine Finger immer wo hin rutschte, wo er nicht hin sollte.

Schuleignungsuntersuchung
Wir vertreiben uns die Zeit, bis es endlich los geht auf dem Spielplatz

Ziemlich optimistisch, ein bisschen gespannt und ja natürlich auch aufgeregt machten wir uns nun also gestern auf dem Weg zu der Ärztin, die den Miniheld einmal umkrempeln und testen wollte.

Wie unsere Schuleignungsuntersuchung ablief.

Es gibt ja inzwischen einige Berichte in der Blogsphäre darüber, wie die Schuleignungsuntersuchung der Kinder lief und ich habe jede einzelne sehr gespannt gelesen. Immerhin will man ja als Mutter auf das vorbereitet sein, was da kommt *haha*. Ich glaube am Ende stresst es uns Eltern immer deutlich mehr, als die Kinder. Schon letztes Jahr studierte ich sehr eingehend den Bericht von Sarah, die sehr ausführlich und anhand von Beispielen von der Untersuchung ihres Sohnes berichtet hatte. Klar, dass ich bereits letztes Jahr die Aufgaben mit dem Minihelden einmal durchspielte.

„Das ist ja ganz einfach“, war der Kommentar des Minihelden nur und ich fühlte mich in meinem Optimismus mal wieder bestätigt.

Schuleignungsuntersuchung
Warten im Wartezimmer der Kinderärztin

Tatsächlich lief die Untersuchung ziemlich genau so ab, wie Sarah sie in ihrem Artikel beschreibt, was mich ja doch überrascht hat *lach*. Allerdings war das nur ein Bruchteil. Es kamen natürlich deutlich mehr Fragen und Aufgaben und keine einzige stellte für den Minihelden ein Problem da. Sei es nun der logische Teil, der sprachliche oder der motorische. Auch den Seh – und Hörtest absolvierte der Miniheld ohne Probleme. ( Und wie üblich fragt man sich als Mutter, warum das Kind beim Hörtest Spitzenergebnisse aufweist, aber zu Hause wirkt wie ein taubes Huhn). Etwas überrascht war ich von den üblichen Daten wie Größe und Gewicht. Wir kratzen nun tatsächlich an 120 cm, viel fehlt wirklich nicht mehr. Und dabei hatte ich ihn doch letztens erst gemessen. Die Kinder wachsen definitiv viel zu schnell.

Natürlich war ich am Ende dennoch erleichtert…

Obwohl mir ja schon seit langer Zeit klar ist, dass der Miniheld grundsätzlich mit dem Schulstoff keinerlei Probleme haben wird, war ich ja dennoch nervös. Immerhin werden die Kinder bei so einer Untersuchung mit einer vollkommen neuen und fremden Situation konfrontiert. Ja gut, Hör – und Sehtest, Wiegen und Messen…klar, das kennt er vom Kinderarzt. Aber dass da eine fremde Person sitzt, die ihm Aufgaben und Fragen stellt, ohne dass Mama unmittelbar daneben sitzt (ich wurde an einen Tisch in einer Ecke des Raumes mit dem Kleinen verbannt), das war für den Minihelden neu. In neuen Situationen ist er meist eher zurückhaltend und teilweise stark verunsichert, dass meine Sorge eher dahingehend war, dass er Probleme hatte sein volles Potential zu zeigen.

Naja, wie immer…Mama hat sich mal wieder umsonst den Kopf zerbrochen.

Fazit?

Wir haben ein schulreifes Kind. Mehr als schulreif. Die Ärztin sagte uns nur, dass das eine spitzenmäßige Testung war ( original ihre Worte) und dass wir wohl eher aufpassen müssten, dass er sich in der Schule nicht langweilen würde. Ahje…also auch an dieser Stelle der Hinweis. Inzwischen ist uns natürlich schon lange klar, dass wir da mit der Schule in engem Kontakt bleiben müssen und hoffen inständig, dass er von der Jahrgangsmischung profitieren und einen aufmerksamen Lehrer haben wird, der im Auge behält, in welche Richtung sich unser Miniheld entwickelt.

Schuleignungsuntersuchung
Wir malen einen Menschen

Mein persönliches Fazit: Ich bin sehr, sehr stolz auf meinen Sohn. Er hat sich von seiner besten Seite gezeigt und nichts von seinem Können ausgelassen. Er hat viel erzählt und keinerlei Schüchternheit gezeigt. Ich bin und bleibe optimistisch, dass Schule genau das ist, was unserem Großen fehlt und dass es ihm dort sehr gut gefallen wird.

Damit geht nun also auch für uns der Countdown Richtung Einschulung los!

Was das heißt? Wir müssen nun doch langsam mal akzeptieren, dass wir dieses Jahr ein Schulkind haben werden und da gehört natürlich Vorbereitung zu. Ein Kind beschreitet immerhin nur ein Mal den Weg von einem Kita – zu einem Schulkind.

Als nächstes werden wir uns nun also auf die Suche nach einem Schulranzen begeben. Was für ein Motiv ist dem Minihelden natürlich schon lange klar (und Euch sicher auch), nun müssen wir uns nur noch für eine Marke entscheiden (wobei ich da bereits einen Favoriten habe). Dann hoffe ich natürlich, dass es demnächst mal Post von der Schule gibt, so dass wir eine Materialliste haben und dann, ja dann geht es los mit der „Party“ – Planung.

Die Schultüte möchte ich gerne selber basteln. Frage ist, ob es eine Geschwistertüte geben soll. Wobei ich immer denke, die Kinder bekommen eh schon immer so viel. Muss es sowas geben. Mal sehen.

Eine Einschulungsparty ist natürlich auch gewünscht. Also müssen wir uns auch da Gedanken machen. Aber das bekommen wir alles schon hin.

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Das Kind ist nun hochmotiviert!

Hachja…mir wird ganz weh ums Herz. Wer weiß, warum es ausgerechnet diese Zeit ist, in der Eltern immer zu kleinen Weinmaschinen werden. Aber es bezeichnet wohl diesen Augenblick, in dem das Kind tatsächlich seine ersten Schritte in Richtung Ernst des Lebens geht, oder?

Beschreiten wir diesen Weg nun also gemeinsam und wir sind mehr als nur gespannt, was da auf uns zu kommen mag…

sari-unter

14 thoughts on “Mein Kind wird ein Schulkind – Die Schuleignungsuntersuchung aus unserer Sicht

  1. Liebe Sari, danke dir für diesen Artikel. Ähnliche Gedanken mache ich mir ja auch gerade 🙂 wir hatten die Anmeldung bei der Schule ohne „blauen Zettel“ vom Gesunheitsamt. Da müssen wir diesen Monat noch hin. Als die bei uns am Kindergarten waren, sind wir ja leider in Mutter-Kind-Kur gewesen. Ich bin gespannt. Und du meinst der Vorteil der gemischten Jahrgänge ist, dass eine Unterforderung schneller erkannt wird. Und dann? Ist das Kind dann automatisch ein 2.Klässler und kommt nächstes Jahr mit in die dritte Klasse? Wäre interessant zu hören, ob es solche Fälle gibt.

    Liebe Grüße
    Ella

    1. Das ist das, worauf ich hoffe. Wir werden natürlich mit dem Lehrer, sobald wir wissen wer es wird, ins Gespräch gehen. Ich sehe den Vorteil darin, dass das Kind halt nicht zu unbekannten Kindern kommt, sollte es „Überspringen“, sondern er hat ja dann schon Zeit mit ihnen verbracht. Das macht den Übergang natürlich leichter, als quasi in einen neuen, bereits gefestigten Bund nochmal neu reinzukommen.

  2. Wow, ist das echt schon so lange her? Auch ohne dass ich ein Kind habe, durch dich (und einige andere) merkt man auch ohne Kind, wie schnell die Zeit verfliegt. Echt heftig.

    Und Glückwunsch an den Großen! 🙂

  3. Hi Sari, auch wir haben ein Schulkind Zuhause. Unsere Untersuchung war schon im November und der Schulranzen (natürlich Mädchenmäßig mit Pferd) steht seit der 1. Ranzen Messe der Landes im Keller 🙈🙈🙈
    Auch ich hatte meinen Favoriten, bis sich auf besagter Messe herausstellte, dass mein 128 cm Riese dafür nicht gemacht ist – oder anders herum?!?
    Mein Tipp: Lasst euch beraten.
    Ich wollte das erst auch nicht. Schließlich bin ich Lehrerin und hab täglich Ranzen tragende Kinder vor Augen..
    Tja, auch hier: 1. Kommt es anders, 2. Als man denkt
    Genießt die Zeit. Der 1. Schulranzen kommt nur ein Mal..
    Viel Spaß und liebe Grüße,
    Sandra

    1. Ja, wir werden wohl auch vor Ort suchen. Ich hab zwar einen Favoriten, aber man kann nie wissen. Mal sehen..ich hoffe wir finden demnächst Zeit dafür. Danke für dein Feedback

  4. Ach ja, bei uns ist das jetzt ein Jahr her – definitiv eine aufregende Zeit! Ich habe die Schultüte übrigens am Abend vor der Einschulung fertig gebastelt. Nicht, dass ich das unbedingt empfehlen möchte, aber etwas Zeit bleibt Dir noch für die Entscheidungen! Das Wichtigste ist ja, dass Dein Sohn sich auf die Schule freut! LG Svenja

    1. hähä, ich bin ja auch eher so der Typ „last-minute“-planen und umsetzen, aber meist gelingt es so sogar fast besser, als wenn ich schon Wochen vorher anfangen würde.

  5. Danke für den interessanten Artikel. Wir leben in Kanada und es war interessant zu lesen wie der Einschulungsprozess in der alten Heimat von statten geht. Ein solchen Test gibt es bei uns nicht. Kinder die am oder vor dem 1. März vier Jahre alt sind dürfen für die Vorschule (hier Kindergarten genannt) angemeldet werden. Die Eltern können ohne Probleme ein Jahr länger warten oder gar die Vorschule überspringen lassen. Unsere größte Entscheidung war die Wahl der Schule – einfache Schule in der Nachbarschaft oder eine mit speziellem Program wie Kunst, Sprache oder ähnliches. Danke nochmal für den interessanten Einblick.

    1. Naja, es wird uns sicher einiges an Bürokratie erwarten. Rein vom Wissen her hätten wir ihn sicher locker im letzten Jahr bereits einschulen lassen können und er wäre ohne Probleme mitgekommen. Aber möglich wäre es nicht gewesen. Und nun eben die Angst, dass er sich schrecklich langweilen wird…naja. Mal sehen…

    1. Wie unterschiedlich das läuft. Wir hören eigentlich gar nix. Warten nur auf Briefe. Keine Einladungen bisher oder so. Aber die Schuluntersuchung halt.

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