[Mmi] Manchmal muss man sich einfach mal eine Auszeit gönnen

Auszeit

Eine Auszeit kann manchmal so wichtig sein. Raus. Weg. Fliehen vor dem Alltag und all dem Chaos, das einen jeden Tag anlacht. Einfach Weg und zu Hause zu Hause sein lassen. Man kann sich auch woanders wohl fühlen. Und das beste: Einfach mal abschalten. Also im Idealfall.

Für Eltern ist Abschalten immer nochmal ein bisschen anders definiert, oder? Ein kleines Kind will ja dennoch gewickelt, gefüttert und umsorgt und das größere natürlich auch bespaßt werden. Die Nächte werden nicht auf einmal länger und Ausschlafen ist sowieso überbewertet. Aber darauf kommt es bei so einer Auszeit ja auch nicht an, oder?

Wir hatten diese Auszeit einfach nötig.

Normaler Weise zu dieser Jahreszeit sind wir verreist. In den letzten Jahren bevorzugt nach Dänemark und in uns allen wuchs von Tag zu Tag das Bedürfnis danach mehr und mehr. Da aber nicht absehbar war, wann die Baustellen bei uns ein Ende finden würden, haben wir dieses Jahr darauf verzichtet zu buchen.

Dennoch liefen wir quasi schon auf dem Zahnfleisch. Ich merkte, wie ich immer reizbarer und müder würde. Wie ich den Alltag kaum noch in meinem Kopf geordnet bekam und ständig was vergaß. Den einen Tag schickte ich den Minihelden mit dem falschen Trainingsshirt los oder letztens vergaß ich sogar seine Trinkflasche bei einem Spiel, so dass ich ihm schnell noch eine Wasserflasche nach organisieren musste. Mein Highlight: Ich werkelte mit den Kindern im Garten, bis ich irgendwann mal auf die Uhr schaute und feststellte, dass wir eigentlich schon genau in dieser Sekunde auf dem Sportplatz sein mussten.

Also ja, mindestens ich hatte eine Auszeit dringend nötig.

Und die habe ich dieses Mal auch so richtig genutzt!

Wenn wir in den Urlaub fahren oder länger weg sind, dann bereite ich immer schon alles für den Blog vor. Die Social Media Kanäle kann ich meistens auch aus dem Urlaub heraus nutzen, aber den Blog pflegen, das schaffe ich nicht.

Darauf habe ich dieses Mal gänzlich verzichtet. Es ist Euch sicher aufgefallen. Drei Tage lang hat man nichts von mir gehört. Drei Tage lang blieb dieser Blog stumm. Das gab es zuletzt im letzten Jahr, als wir uns in der heissen Phase des Umzugs befanden. Und da wurde es auch noch von mir angekündigt. Dieses Mal habe ich einfach alles stehen und liegen lassen und gut war. Einzig und alleine Instagram wurde mit dem einen oder anderen Schnipsel unserer zwei Auszeit – Tage bedacht. Nicht mal E-Mails habe ich gechecked. Kein einziges Mal.

Auszeit

Und wisst Ihr was? Es hat gut getan. Einfach mal den Blog Blog sein lassen und sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, womit man ihn inhaltlich füllen könnte. Einfach mal nichts in der Hinsicht tun. Ich habe den Laptop zu Hause gelassen und das Handy hatte ich eigentlich überwiegend in der Hand, um etwa 300 Fotos von unsere zwei schönen Tagen fernab unseres zu Hauses zu dokumentieren.

Mal einfach nur Familie sein und das „Wir“ fördern.

Wir haben die zwei Tage wirklich intensiv genutzt. Waren auf dem großen Erdbeerhof in Rövershagen, den wir zuletzt im Februar 2015 besucht hatten und haben dort tatsächlich von morgens bis abends verbracht und viele Dinge erlebt. Wir haben in einer Laube geschlummert und der Große hat sich an dem Sportplatz erfreut, der direkt daneben lag. Wir haben die Füße in die Oststee gesteckt, lecker Fisch gegessen und weit über das Meer die Fähre beobachtet, mit der wir normaler Weise nach Dänemark gefahren wären (und doch, wir wurden ein kleines bisschen wehmütig). Wir haben Erdbeeren gepflückt und Karlchen umarmt.

Auszeit

Und wir haben abends einfach auf der Terrasse gesessen, gequatscht und die Zeit miteinander genossen. Kein Fernsehen, keine Spielkonsolen. Nichts. Nur wir…

Zwei Tage Auszeit. Sie waren so wichtig und so gut. Klar wäre es schöner gewesen, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, aber für den Anfang war es genau das, was wir gebraucht haben.

sari-unter

 

 

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