Disney – Twisted Wonderland: Der scharlachrote Tyrann #Rezension
Rezension*
Kennt Ihr das, wenn die Neugier euch überwältigt und ihr aufgrund dessen etwas in die Hand und vielleicht sogar mit nach Hause nehmt? Bei Carlsen sind ja inzwischen einige spannende Roman-Reihen zu Disney erschienen (ich denke da an die Villains-Reihe oder auch die Twisted Tales Romane). Überall haben wir schon einmal ein wenig reingeschnuppert und die Ideen dahinter finde ich immer wieder spannend.
Was mir allerdings noch vollkommen neu war, das war die Twisted Wonderland Reihe und im Laufe meiner Recherche sollte ich noch die eine oder andere Überraschung erleben.
Alles fand seinen Anfang mit einem Trailer
Ich weiß gar nicht mehr wann und wo er mir das erste Mal unterkam. Aber dieser Trailer kündigte eine Anime-Serie auf Disney+ an. Sie sollte anders werden und die Welt der Disney-Figuren auf ihre eigene Weise aufgreifen. Disney in Anime verpackt. Alleine den Gedanken fand ich ja schon speziell. Beides Dinge, die meine Kindheit und meine Jugend sehr geprägt hatten und nun miteinander vereint? Wie sollte ich mir das vorstellen?
Noch bevor ich die erste Staffel der Serie dann tatsächlich sehen konnte, kam das Meeting bei Carlsen, wo uns immer wieder neue Bücher für die kommende Saison vorgestellt werden und siehe da: Twisted Wonderland. Als Roman. Da war ich natürlich direkt Feuer und Flamme. So wie eigentlich bei allem, was mit Disney zu tun hat (also fast).
Zuvor fand ich jedoch zwei Sachen noch heraus
Twisted Wonderland gibt es schon deutlich länger als Manga-Reihe. Und nicht nur das, diese basiert ursprünglich auf einem Mobile Game von Aniplex, das 2020 erschien. Daraufhin kamen dazu erst Mangas und nun eben auch die Romane heraus und was sie alle gemeinsam haben, das ist eben die Grundlage von beliebten Disney Fanchises. Und ganz speziell hier aus den Geschichten von Arielle, König der Löwen, Aladdin, Dornröschen, Herkules und Alice im Wunderland. Oder sogar noch spezieller: Die Bösewichte aus eben diesen Geschichten.
Doch worum geht es in Twisted Wonderland?

Der Protganist Yuu wird in eine andere Welt gezogen. Hier landet er am Schauplatz des Night Raven College, wo Schüler mit magischen Fähigkeiten zusammen kommen und sich hier verschiedenen Häusern zuordnen, die den sieben großen Vorbildern der Häuser orientieren. Disney-Kennern unter euch wird direkt auffallen, dass die Vorbilder hier aus den Bösewichtern der beliebten Geschichten bestehen. Und so sind diese die Herzkönigin, Dschafar, Skar, Hades, Maleficent und Ursula.
Yuu hingegen hat keinerlei magische Fähigkeiten und muss irgendwie einen Weg zurück nach Hause finden. Da dies sich aber vorerst nicht so einfach bewerkstelligen lässt, darf er an dem College bleiben. Als eine Art Aufsichtsperson für eine Monsterkatze, die ebenfalls gerne an der Schule lernen möchte, lebt er nun hier und soll die verschiedenen Häuser und ihre Geschichten kennenlernen, während er einen Ausweg findet.
Twisted Wonderland: Der scharlachrote Tyrann von Jun Hioki
Der erste Band der Reihe “Twisted Wonderland: Der scharlachrote Tyrann” von Jun Hioki (und auch im Anime war es so) liegt der Schwerpunkt der Geschichte auf dem Hause Heartslabyul, das vor allem durch seine lange Liste an Regeln bekannt ist, die man kaum einhalten kann. Geführt wird das Haus von dem noch recht jungen Riddle Rosehearts, der all diese Regeln ziemlich konsequent durchführt. Und damit kommt auch Yu (so die Schreibweise des Namens im 1. Teil der Romane) recht schnell in Berührung, als seine neuen Freunde an der Akademie in Schwierigkeiten geraten mit dem Oberhaupt des Hauses. Keine gute Idee als Erstsemester und schon gar nicht, wenn man selbst dann auch noch frei von Magie und eh nur durch eine Ausnahme hier verweilen darf.

Ihr könnt euch also vorstellen, dass alles ziemlich aufregend und abenteuerlich wird.
Der Roman ist hier und da durchzogen von Illustrationen von Yana Toboso im Manga-Stil und der einen oder anderen bekannten Szene aus Alice im Wunderland, insgesamt ist die Anzahl allerdings überschaubar. Man bekommt so jedoch einen guten Eindruck von den Figuren. Carlsen richtet sich laut eigener Beschreibung an eine Zielgruppe ab 14 Jahre und bei dem Umfang des Buches und der Schriftgröße würde ich dem so zustimmen. Mit 416 Seiten hat man hier wirklich einen recht üppigen Jugendroman vor sich, der alte Disney-Liebe mit aktuellen Interessen ganz gut kombiniert.
Wer also diese Kombination spannend findet und mag, der ist hier sicherlich gut aufgehoben. Ich muss sagen, dass der Anime mir stellenweise etwas zu überdreht war und ich es daher gut finde, das ganze etwas entzerrter lesen zu können. Weitere Teile mit Schwerpunkt auf die anderen 6 Häuser werden folgen und wer neugierig ist, kann sich ja mal auf Disney+ die erste Staffel der Anime-Serie anschauen.
*Anmerkung: Das Buch wurde uns vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


