Lebens ABC
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Lebens ABC – S wie Schwester

Das Lebens ABC geht heute in die nächste Runde und ich habe heute wieder ein wenig den Weg der spontanen Reaktion gewählt für den heutigen Buchstaben. Ich könnte tiefer gehen, könnte aber auch lustig oberflächlich bleiben.

Inhaltlich geht es darum zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort zu finden, das in unserem Leben eine wichtige Rolle spielt und dann dazu ein wenig zu erzählen. Die Vielfalt der Wörter erlaubt es uns dabei mehrere “Runden” in diesem Projekt zu drehen. Wer mehr darüber wissen möchte, konnte bei Sven alles Wichtige dazu nachlesen, leider geht die Seite aktuell nicht. So viel zur Einführung, die hier immer gleich ausfallen wird *lach*.

Hier mein bisheriges ABC: A-Alltag || B – Ball || C – Collaboration ||  D – Disney || E – Ehrenamt || F – Fahrrad || G – Garten || H – Haardrama || I – Irland || J – Jasmin || K – Katzen (-mutti) || L wie Laufen || M wie Mama (sein) || N wie Natur || O wie Organisation || P wie Paket || Q wie Quatsch || R wie Reisen ||

Lebens ABC – S wie Schwester

Ich habe mich für heute also für die Tatsache entschieden, dass ich eine Schwester bin. Japp. Eine große Schwester, um genau zu sein. Und ich war schon immer gerne eine Schwester.

Fun Fact hierbei: Ich bin vielleicht vom Alter her die große Schwester, von der Körpergröße aber einfach mal gut 15 Zentimeter kleiner und damit optisch die kleine Schwester. Ja, so kann es kommen. Ich hatte leider nicht das Glück die langen Beine unseres Vaters vererbt zu bekommen, sondern eher die kurzen Gene der weiblichen Seite in dieser Familie abzubekommen.

Ein weiterer Fun Fact: Zwischen meiner kleinen Schwester und mir liegen gut und gerne fast 10 Jahre. Davon merkt man aber oft gar nichts. Irgendwann fing ich einfach an sie mit auf unsere feiern zu nehmen und der emotionale Altersunterschied zwischen uns beiden war dann irgendwann auch einfach total verwachsen. Und bis dahin haben wir viel zusammen erlebt.

Natürlich gab es auch eine andere Phase

Ich sehe das ja schon bei meinen beiden Söhnen. Als der kleine Sohn auf die Welt kam, war der große gerade fast 5 Jahre alt. Somit gab es irgendwann einen Punkt, an dem sie noch gemeinsam gewisse Sachen gespielt haben. Playmobil, Lego und dergleichen. Doch dann irgendwann zeichnete sich beim großen Sohn ab, dass er damit nicht mehr allzu viel anfangen konnte und ja, natürlich hatte der kleine Sohn damit zu kämpfen, dass sie auf einmal nicht, wie früher, die Dinge zusammen machten. Im Laufe der Jahre haben sie aber andere Sachen gefunden, die sie gerne gemeinsam machen und der kleine Sohn Freunde, mit denen er dennoch fantasievoll spielen konnte.

Und so gab es natürlich auch eine Zeit, in der meine Schwester und ich nicht kompatibel waren und da hat man die 10 Jahre vielleicht doch gemerkt. Während ich nun in dem Alter war, wo es hieß, dass ich ausziehe und ein eigenes Leben anfangen würde, kam sie in das Alter, wo Jungs interessant wurden und sie eben ganz andere Sachen machte, als ich. Auch weil wir vom Charakter halt doch in einigen Bereichen ein wenig anders ticken. Aber es wäre sicherlich seltsam, wenn dem nicht so wäre. Meine Themen waren auf einmal Arbeiten und Heiraten und dann schließlich Kinder kriegen und ihre eher die Welt entdecken und schließlich auch studieren. Da unterscheiden wir uns ein wenig. Während ich in meiner Vorstellung schon immer irgendwie sesshaft war und mich mit einem gemütlichen zu Hause, zwei Kindern und einem weißen Gartenzaun sah, wollte sie um die Welt reisen. Das genaue Gegenteil von mir.

Und dann kamen die Berührungspunkte wieder

Wie gesagt, ich habe sie nie ausgeschlossen. Sie immer zu einem Teil meines Lebens gemacht und ich war und bin noch heute wirklich gerne ihre große Schwester und hoffe, das weiß sie auch. Auch dass ich immer für sie da bin, wenn sie mich braucht.

Heute sehe ich uns auf Augenhöhe trotz unterschiedlicher Ansichten und Entwicklungswege. Gleichzeitig gibt es auch vieles, was wir gemeinsam haben und das uns verbindet. Wenn ich mich mit Menschen darüber unterhalte, die darüber nachdenken, was der richtige Altersabstand für Geschwister ist, dann nutze ich uns gerne als gutes Beispiel dafür, dass es nicht unbedingt eine Rolle spielen muss, ob wir nun die geheiligten drei Jahre einhalten, die einem immer wieder empfohlen werden, oder auch 10 Jahre später nochmal einen Seelenverwandten finden könnten. Denn wir sind ein gutes Beispiel dafür, dass so ein Altersunterschied ab einem bestimmten Zeitpunkt wirklich überhaupt nicht wichtig sein muss. Früher war ich halt viel für sie da, habe sie überall hingebracht, begleitet und mich gekümmert und heute sind wir einfach Freundinnen und manchmal auch Magical Sisters.

Lebens ABC
Magical Sisters

Am Ende kann ich eigentlich vor allem sagen, dass ich mit Stolz auf meine Schwester blicke, die so eine taffe und starke Persönlichkeit geworden ist. Taffer oft als ich es bin.

Was waren übrigens meine anderen spontanen Gedanken?

Vielleicht als dritten Fun Fact am Ende noch die zwei anderen Begriffe, die mir für das Lebens ABC spontan eingefallen wären.

  1. Schokolade. Mein persönliches Kryptonit und etwas, auf das ich einfach nicht verzichten kann, obwohl ich genau weiß, dass es mir echt gut tun würde. Aber ein richtig leckeres Stück Schokolade, dass einem regelrecht auf der Zunge zergeht, das kann einem absoluten Seelenfrieden geben.
  2. Sarah: Wie naheliegend wäre es gewesen mich eingehender mit meinem Namen zu beschäftigen, wo er mich doch durch mein ganzes Leben begleitet. Ich höre übrigens auf Sarah quasi gar nicht. Die meisten Menschen nennen mich Sari. Auch im Alltag. Von daher fühlt es sich irgendwie immer falsch an, wenn jemand mich bei meinem vollen Namen nennt. Übrigens von der Bedeutung her ist Sarah die erste Frau in der Bibel und bedeutet übersetzt “Die Fürstin”. Spannend?

Frau Mondgras – Das bin ich, Sari. Gerne auch als Sari Mondgras bekannt und im Internet zu finden. 2-Fach-Mutter, Heldenehefrau, Kreativling, Harmoniesüchtig und ständig auf der Suche nach Glück. Ich komme aus Berlin, bin hier aufgewachsen und lebe hier seit ich denken kann.

6 Kommentare

  • bullion

    Hach, ein schönes Thema und toll, dass ihr so eine enge Beziehung habt. Ich habe auch eine jüngere Schwester und es gab immer Phasen, in denen die Bindung enger oder weiter war. Gerade steckt jeder so in seinem Lebenstrott, dass wir uns meistens nur mit den Kids an Geburtstag oder Feierlichkeiten sehen (so vielleicht 1 bis max. 2 mal im Monat). Bei Frau bullion und ihrer Schwester ist das viel enger, aber kein Wunder, sie ist ja auch unsere direkte Nachbarin. ;)

    Bin sehr gespannt, wie sich die Beziehung mal bei meinen Kindern entwickelt. Es ist teils sehr eng, teils mal sehr verstritten. Da ist es schwierig eine Aussage für die Zukunft zu treffen. Aber wenn es drauf ankommt, sind sie immer füreinander dar.

    • Sari

      Das füreinander da sein ist am Ende das, was zählt. Manche Familien trennen 100erte Kilometer und das kann bei uns durchaus auch passieren. Und manchmal sind es Alltag und Arbeitswelt, Erschöpfungslevel und eigene Termine, die es so schwer machen einen geneinsamen Termin zu finden. Wir brauchen auch immer ewig, bis es klappt, schreiben uns zwischendurch aber mal (lange lebe das Zeitalter der Kommunikation) und mal klappt es mehr und mal weniger.

      Ja, ich bin bei meinen Jungs auch gespannt, wie das so läuft. Sie werden jetzt noch zwei JAhre gemeinsam eine Schule besuchen und dann geht es für den Großen ja auch schon Richtung Studium oder Berufsschule… und wer weiß was dann :)

  • Edeline

    Hallo Sari,

    schön dass ihr so eine innige Beziehung habt und Du Deiner Schwester einen Beitrag widmest. Ich habe keine Geschwister, bin Einzelkind. Aber mehr über Deinen Namen zu erfahren, hätte ich auch interessant und spannend gefunden.

    LG Edeline

  • Mesalunita

    Ich hätte mir manchmal auch eine so innige Beziehung zu meinem Bruder gewünscht, aber eigentlich haben wir seit Teenagerjahren schon jeder nur seins gemacht und uns nur zu Geburtstagen gesehen. Manchmal finde ich es schade, andererseits sind wir auch ziemlich verschieden. Ich bin daher auch gespannt, wie sich das mal bei meinen Kids entwickelt. Aktuell sind wir glaube in der Phase, die du auch so ähnlich beschrieben hast, wo die Große lieber auch mal für sich sein möchte und nicht immer ihren kleinen Bruder um sich haben möchte. Aber im großen und Ganzen passen sie schon herzallerliebst aufeinander auf. Hoffentlich bleibt es noch eine Weile so ;-)

    • Sari

      Ach ich glaube Geschwister werden immer irgendwie füreinander da sein, egal was ist. Gerade, wenn sie das schon in jungen Jahren zeigen, auch wenn sie nicht immer alles gemeinsam haben.

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