Bist Du mein kleines Baby?

Das frage ich den Minihelden manchmal, wenn er seinen Kopf bei mir anlehnt und dabei den Tigger ganz fest an sich drückt. Manchmal kann er so unglaublich verschmust sein, dass ich total vergesse, wie groß der kleine Mann inzwischen ist.

Manchmal, da sitze ich da und beobachte einfach nur. Beobachte, wie er malt oder mit seinen Kochtöpfen spielt, seine Playmobilfiguren in kleine Feuerwehrautos setzt und dabei “Brrrrm…Feuerauto” vor sich hin summt und staune darüber, wie “erwachsen” er manchmal schon wirkt.

Die Dinge werden nicht unbedingt einfacher für eine Mutter, oder? Auch wenn das Kind auf einmal immer selbständiger wird, im Juniorbett ohne Gitter mit Decke, Kissen und drei Tiggern schläft, auf das Töpfchen zeigt und “A-A” sagt und danach mit dir gemeinsam den Inhalt in die Toilette kippt, damit es dann aufgeregt auf den Spülknopf drücken kann…klar macht es das für uns einfacher. Es gibt weniger zu beachten, weniger zu befürchten, das Kind fällt nicht mehr ständig um und bewegt sich so viel sicherer durch diese große Welt. Aber ich finde es so unglaublich schwer das zu akzeptieren und frage mich so oft, wo das kleine Baby hin ist, dass ich im Arm in den Schlaf gewogen und mit einer Flasche gefüttert habe. Nun braucht er nur noch meine Hilfe, wenn es darum geht den Teller richtig auszukratzen und ihn mit der Decke bis unter die Nase zuzudecken…

Gott sei Dank findet er immer wieder zu uns zurück und kuschelt sich bei uns an, sucht Trost und Nähe, möchte einfach nur manchmal beschmust werden und zeigt uns immer wieder, dass er uns lieb hat, sonst würde ich voll vollends verzweifeln *lach* So ganz unabhängig ist er ja dann doch noch nicht. Klar, das Töpfchen wird interessant und er macht inzwischen viele Dinge alleine und versucht sie wie ein Erwachsener zu machen, aber die Windel mache noch immer ich um, es ist meine Hand, die beim Treppensteigen manchmal noch zur Sicherheit gehalten wird und manchmal ist es viel schöner auf Mamas Arm getragen zu werden anstatt zu laufen oder im Wagen zu sitzen. Und Papa ist sowieso am Stärksten und der ganz persönliche Held eines jeden Jungen, oder?

Manchmal ist er meine kleine Katze, die miauend durch die Wohnung krabbelt auf allen Vieren und leise “Miam” schnurrt, manchmal ist er mein großer Junge, der mir dabei hilft vor der Tür Schnee zu schippen und manchmal ist er noch mein kleines Baby, das in meinem Arm gekuschelt ins Bettchen getragen werden möchte….Gott sei Dank.

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8 Kommentare

  1. Das liest sich ein bisschen so, als ist das Thema Baby bei dir noch nicht durch … bahnt sich da noch was kleines an? *zwinker*

  2. Ja Sari, Wahnsinn wie schnell die Zeit rast, nicht? Mir sagte mal jemand “Erst wenn man Kinder hat merkt man, wie schnell die Zeit vergeht.” – das kann ich definitiv nur so unterschreiben *seufz*
    Die Prinzessin nenne ich heute noch “mein Baby” und sie kann auch noch das kleine Mädchen sein, aber das wird immer seltener. Es ist sooo uncool, der Mama ein Küsschen zum Abschied zu geben, oder die Hand zu halten – und Mama muss lernen loszulassen.
    Doch da denke ich wie Du, es gibt zum Glück auch noch die Momente, in denen das Kind die Hilfe braucht, Nähe sucht und Liebe braucht – da können wir Mamas (Eltern) dann da sein. *loving*

  3. says:

    Irgendwie ist es echt schön, dass man bei dir die Entwicklung von Schwangerschaft -> Baby -> Kleinkind -> usw. so schön und einfühlsam verfolgen kann. Auch wenn ich selbst noch kein Kind habe und mir da auch noch 2-3 Jahre Zeit mit lassen möchte, machen deine Erzählungen und Berichte aus dem Alltag einer jungen Familie einfach “Spaß” und Vorfreude auf die hoffentlich irgendwann mal existierende eigene Familie. <3
    Und ich finde es sehr schön, dass du deinen Mini-Helden nicht auf 100 Bildern im Internet präsentierst und ihm die Entscheidung, wie präsent er sein möchte, so später selbst überlässt. :)
    Mach weiter so. Die Entwicklung des Mini-Helden ist extrem spannend. *loving*

  4. says:

    Hach, das klingt doch alles super schön. Ich freue mich für dich und auch schon ein wenig für mich. *zwinker*

  5. Als ich mit meiner Mama im Urlaub war und neben ihr saß, da sagte sie mit einem Mal: “Seltsam, wie das Bedürfnis euch zu knuddeln nachgelassen hat. Früher konnte ich die Finger nicht von euch lassen und jetzt? Jetzt seid ihr so erwachsen.” Dafür bekam sie einen Kuss. Ihre Aussage hindert mich übrigens nicht daran von Zeit zu Zeit Papas Nähe zu suchen, mich einfach anzulehnen und die Augen zu zumachen. Dann merkt man, dass er das irgendwie doch genießt, dass sein großes Mädchen kuscheln kommt n_n Genieß die Zeit mit dem kleinen und wenn der Mini Held nicht mehr Baby genug ist bekommt ihr eine Mini Prinzessin! So einfach ist das :D

  6. says:

    Keine Sorge, der braucht Euch noch viele Jahre! :)

  7. says:

    @Nadine: Nicht 100%ig, aber vorerst ist nix angedacht ;)

    @Alltagsheldin: Mach mir mal keine Angst ;)

    @Ulli: Danke Dir. Es ist auch für mich selber schön immer wieder mal in der Vergangenheit zu stöbern.

    @Maru: ;)

    @OddNin: Solche Momente sind so verdammt wertvoll!

    @Ka: Meinst Du, ja? :)

  8. […] auch… na klar, das Trocken werden. Da hatten wir nämlich mit dem Minihelden echt Luxus. Der war nämlich ziemlich genau mit zwei Jahren ohne großen Aufwand trocken. Sogar in der Nacht. Was waren wir stolz und natürlich auch […]

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