So hoch hüpfen, bis man die Wolken berühren kann…

gedankenhüpfen

Ich hüpfe…immer höher und höher, ich kann inzwischen schon locker über den Rand der Absperrung hinausschauen, die das Trampolin umgibt. Wir sind froh eines gefunden zu haben in einer vernünftigen Größe, wo wir auch mal zu zweit drauf hüpfen können und bei dem wir dennoch keine Angst haben müssen, dass der Miniheld runterfällt, wenn wir mal nicht hinschauen…

Wenn man ein Kind hat, dann spielt einem die Phantasie ständig streiche, man hat eigentlich 24 Stunden am Tag Angst und dann freut man sich über solche Tatsachen, wie ein Auffangnetz rund um ein Trampolin herum. Ich muss ein wenig schmunzeln,als ich weiter hüpfe… Gott, es ist so lange her, dass ich einfach mal gesprungen bin. Höher und höher. Als Kind sind wir geschaukelt, bis wir mit den Füßen die Äste der Bäume erreichen konnten, die da vor uns standen. Keine Mutter stand neben uns, die immer wieder rief “Nicht zu hoch, sonst fällst du runter”. Wir sind gesprungen so hoch wir nur konnten. An diesem Punkt der vollständigen Vertrauens bin ich einfach noch nicht angelangt. Mein kleines Baby ist doch noch soooo klein. Ich hüpfe weiter, höher, immer höher…

Ist er wirklich noch so klein? War es nicht neulich erst, wo er uns unbedingt beweisen musste, dass er den Weg zu Oma und Opa schon alleine gehen kann. Also wirklich alleine? Ich glaube für alle Eltern ist das ein schwerer Schritt. Ich hing weit aus dem Fenster heraus, um ihn den ganzen Weg beobachten zu können, der Held versteckte sich unten auf der Straße. Natürlich lassen wir ihn nicht wirklich alleine den Weg gehen, aber der Miniheld dachte es und er machte es wirklich super. Ist er also wirklich noch so klein? Nein, ich habe noch Zeit mit das einzugestehen… also hüpfe ich immer weiter. Noch höher, die Gedanken fliegen langsam davon…

Ich hüpfe inzwischen so unglaublich hoch. Ich glaube, wenn ich es wollte, könnte ich inzwischen auch irgendwie über die Absperrung springen. Herrjeh, schon wieder so ein seltsamer Gedanke. Wann kann der Miniheld so hoch springen? Ach Quatsch, das passiert nicht. Selbst wenn ich es jetzt versuchen würde, ich würde am Ende doch nur im Netz landen. Es hat schon einen Grund, dass wir gezielt nach so einem Trampolin gesucht haben. Nicht zu hoch, nicht zu klein, aber auch nicht zu groß, mehn Sicherheiten… es gibt so viele Varianten inzwischen und viele Möglichkeiten, um panischen Eltern die Angst zu nehmen.

Ich muss gestehen, die Anschaffung des Trampolins war eine gute Entscheidung. Der Miniheld hat viel Freude daran und jetzt, wo ich selber versuche die Wolken zu berühren, in dem ich immer höher hüpfe, merke ich, dass es auch mir Spaß macht. Man fühlt sich groß und frei und wenn man für sich ist, kann man mit den Gedanken spielen und gleichzeitig tut man sich und seinem Körper etwas Gutes. Kind, Gedanken, Gesundheit…wir alle können davon profitieren.

Und so hüpfe ich noch eine Weile vor mich hin, lasse den Blick über unseren chaotischen Garten streifen und freue mich, als der Miniheld angerannt kommt, um mit mir gemeinsam zu hüpfen. Kleine Glücksmomente…

sari-unter

4 Kommentare zu „So hoch hüpfen, bis man die Wolken berühren kann…“

  1. Komisch, ich habe selten viel Angst um die kleine Lady, traue ihr einiges zu. Manchmal merke ich dann aber auch “Ups. Das hätte ins Auge gehen können und ich habe es echt nicht kommen sehen. ”

    Aber was mir vor allem aufgefallen ist: neuer Zeichenstil, Hallo! Langsam wird’s! ^^

    1. Ich vertraue ihm ja an sich auch, greife auch nach Möglichkeit nicht ein…im Zweifelsfall hat er eine wertvolle Erfahrung gemacht. Aber wenn man weiß, dass sein Kind gerne fällt, hat man auch irgendwie anders Angst…ach es ist schwer ^^

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.