Warum ein Garten vor der Tür für Kinder pures Glück ist

Garten

Der Garten. Da ist es wieder, dieses Thema. Ich habe mich schon so oft darüber ausgelassen, Ihr wollt es sicher schon nicht mehr hören. Aber so sehr ich eigentlich ein Mensch bin, der keinen Garten möchte, so wertvoll ist er doch für die Kinder. Und diese Erkenntnis ereilt mich jeden Tag aufs Neue. Vor allem, seitdem wir ihn direkt vor der Türe haben.

Ein Garten verschafft durchaus auch Auszeiten.

Im Grunde bedeutet ein Garten eines: Arbeit. Täglich und zu jeder Jahreszeit steht etwas anderes an, was gemacht werden muss. Hecken schneiden, Rasen mähen, Holz neu lasieren, Unkraut zupfen. Ja…jeden Tag eine neue Aufgabe.

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Im Sandhaus können Stunden verbracht werden

Aber er kann einem auch Freizeit verschaffen. In unserem Garten befindet sich zum Beispiel der Sandkasten, in dem die Kinder wirklich gerne sitzen. Zwei kleine Mitnehmtore erlauben ihnen auch mal ein bisschen Fußball zu spielen und bei Hitze holen wir das Planschbecken hervor, wo mit Wasser gespielt werden kann. Der Kleine nutzt nun auch immer häufiger den Fuhrpark und fährt mit Bobby Car oder Pukylino durch die Gegend.

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Im Liegestuhl kleine Auszeiten finden… nicht nur für Mama!

Es ist tatsächlich so, dass die Kinder dort deutlich selbständiger spielen können, als es im Haus der Fall ist. Geht es auch dabei auch so? Da darf man sich durchaus auch mal für ein paar Minuten in den Liegestuhl setzen und den Kindern einfach beim Spielen zuschauen. Kleine Lieblingsmomente eben…

Stellt Euch vor es regnet.

Schon den ganzen Tag. Im Grunde beschreibt das so ziemlich den April letzten Monat. Dieser wurde dieses Jahr seinem Namen mehr als nur gerecht, findet Ihr nicht? Dieses Sprichwort “Der April macht was er will”. Selten kann man es so wörtlich nehmen. Teilweise habe ich Fotos von diesem Monat, wo wir noch tiefsten Schnee draußen haben. Teilweise sitzen wir schon in kurzen Klamotten draußen und Grillen. Dieses Jahr… naja, ich glaube da hatten wir vor allem ständig die Regenschuhe an. Das kann schon nervig sein.

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In kurzen Sonnenphasen kann man denoch Spaß mit Wasser haben

Die Kinder wollten raus. An die frische Luft. Die Decke fiel ihnen regelrecht auf den Kopf. Ich kann es verstehen. Mir geht es nämlich nicht anders. Es ist trüb, grau, teilweise kalt und die Luft riecht irgendwie…naja, nach Regen halt. Ein Kinderzimmer kann noch so prall mit Spielzeug gefüllt sein. Nach einer Woche drinnen hocken hat man alles schon mehrfach bespielt und die Ideen gehen einem aus.

An solchen Regentagen bin ich froh, dass wir einfach hinten raus in den Garten können.

Ein Garten sieht bei jedem Wetter anders aus.

Wir können die Markise ausfahren, damit es einigermaßen trocken bleibt. Der Sandkasten ist überdacht und ansonsten gibt es ja die Regenkleidung. Wir stampfen durch das nasse Gras, schauen, wie die Regentropfen über die frisch gepflanzten Erdbeerpflanzen laufen und entdecken vielleicht sogar eine Nacktschnecke.

Und wird es uns zu nass oder zu kalt, dann gehen wir einfach ganz schnell wieder rein.

Das Schöne an der Natur ist ja, dass sie wirklich bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit etwas anderes zu bieten hat und man so immer wieder Neues entdecken kann. Wenn man es dann auch noch greifbar direkt vor der Tür hat, kann man wohl sagen, dass man Glück hat.

Mein Sohn blüht auf und übernimmt Verantwortung!

Ein weiterer Vorteil ist wohl, dass der Große langsam zu so einer Art Gärtner wird. Seitdem wir deutlich mehr Platz im Garten geschaffen haben, in dem wir die vielen Hecken beseitigten, ergeben sich natürlich vollkommen neue Möglichkeiten.

Wir wollen mehr Naschobst für die Kinder anpflanzen und auch Gemüse in das Hochbeet setzen. Seit einiger Zeit haben die Kinder nun Erdbeeren direkt am Sandkasten stehen und ich hoffe, dass sie im Sommer dann einfach beim Spielen davon essen können, wenn sie der Hunger packt.

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Alle helfen tatkräftig mit

Und da es ihre Pflanzen sind, übernehmen sie nun auch etwas Verantwortung, denn die Pflanzen müssen ja auch gepflegt werden. Sie brauchen zum Beispiel regelmäßig Wasser. Besonders im Sommer. Das ist die Aufgabe der Kinder und aktuell nehmen sie diese noch sehr ernst.

Inzwischen sind auch die von uns Anfang des Jahres vorgezogenen Pflanzen nach draußen gezogen. Chilis, Gurke, verschiedene Tomatensorten und Kräuter, Salat, Möhrchen und mehr. Alles Dinge, die wir gerne essen. Ganz besonders im Sommer, wenn gegrillt wird.

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Die Sätzlinge ziehen um ins Hochbeet

Ein weiteres Projekt ist das Insektenhotel, das der Miniheld und ich schon seit vielen Jahren bauen wollen. All das bietet viel Stoff und Wissen für die Kinder und Möglichkeiten zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln.

Für mich persönlich ist es nach wie vor viel Arbeit…

…auf die ich manchmal gut und gerne verzichten würde, aber ja, die Kinder haben sehr viel davon. Vor allem in einer Großstadt

Fällt uns die Decke auf den Kopf, öffnen wir die Tür und spielen einfach ein bisschen im Garten, matschen etwas rum oder nutzen die kurzen Sonnenphasen aus. Doch … ja, ich glaube davon profitieren wir alle sehr.

Bei den sehr warmen Temperaturen in den letzten Tagen kommt natürlich auch der Rasensprenger,das Planschbecken und andere erfrischende Wasserspielsachen den Kindern zu Gute. Eigentlich nicht nur den Kindern. Uns natürlich auch.

Arbeit
Abkühlung bei Hitze für jedermann

Natürlich ersetzt es nicht den Spielplatz in der Nähe oder mal einen Ausflug in den Park oder Wald, aber für so kurze Momente, in denen man einfach mal frische Luft tanken möchte, ist es wirklich ideal.

Wie ist das bei Euch?

Haarausfall

5 Kommentare zu „Warum ein Garten vor der Tür für Kinder pures Glück ist“

  1. Wir wohnen ja auf dem Land und ich kenne es gar nicht ohne Garten. Ich wäre auch nicht der Typ für eine Wohnung ohne etwas Grün drumzu.
    Bisher kümmert sich mein Mann hauptsächlich um die “Außenanlage”. Er hat uns eine schöne Terrasse gebaut, Zäune gesetzt und mäht regelmäßig Rasen. Diesen Sommer wollen wir nun etwas Blumen pflanzen und spätestens nächstes Jahr möchte ich auch Gemüse und Kräuter im Garten haben.
    Ich finde es schön, wenn die Kleinen das von Anfang an kennen lernen dürfen und mitmachen können. :)

    1. Ja wenn man so aufwächst, ist das natürlich etwas ganz Normales. Ich bin ja nun auch nicht mitten in der Stadt aufgewachsen. ich habe ewig immer auf der Wiese hinterm Haus gespielt. Aber es ist dennoch was anderes

  2. ich beneide dich aus tiefstem herzen. ich würde so gerne, allein ih habe weder die zeit noch eben jenen garten dran. ich habe vllt 2,5m, die eigentlich den mümmels gehören, und von denen ich in luftiger höhe, obendrüber ein bissel blumen und gemüse anbaue, auch um den beiden wackelnasen etwas natürlichen schatten zu verschaffen… und ich wünschte echt, es wären mehr.

    1. Hachja…über Mümmel denke ich ja bei dem Platz jetzt auch immer wieder nach. Die Kinder fänden es sicher toll…haaaachja…da bin ich ja doch ein bisschen neidisch auf Dich ;)

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