Zu Hause Urlaub machen. Geht das?

Urlaub

Ganz ehrlich? So wie das Wetter die letzte Tage war, kann man sich kaum vorstellen, dass wir nun mitten im Sommer sind. Eine Zeit, wo die meisten Urlaub machen. Nachdem wir am Donnerstag hier in Berlin einen Jahrhundert – Regen mit teilweise 100 Liter Wasser pro Quadratmeter erlebt haben und sogar unser Vorgarten überschwemmt und der Pool kurz vor dem Überlaufen war, hatte ich ziemlich frustriert in manchen kurzen Momenten überlegt, ob wir den Minihelden seinen Freischwimmer nicht einfach in den gigantischen Pfützen vor der Tür machen lassen *hmpf*.

Kein Urlaub in Sicht?

Normaler Weise sind wir in den letzten Jahren zum Sommeranfang hin weg gefahren. Raus aus dem Alltag, rein in etwas Ruhe, Entspannung und Familienzeit. Dieses Jahr gab es bei uns so viele unsichere Faktoren, dass wir es einfach nicht geschafft haben etwas zu buchen.

Der Plan statt dessen: Wir machen es uns zu Hause schön. Das geht. Ganz klar.Irgendwie freuten wir uns auch schon sehr darauf, denn unser Garten und die Terrasse sind wirklich gemütlich geworden. Unsere kleine Urlaubs – Wellness – Oase irgendwie. Nur leider hat man nicht viel davon, wenn es Tage lang regnet und die Temperaturen tendenziell immer eher runter als hoch gehen. So aktuell zumindest hier bei uns.

Besonders ärgerlich deshalb, weil der Urlaub vom Helden nun auch fast rum ist und wir ihn irgendwie kaum gebührend genießen konnten. Am Schönsten war tatsächlich unser Tagesausflug nach Warnemünde und der zeigt mir mal wieder, wie nötig wir eigentlich diese Auszeiten haben.

Urlaub zu Hause – Einfach das beste daraus machen, nicht wahr?

Eigentlich sind wir doch ganz gut erprobt. Wir haben bisher immer Urlaub gemacht, wenn andere zu Hause blieben und waren zu Hause, wenn andere in den Urlaub fuhren. Somit habe ich eigentlich immer mit dem Sohn im Sommer ein schönes zu Hause Programm erarbeitet. Wenn das Wetter dann auch noch mitspielt, kann man sich durchaus auch zu Hause einen schönen Urlaub gestalten.

Ausflüge in den Park, Fahrradtouren, Picknick am See, Freunde treffen, ins Museum gehen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Und ansonsten, wenn man das Glück hat einen Garten zu besitzen, kann man auch vieles davon einfach direkt vor der eigenen Türe machen. Man lädt Freunde und Verwandte zu sich ein und hat einfach Spaß.Es wird jeden Tag gegrillt, Eis gegessen und einfach genossen.

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Es ist immer alles auch irgendwie eine Frage der Einstellung, nicht wahr? Natürlich macht mir Urlaub zu Hause keinen Spaß, wenn ich den ganzen Tag darüber nachdenke, wie schön es jetzt woanders wäre. Dabei sollte man doch einfach auch mal das schätzen, was man an Möglichkeiten hat.

Das einzige Problem, das ich dabei sehe, ist das Abschalten.

Das kann man nämlich zu Hause nicht. Niemals. Oder ich zumindest nicht. Wenn man zu Hause sitzt fallen einem doch immer wieder Dinge ins Auge, die man dann erledigt haben will. Menschen stehen  plötzlich vor der Türe, Briefe bringen Nachrichten und du bist am Telefon erreichbar. All das abzuschalten ist zu Hause kaum möglich und somit ist man selber auch nur schwer abzuschalten. Kennt Ihr das?

Ich komme zu Hause einfach nicht zur Ruhe. Sehe Ecken, die mich schon immer gestört haben, oder mir fallen Dinge ein, die dringend noch erledigt werden müssten. Wenn man nicht zu Hause ist, dann springen sie einem auch nicht so offensichtlich ins Auge. Einer der Hauptgründe, warum es so wichtig ist einfach mal aus den eigenen vier Wänden heraus zu kommen.

Zeit für kleine Kompromisse mit sich selbst!

Die ultimative Lösung dafür gibt es meiner Ansicht nach nicht, aber man kann ja kleine Kompromisse mit sich selbst machen. Eine Mischung aus allem, was so vorhanden ist. Man macht in der Zeit einfach mal ein paar Dinge in seiner Stadt, die man sonst nicht einfach so machen würde. Schön ausgehen, ein Ausflugsziel mit den Kindern besuchen und durchaus auch mal eine längere Strecke dafür in Kauf nehmen. Einfach mal drei Wochen lang sich erlauben mehr aus dem eigenen Umfeld herauszuholen und seine Couchzone zu verlassen.

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Dazu gehört aber auch die ganzen To-Do’s und das Chaos links liegen zu lassen, die Beine hoch zu legen und zur Ruhe zu finden. Einfach mal eine Stunde lang die Störfaktoren ignorieren und danach etwas erholt eben genau diese jeden Tag ein bisschen angehen. So geht man am Ende des Tages auch nicht mit einem schlechten Gewissen, nämlich nichts getan zu haben, ins Bett, oder?

Wie geht Ihr damit um, wenn Ihr Euren Urlaub zu Hause verbringt?

sari-unter

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