Nur noch einmal schlafen – Ein Geburtstag schleicht sich an!

Geburtstag

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„Nur noch einmal schlafen und dann hast du Geburtstag“, verkündete der große Sohn heute lauthals, als wir seinen kleinen Bruder versuchten zu wecken. „Ich weiß“, kam ein leises Nuscheln unter der Decke hervor und mir entfährt ein kleiner Seufzer.

Es ist ja nicht so, dass ich eigentlich seit Tagen an nichts anderes mehr denke. Nur noch einmal schlafen und mein kleines Baby wird schon wieder ein Jahr älter. Es ist diese Zeit, in der Eltern ein kleines bisschen wehmütig werden. „Der Kleine hat ja recht viel geweint“, sagte eine Nachbarin neulich zu mir und alles, was ich darauf antworten konnte war ein „Ehrlich, ist das so?“. Sie nickte wissend. Ich kann mich ehrlich gesagt nur schwer daran erinnern. Ausgeblendet vielleicht? Ich fand beide Kinder ja eigentlich recht ok, was das angeht. Wobei, wenn ich so darüber nachdenke… ich kann mich an Abende erinnern, wo entweder der Mann oder ich ein Kind ewig im Arm wiegen mussten. Puuuh….

Morgen feiert mein Baby Geburtstag!

Ich will eigentlich gar nicht darüber nachdenken. Oder doch, eigentlich schon. Ein bisschen zumindest. Ich möchte mich ein wenig erinnern. An das zahnlose Lächeln, bevor die ersten Zähnchen vorne durchbrachen und sein Lächeln einen ganz neuen Charakter bekam. An die ersten Krabbel – und Laufversuche, die für meinen Geschmack viel zu früh kamen. Bei beiden Kindern gingen diese Entwicklungsschritte unglaublich schnell. 

Ich möchte mich noch ein bisschen an die Momente erinnern, in denen dieses kleine, zerbrechliche Wesen nach einer schwierigen Phase auf meinem Bauch lag und tief und fest schlief. Das leise Seufzen, dass es dabei hin und wieder von sich gab.

Mein kleiner Chaot, mein kleiner Frechdachs!

Geburtstag

Haben wir nicht gestern erst seinen 3. Geburtstag gefeiert?

Vor vier Jahren zu diesem Zeitpunkt stellte ich mich emotional auf den nächsten Tag ein

Aus Gründen entschieden der Frauenarzt und ich damals, dass ich zum errechneten Termin ins Krankenhaus gehen würde. Immer wieder denke ich an den Abend zuvor, also den heutigen Tag, wo ich nicht schlafen konnte. Alles schmerzte, alles zog und ich war froh, dass es bald vorbei sein würde. Ich hatte immer gehofft, dass das Heldenkind vielleicht etwas früher zu uns stoßen würde. Gleichzeitig hatte ich aber auch Sorge, dass es vielleicht zu früh und damit zu Nikolaus, oder zu spät (zum Geburtstag meiner Schwester) kommen würde. Das machte mich an manchen Tagen regelrecht verrückt. Aber es kam nicht.

Geburtstag

Ungeduldig erwartet: Unser Heldenkind

Ich wanderte also im Wohnzimmer auf und ab. Bis spät in die Nacht. Im Fernsehen lief irgendein Weihnachtsfilm, glaube ich. Ich blieb zwischendurch mal stehen und ließ das Becken kreisen. Hinsetzen ging nicht, dann sackte alles in mir zusammen und der Schmerz kam durch. Ich wanderte vom Sofa zum Fernseher zum Fenster, schaute mal hinaus, bewunderte die vielen Lichter an den Fenstern gegenüber und beobachtete die Autos und Menschen, die draußen vorbei liefen. Mit fortschreitender Stunde wurden es immer weniger und irgendwann konnte ich dann doch schlafen.

Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir einfach noch nicht vorstellen, dass es am nächsten Tag soweit sein könnte…

Bei der ersten Geburt dauerte alles ewig. Keine Senkwehen oder gar gewöhnliche Wehen. Der Sohn wollte einfach nicht kommen und es dauerte insgesamt nochmal 10 Tage. Ob es beim Heldenkind genauso laufen würde? Die Erfahrungen der ersten Geburt hatten sich tief in mein Bewusstsein eingebrannt und streuten viele Zweifel und Ängste.

Geburtstag

Ob das Heldenkind Termin gerecht kommt?

Am Ende hielt ich aber am 12.12., also Termin gerecht, am Abend unser zweites Wunder in den Armen. Ein unglaubliches Gefühl und das Erlebnis war nochmal ein vollkommen anderes, als beim ersten Mal. Keine Geburt ist gleich, nicht wahr? Jede eine Erfahrung für sich. Hachja…

Und nun klopft schon wieder ein Geburtstag an die Türe

Noch einmal schlafen. Die Worte der Kinder von heute Morgen hallen wie ein Echo in meinem Kopf jetzt noch nach. So viel ist zu tun, so viel muss ich bis dahin noch schaffen. Geschenke einpacken (das größte muss sogar noch aufgebaut werden), Kuchen und Muffins backen, Mitgebseltüten packen, etwas aufräumen, die Deko bereit legen und die Spiele fertig vorbereiten. 

Geburtstagskind

Heldenkind mit 2 Jahren – Die Zeit rennt…

Manchmal wäre so ein magischer Zeitumkehrer schön, mit dem ich hier und da schon einmal ein paar Vorbereitungen parallel laufen lassen könnte *lach*.

Noch einmal schlafen, dann feiern wir einen 4. Geburtstag. Ist das zu glauben?

*Anmerkung: Der Artikel über unser #WIB enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen oder Linkempfehlungen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen oder Nutzen derselbigen erhalten.

2 Kommentare

  1. Wir wünschen euch morgen einen wunderschönen Tag und ganz besonders eurem kleinen, großen Spatz. Seine kleine Freundin fiebert ihrem vierten Geburtstag quasi schon seit dem Tag nach ihrem dritten entgegen. Beinahe täglich fragt sie wann es wieder soweit ist und grinst dann „Im Mai“…

    • Sarah Kroschel

      Ja, das war hier ähnlich. Das scheint jetzt das Alter zu sein, wo dieses Event richtig bewusst auf einmal ist. Monate lang gab es kaum ein anderes Thema.

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