Unser traditioneller Rückblick – Goodbye 2020

2020

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Das letzte Jahr endete mit einem Sternenregen, der unseren ganzen Wohnzimmerboden bedeckte und die ich noch Monate später in den verschiedensten Ecken fand. Auch jetzt im Dezember flatterte mir hier und da mal einer zwischen die Finger. Also passt es doch auch diesen letzten Tag von 2020 mit diesen Sternen zu beenden…

Es ist wieder soweit: Zeit für unseren (bzw. meinen) traditionellen Rückblick, bevor wir ein ein neues Jahr starten. Inzwischen praktiziere ich diese Form schon seit vielen Jahren so und manche Dinge sollte man einfach beibehalten, wenn sie gut für einen funktionieren, oder?

Was für ein seltsames Jahr 2020 liegt da hinter uns… Ich glaube so oft wie in diesem Jahr habe ich niemals zu meinen Kindern „Das geht nicht“ sagen müssen, sie enttäuschen müssen und so viel ging einfach nicht mehr. Ein Jahr voller Unsicherheiten und Ängste, aber es lehrte mich auch wieder mehr Dankbarkeit für Selbstverständlichkeiten zu zeigen, die eben genau das eigentlich nicht sind.

Sterne

Wie sehr wir zum Beispiel zu schätzen wissen, dass wir einen Garten haben, wo die Kinder dennoch Zeit draußen verbringen konnten. Oder dass wir nahe an der Natur leben, so dass tägliche Spaziergänge gingen… aber ich will nicht zu sehr vorgreifen. Widmen wir uns nun den 6 Fragen, die ich jedes Jahr gerne als Grundlage für meinen Jahresrückblick 2020 nehme…

Das Jahr 2020 in 6 Fragen und meine Antworten dazu:

Genau kann ich gar nicht mehr sagen, wann ich mit diesem kleinen Stöckchen anfing, aber inzwischen ist es wirklich zu einer liebgewonnenen Gewohnheit vor Jahresabschluss geworden. Gerne stöbere ich in den Erinnerungen und so auch in denen vom letzten Jahr zum Beispiel. Was sich doch alles seitdem schon wieder getan hat…

01. Im Großen und Ganzen, ist das Jahr für euch eher positiv oder negativ verlaufen?
Bei all dem, was da derzeit draußen los ist, muss man ganz ehrlich sagen, dass es für uns eigentlich im Großen und Ganzen gut gelaufen ist. Keiner von uns wurde schlimm krank, wir konnten immer an die frische Luft, konnten etwas erleben und auch den Menschen in unserem Umfeld ist nichts Schlimmes passiert. An manchen Tagen denke ich, wie krass das ist, dass wir bisher so unbeschadet durch all das durchgeschlittert sind. Wir haben aber auch in vielerlei Hinsicht Glück. Das Homeschooling und auch Kita-Schließungen klappten für uns gut, weil ich ja eh zu Hause war. Irgendwann konnte der Mann dann endlich auch mehr im Homeoffice als im Büro arbeiten, so dass sich die meisten Wege auf das wöchentliche Einkaufen beschränkten. Irgendwie konnten die Kinder dann doch ihre Geburtstage feiern und das Wetter spielte das ganze Jahr über fast immer so gut mit, dass man sich nicht eingeschlossen fühlte. Wirklich.. ich bin dankbar für all das und es wäre falsch zu sagen, dass es für uns negativ verlaufen ist. Auch wenn wir in diesem Jahr viel Verzicht üben mussten und emotional manchmal an unsere Grenzen gerieten.

2020

02. Was waren die besten Ereignisse?
Ich glaube mein ultimatives Highlight war einfach mal, dass wir noch kurz vor dem ersten Lockdown eher mehr durch Zufall als alles andere in Hamburg waren. Ich war zuvor noch nie in Hamburg und war deswegen ganz aufgeregt. Ich wollte so viel sehen und am Ende hatten wir eigentlich nur den Samstag Zeit, um uns alles anzusehen. Wir liefen den ganzen Tag durch die Stadt, die wirklich schön ist. Auch wenn wir die meiste Zeit nur direkt an den Landungsbrücken unterwegs waren. Ich wollte so gerne das Harry Potter Theater wenigstens von außen sehen und kann bis heute nicht fassen, dass wir es bis in das Theater hinein geschafft haben und ich mir am Souvenirstand sogar eine Erinnerung mitnehmen konnte. Ich hoffe irgendwann werde ich nochmal ganz offiziell dort sein und das Stück sehen. Es war so ein aufregender Moment. Aber auch der Tag an sich mit meiner Familie bei schönem frischen Wetter mit Abschluss bei einer Lichterfahrt auf dem Wasser. 

Magisch

Und dann war da noch die Hochzeit meiner Schwester. Ein großes Ereignis, das lange ungewiss war. Würden wir es überhaupt feiern können. Finden Hochzeiten überhaupt statt. Am Ende war es ein schöner Tag und ein aufregendes Ereignis. Ein seltsames Gefühl, wenn die kleine Schwester auf einmal heiratet. Hach… ich bin so froh, dass das alles noch geklappt hat.

Gegen Ende des Sommers war dann sogar ein Besuch der Frankfurter Freunde möglich und wir verbrachten ein paar schöne, sehr sommerliche Tage miteinander. Eigentlich wollten wir uns in dem Jahr viel öfter sehen und jedes Mal wurden die Einschränkungen wieder schärfer, so dass es abgesagt werden musste. Gut, dass es dann spontan doch noch geklappt hatte.

2020

Nicht zu vergessen unser Besuch gleich zu Beginn des Jahres im FEZ, wo ich mit den Kinder die Zauberschule besuchte. Nach anfänglichen Zweifeln des großen Sohnes verbrachten wir den ganzen Tag dort und wollten 2021 eigentlich gerne wieder hin, doch ich befürchte das werden wir wohl dieses Mal dann nicht können.

03. Worauf hättet ihr auch gut verzichten können?
All die Enttäuschungen 2020. Ich weiß, es ist banal im Vergleich zu vielen anderen Dinge, aber es hat mich wirklich schwer belastet, dass ich zu den Kindern in diesem Jahr so oft „Nein, das geht nicht“ sagen musste. Bis zuletzt war nicht klar, ob unsere Reise nach Griechenland stattfinden würde. Insgeheim war ich froh mich nicht in ein Flugzeug setzen zu müssen, aber es machte sich schon stark bemerkbar, dass wir aus unserem Alltagstrott in diesem Jahr nicht wirklich heraus kamen. Lange Zeit durften die Kinder sich mit niemanden treffen, mussten Familie meiden und wir hatten „nur“ uns. Immerhin.

Ich muss euch nicht erzählen, wie schwierig die letzten Wochen und Monate waren. Ihr wisst es selber und viele von euch haben sicherlich viel härtere Zeiten verleben müssen als wir. Diese ständige Angst und andauernd ist alles ungewiss. Das belastet. Nicht nur uns, sondern vor allem auch die Kinder. Ich spüre das, man merkt es ihnen an, was ihnen da alles abverlangt wird. Wie dankbar sie inzwischen für jeden Strohhalm sind, den sie zu greifen bekommen, um überhaupt ein wenig zu erleben. An manchen Tagen blutet mir das Herz deswegen sehr… Auch wenn ich mitbekomme, was manche Menschen in unserem Umfeld erleiden müssen. Ich hoffe wirklich, dass das alles in greifbarer Zeit ein Ende finden wird, auch wenn mir klar ist, dass unser Leben wohl noch eine Weile so weitergehen wird.

2020

04. Habt ihr neue Freundschaften geschlossen oder vielleicht alte aufgefrischt?
Es ist schwer zu sagen, dass man neue Freundschaften geschlossen hat, wenn man das ganze Jahr über – mehr oder weniger – unter sich bleiben musste. Klar haben wir neue Menschen kennengelernt, neue Kontakte geknüpft, aber wirklich viel vertiefen konnten wir da nicht.

Dennoch haben wir schöne und wertvolle Momente verlebt mit lieben Menschen. Obwohl der große Sohn nach den Sommerferien bereits auf ein Gymnasium gewechselt hat (auch sehr aufregende Zeit gewesen übrigens), haben wir den Kontakt zu dem einen oder anderen aus seiner alten Klasse nicht verloren. Hier haben wir vielleicht sogar ein wenig etwas vertieft und uns im Sommer auch mal gesehen.

Da Maru und ich uns dieses Jahr nicht, wie gewohnt, wenigstens 2-3 Mal zu besonderen Anlässen sehen konnten, sind wir dazu übergegangen uns nun (fast) täglich Nachrichten zu schicken. Sprachnachrichten *lach*. Wir erzählen uns von unseren Tagesplänen und Vorhaben, wenn uns gerade etwas wurmt oder beschäftigt oder wir einfach nur etwas loswerden wollen. Das hat uns sehr gut getan in einer Zeit, in der kaum Kontakte möglich waren. So aus der Ferne. Ahja und wir haben via Videokonferenz mit ihnen ein Oktoberfest gefeiert, auch mit anderen Menschen Videochats veranstaltet und sogar Risiko via Konferenz gespielt. Die Not macht erfinderisch, nicht wahr?

Sportlich

05. Habt ihr euch irgendwie persönlich weiterentwickelt? Zum Beispiel ein neues Hobby angefangen?
2020 war definitiv ein sportliches Jahr für mich. Ich habe zwar letztes Jahr schon viel mit Stepper und Yoga versucht mich in Form zu bringen, doch in diesem Jahr habe ich mich einer Challenge gestellt, die für mich wirklich schon mein ganzes Leben lang eine echte Herausforderung war: Ich habe mit dem Laufen angefangen. Ernsthaft.

Im Grunde hat mir vor allem die Angst während des Lockdowns unkontrolliert zu zu nehmen vor die Türe getrieben, aber ich hätte nie gedacht, dass sich das so entwickeln würde. Ich entdeckte durch Zufall in der App meiner Fitnessuhr ein Intervall-Programm zum Laufen und probierte das einfach mal aus. Dabei musste ich feststellen, dass ich mit den einzelnen Sequenzen wirklich gut (überraschend gut) zurecht kam und praktizierte das immer öfter. Man muss dazu sagen, dass ich es einfach angenehm fand einfach mal für 30 Minuten ganz alleine draußen unterwegs zu sein und meine Gedanken leer laufen zu lassen. Kann man das so sagen. Von anfänglich 8 Minuten durchschnittlich pro Kilometer bin ich inzwischen an guten Tagen bei 5.40 Minuten pro Kilometer angekommen. Manchmal geht es besser, manchmal schlechter. Inzwischen laufe ich auch mal gut 5 km am Stück, habe sogar schon einmal 7 geschafft. Daher mein Ziel für 2021: 10 km schaffen. Mal sehen. Grundsätzlich bin ich sehr stolz auf diese Entwicklung, auch wenn ich körperlich an mir keine nennenswerten Veränderungen feststellen kann außer, dass ich nicht mehr an meine Zehen rankomme und nun dringend parallel wieder mehr Yoga usw. machen muss *lach*. Die Mischung macht es…

Ein positiver Nebeneffekt war übrigens, dass das auf meine Familie abfärbte, auch der Mann wieder motivierter laufen ging und sogar der große Sohn mitzog. Der kleine Sohn lernte während des ersten Lockdowns das Radfahren und ist nun gerne auch auf dem Fahrrad immer wieder mal ein Begleiter bei meinen Runden. So wurde aus dem Ganzen irgendwie auch ein Familiending.

2020

Der kleine Sohn hat 2020 übrigens auch mit dem Fußball angefangen, auch wenn es insgesamt noch etwas chaotisch ist, weil ja nun ständig sportliche Aktivitäten mal mehr und dann mal weniger erlaubt waren, aber er ist da ebenso leidenschaftlich wie sein großer Bruder und hatte sogar ein kleines Miniturnier, bei dem er tatsächlich das erste Trikot vom großen Bruder damals tragen durfte. Das war ein sehr emotionaler Moment für uns alle.

06. Erzählt uns von euren Vorsätzen fürs neue Jahr.
Vorsätze für das neue Jahr zu formulieren finde ich dieses Mal unglaublich schwer. Man weiß einfach nicht, was alles möglich sein wird. Ganz klar möchte ich wieder den Anfang des Jahres nutzen, um im Haus auszumisten. Wir haben nach Weihachten nun nochmal im Kinderzimmer gewütet und wir müssen nun endlich mal anfangen Sachen zu verkaufen oder auch zu spenden. Allgemein möchte ich den einen Dachboden dieses Jahr so leer bekommen, dass wir daraus vielleicht eine Art Hobbyraum machen können. Schreibtisch hoch, Fitnessfahrrad hoch und vielleicht ein Laufband anschaffen? Dann kann aus dem kleinen Arbeitszimmer vielleicht eine Art Kleiderkammer für uns alle werden. Wer weiß. Auch am Haus gibt es einige kleine „Baustellen“ nenne ich sie jetzt mal. Leisten und Türen, Terrasse und andere Dinge, die wir schon lange in Angriff nehmen wollten.

2020

Gesundheitlich gesehen werden wir wohl weiter machen wie bisher, wobei wir wieder nach all dem Schlemmen mehr auf eine gesunde Ernährung achten wollen. Mehr Wasser trinken, mehr Obst und Gemüse, noch seltener Fleisch (der kleine Sohn isst eh kaum Fleisch). Wie oben kurz erwähnt vielleicht mal die 10 km schaffen und der Mann wurde zu eine 21 km Halbmarathon bis Juni herausgefordert *lach*.  

Reisen wird wohl auch im kommenden Jahr weniger eine Option sein, so dass wir uns vorgenommen haben vielleicht wenigstens einmal einen Gegenbesuch in Frankfurt machen zu können und vielleicht ein Wochenende einfach mal irgendwo ans Wasser fahren. Mal sehen, was so möglich ist. 2020 hat uns da definitiv zu sehr an unser zu Hause gefesselt. Ich sehne mich nach mehr Meer…

Ansonsten erwarten uns keine gigantischen Veränderungen im kommenden Jahr. Erst 2022 dann wieder, denn dann steht die Einschulung vom kleinen Sohn an und das ist doch noch ein bisschen hin. Mal sehen, was sich bis dahin in der Welt noch alles tut…

Hoffnung

Mit einem positiven Blick auf das neue Jahr verabschiede ich mich nun also aus dem alten…

Auf einen Rückblick bezüglich des Blogs möchte ich heute verzichten. So viel verändert hat sich dieses Jahr nicht. Ich bin recht konsequent meine Schiene gefahren und verbiege mich einfach nicht mehr. Es gibt feste Projekte, die ich im Laufe des Jahres nochmal ein wenig angepasst habe, wie die Glücksmomente, das #WIB oder auch meine monatliche Zielsetzung in Form von #ZfV und das sind Dinge, die ich sicherlich beibehalten werde. Ähnlich wie die aktuelle Form der #30am30. Ich bin mit mir in so fern zufrieden, dass ich wieder öfter kreativen Input für euch gebracht habe und ihr habt mir gezeigt, dass ich die alltäglichen Inhalte immer noch am meisten schätzt und deshalb mache ich erst einmal einfach weiter wie bisher. Danke, dass ihr immer ein Teil davon seid.

Ich schlüpfe nun in meine Laufschuhe, denn heute erwartet mich noch die 7km Challenge „Laufe bewusst ins neue Jahr“, damit ich guten Gewissens nachher schlemmen kann. Viel haben wir uns für heute nicht vorgenommen. Einfach alle Ressourcen nutzen, die wir zu Hause haben. Spiele spielen, singen, tanzen, gemeinsam zocken… all das. Ein paar Knallerbsen und Knicklichter um Mitternacht, Dinner for one und Pizza-Party. Das ist der Plan.

Also kommt gut raus aus diesem verrückten alten Jahr 2020 und landet sicher und gesund im neuen. 
Wir sehen uns dann morgen hier hoffentlich unbeschadet wieder.

Guten Rutsch und goodbye 2020!

*Anmerkung: Der folgende Artikel über das Jahr 2020 enthält evtl. Bilder mit Produkten, die wir in unserem Alltag nutzen. Wir haben keine Bezahlung für das Zeigen oder Nutzen derselbigen erhalten.

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