Wo es an Initiative fehlt…

… da haben andere zu leiden. Finde ich zumindest. Worüber ich heute reden möchte, das ist ein Café. Und zwar für Kinder. In dem Bezirk, in dem ich lebe, da gibt es zwar einige Spielplätze, aber recht wenig wirklich interessante Örtlichkeiten, die man mit ihnen besuchen kann, die über den Standart hinaus gehen. Als ich dann durch Zufall mal auf ein Kindercafé stieß, dass ca. 10 Minuten Bus- oder 40 Minuten Fußweg von mir entfernt ist, da war ich hellauf begeistert. Verschiedene Angebote gab es dort regelmäßig, die mit Musik, Theater und ähnlichem zu tun hatten. Eine Art Indoorspielplatz und eine sehr kindgerechte Menükarte. Man konnte den ganzen Laden für eine Kindergruppe buchen und die Leute da waren sehr nett. Um die Spielfläche zu nutzen, da wurde lediglich ein Beitrag alle 1 1/2 Stunden von einem Euro erwartet, der dazu genutzt wurde die Sachen instant zu halten und neues Spielzeug anzuschaffen. Ein rundherum schönes Projekt von einigen engagierten Menschen…

Ihr merkt schon, ich spreche hier leider vor allem in der Vergangenheitsform. Am 1. Geburtstag des Minihelden war ich das erste und einzige Mal mit dem kleinen Mann und Maru dort und wir waren wirklich begeistert von dem Laden. Viel, viel öfter wollte ich von da an mit ihm hingehen. Aber nur eine Woche später begann das Drama. Erst konnte der Laden aufgrund von Krankheit nicht geöffnet werden und dann fehlten die Gelder und nun hat dieses schöne Projekt schon seit längerer Zeit seine Pforten nicht mehr öffnen können.

Eine Freundin erzählte mir neulich, dass es einem Café in ihrer Gegend ähnlich ergeht, was aber auch daran liegt, dass viele nicht wirklich unterstützen wollen. Klar ist so etwas klein und eng, wenn es erst am Entstehen und Wachsen ist. Es ist auf Mundpropaganda, Unterstützung und Förderung angewiesen. Besucher müssen kommen, Dinge müssen bezahlt werden und jede noch so kleine Tat kann dazu beitragen, dass eine schöne Idee immer größer wird und mehr und mehr Menschen davon profitieren können.

Bei unserem Café fehlte dies und nun…ja nun haben wir keines mehr. Das finde ich sehr schade, denn es war wirklich schön dort und die Menschen so unglaublich nett. Es ist wirklich schade, dass an allen Ecken und Enden genau an den falschen Stellen gerne mal gespart wird.

Nun sind wir also wieder auf der Suche…

12 Kommentare zu „Wo es an Initiative fehlt…“

  1. Schade, finde so etwas auch total toll.
    Hier gibt es auch kein Kindercafe…, dafür ein par wenige kinderfreundliche. Die haben dann eine Spielecke und teils eine extra Kinderkarte, die man auch mitnehmen darf.
    Hier gibt es sogar eine Karte, in denen familienfreundliche Restaurants und Läden verzeichnit sind. Die haben dann auch einen Aufkleber im Fenster. Und das bedeutet letzlich, Wickelmöglichkeit, Toilette die benutzt werden darf und Spielecke oder eines davon etc.

    Finde solche Projekte sollten mehr gefördert werden. So trifft man doch Gleichgesinnte, stört evtl. leicht genervte Gäste nicht und die Kinder können sich pudelwohl fühlen ohne das Mama ständig was sagen muss.

  2. Ja, die Initiative fehlt. Stimmt. Leider.
    Um Projekte ans Laufen zu bekommen, braucht man eine Menge Geduld und leider häufig viel Geld. Am besten ist es, wenn man einen Förderer hat und sich gut im Förderwesen des Staates und der EU auskennt.
    Hast du mal bei den Betreibern angefragt, ob man unterstützend helfen kann? Vielleicht einen Förder-/Trägerverein mit vielen gleichgesinnten Eltern gründen und gemeinsam diese Projekt weiterführen?
    Vielleicht kannst du dich dort ein wenig engagieren. Vielleicht.

  3. Wenn es bei mir besser laufen würde hätte ich eine Idee, aber ich glaube auch, dass du und alle die es nutzen wollen, da wesentlich mehr erreichen können.

    Dass bei sowas die Stadt nicht hilft find ich schade. Es würde ja schon reichen, wenn sie da 2 Leute einsetzen die ein bisschen aufpassen.
    Und mit Werbung könnte man sicher einige Kosten Decken.

    Tut euch zusammen und fragt bei der Stadt nach. Je mehr umso besser.
    Oder nehmt es gleich selbst in die Hand :)

  4. So ein ähnliches Café gab es bei uns auch. Sehr schön, wenn Eltern sich auf einen Kaffee verabreden wollten und die Kinder dabei in Ruhe spielen konnten. Hat inzwischen leider auch geschlossen…
    *hmpf*

    Da erkennt man leider immer sehr deutlich dran, wie sehr es ums Geldverdienen geht, so dass solche sozialen Projekte kaum eine Chance haben.

  5. so etwas ist echt schade :/ aber berlin ist doch so groß, vlt findest du irgendwo etwas ähnliches, wenn vlt auch mit etwas mehr fahrtweg :/
    ich stell mir das in der großstadt eh total schwer vor, weil man mit den kindern vlt nicht so viele möglichkeiten hat…

  6. Wir haben in der Stadt auch ein sehr tolles Kindercafé. Wenn ich mit meinen Kindern mal in der Stadt bin, gehe ich wirklich sehr gern dort hin.
    Bei uns muss man allerdings keine Spielpauschale zahlen, sondern alle Spielsachen stehen zur freien Verfügung. Aber dieser eine Euro tut ja im Normalfall nicht weh.
    Das ist wirklich schade, dass euer Café zumachen musste, denn gerade an solchen Orten kann man auch immer ganz toll neue Kontakte knüpfen, wenn das Wetter einfach nicht mehr spielplatztauglich ist.

    Aber du findest gerade in Berln, sicher noch etwas ähnliches.

  7. Das ist bei uns leider auch so :/ Hier in Oberhausen gibt es KEIN Kindercafe mehr. Erst in Duisburg, Essen oder Düsseldorf, aber mir ist alles für mal so hin zu weit =(
    Nun spiele ich mit einer Freundin mit den gedanken in 1-2 Jahren selber eins zu eröffnen. Es fehlt einfach und die idee ist sooo toll und es gibt so viele möglichkeiten. Naja mal sehen

    Ich frag mich warum der Staat gelder sonstwo hin schickt aber nichts für förderung sollcher projekte zurück hält. 1-2 Cafes je nach größe der stadt, so teuer kann das nicht sein (wenn man bedenkt wieviel geld in andere länger gestopft wird -.-) inder sind unsere zukunft! aber ne besser in die Zukunft anderer länder investieren als in die eigenen kinder

  8. Ihr habt ja Recht, man könnte tatsächlich mal nachhaken, woran genau es gescheitert ist.

    In Berlin gibt es viele schöne Kindercafes, aber die meisten sind am anderen Ende der Stadt. Als Tagesausflug ok, aber um mal bei schlecht Wetter ne Ausweichmöglichkeit zu haben bei über einer Stunde Fahrtweg doch sehr aufwendig.

    Selbst so etwas zu eröffnen, das kann ich nicht. Das ist mit sehr sehr viel Aufwand usw. verbunden und ich muss ja bald wieder arbeiten gehen ;)

    Ich finde es einfach schade, dass solche Projekte viel zu selten unterstützt werden.

  9. Das Kindercafe war wirklich toll. Ich hatte viel Spaß dort mit euch und habe mich selbst wieder ein bisschen wie ein Kind gefühlt beim Toben mit dem Minihelden im Bällebad. Wirklich schade, dass es nun so ein Ende nehmen musste, aber ehrlich gesagt wundert es mich nicht, da die Preise doch recht niedrig waren und es daher wohl kaum Gewinn abgeworfen haben dürfte… *drop*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.